Basketball: 2. Bundesliga ProB
WWU Baskets kommen gegen Düsseldorf souverän zum Erfolgshattrick

Münster -

Die WWU Baskets dürfen beinahe schon für die Playoffs planen. Der 75:65-Erfolg gegen die ART Giants Düsseldorf war ein großer Schritt Richtung K.o.-Runde. Zudem gewann der Vorjahresmeister in dieser Saison erstmals dreimal in Serie.

Sonntag, 26.01.2020, 15:26 Uhr aktualisiert: 27.01.2020, 12:46 Uhr
Winter-Neuzugang José Medina machte ein starkes Spiel – Baskets-Kapitän Jan König (r.) sah es mit Freude.
Winter-Neuzugang José Medina machte ein starkes Spiel – Baskets-Kapitän Jan König (r.) sah es mit Freude. Foto: Christina Pohler

Erstmals drei Siege am Stück: Dank einer sichtbaren und wirkungsvollen Spielqualität feierten die WWU Baskets Münster , deren 75:65 (42:39) in der 2. Bundesliga ProB über die ART Giants Düsseldorf für den Unterlegenen geschönt ausfiel. Die 2720 Zuschauer hegten keinerlei Zweifel am Kräfteverhältnis. Nur das 11:14 im letzten Viertel sorgte für Resultatskosmetik.

Münster strebt in dieser Personal-Konstellation mit Macht gen Etappenziel namens K.o.-Runde. „Darum geht es derzeit. Die Lage ist so, dass wir am Sonntag hier daheim schon die Playoff-Teilnahme sichern können“, so Trainer Philipp Kappenstein mit Blick auf den 2. Februar (17 Uhr). Dann kommt mit Iserlohn der Vorletzte.

Die zuletzt personell durchgeschüttelten Düsseldorfer um Neu-Trainer Kevin Magdowski mussten um ihre letzte Chance kämpfen, dem Abstiegskampf noch zu entgehen. Angeführt vom 1,73 Meter kleinen Aufbau De­Shaun Cooper, der 35 Minuten ackern musste und 18 Punkte machte, sowie ermutigt von geglückten Drei-Punkte-Würfen des umtriebigen Faton Jetullahi führten die Giants Münster ins zunächst offene Spiel und lagen vorne (16:11 und 20:15).

Die Baskets aber fanden zur Reaktion und lieferten gerade offensiv ab. Der erneut energische Aufbauspieler Jasper Günther nutzte die großen Lücken unterm Düsseldorfer Korb. Malcome Delpeche hatte alle Zeit der Welt für einige Dunkings. Die großen Gästespieler kamen auch gedanklich nicht mehr hinterher. Dem 25:23 folgte ein 17:16-Viertel bis zur Pause. Mit 62 Prozent getroffener Würfe aus der kürzeren Distanz waren die Baskets effektiv wie lange nicht. Nur in der Abwehr mussten sie zulegen.

„Ausschließlich vorwärts zu spielen, das geht in Münster nicht“, haderte Magdowski. Sämtliche zuletzt geholten Spieler – Jamal Smith, Yannick Tauch und Sven Jeuschede – blieben blass. Zwar riegelten die Gäste den Innenraum nun besser ab, aber Münster spielte vor der Zone schnell und wirkungsvoll. Stefan Weß zeigte sich, und wie: Im dritten Viertel setzte er von sieben Versuchen nacheinander sechs an der Zahl rein – 13 Punkte am Stück, egal aus welcher Position. Er warf die Baskets entscheidend in dieser Phase nach vorne (64:51).

Der 20 Minuten eingesetzte Jose Medina machte als zweiter Aufbauspieler seine bisher beste Partie im Baskets-Dress (11 Punkte), unterließ das spekulative Werfen und zog geschickt manches Foul. Weil am Ende ein paar Unkonzentriertheiten um sich griffen und Jetullahi nach langer Auszeit plötzlich wieder auftrat, schmolz die Führung. Gefahr lauerte nicht. Die Rebound-Hoheit gehörte Münster (45:33), die Mehrzahl der effektiven Anspiele führte zum direkten Erfolg.

Der schnell akklimatisierte Günther fühlt sich spürbar wohl am neuen Platz. Und übernimmt gerne Verantwortung. „Das habe ich in Hagen zuletzt nicht machen dürfen – ich bin froh, hier wieder das Spiel tragen zu dürfen“, sagte der in vier Partien bereits 95 Minuten lang geforderte 20-Jährige.Punkte: Weß (19/4), Delpeche (16), Günther (12), Medina (11/1), Goolsby (5/1), J. König (4/1)

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