Basketball: 2. Bundesliga ProB
WWU Baskets Münster überrollen auch Schwelm

Münster -

Die WWU Baskets Münster nehmen es im Moment, wie es kommt: Am Samstag war der Tabellenzweite aus Schwelm zu Gast am Berg Fidel und kassierte das, was auch die fünf Gegner zuvor einstecken mussten: Eine Machtdemonstration nebst Niederlage. Die Korbjäger aus Münster scheinen aktuell durch nichts und niemanden zu stoppen zu sein.

Sonntag, 16.02.2020, 14:06 Uhr aktualisiert: 16.02.2020, 22:03 Uhr
Kai Hänig im Antritt: Wenn Münsters Gigant anzieht, dann
Kai Hänig im Antritt: Wenn Münsters Gigant anzieht, dann Foto: Christina Pohler

Plötzlich Zweiter, Zufall ist das nicht: Die WWU Baskets Münster bleiben in der Nordgruppe der 2. Bundesliga ProB das Topteam der Rückrunde. Das mitreißende wie spielerisch sehenswerte 90:76 (47:44) gegen EN Baskets Schwelm eröffnet dem Nord-Meister von 2019 im Endspurt der Hauptrunde neue Perspektiven für die Playoffs – nach der Liga-Pause müssen die Aussichten in Bernau (29. Februar) und gegen Dresden (7. März) in Fakten umgesetzt werden.

Das ist möglich, nimmt man den 13. Sieg und den sechsten „am Stück“ als Maßstab. Distanziert wurde vor 2795 Zuschauern, die Berg Fidel noch lauter machten als ohnehin gewohnt, mit dem Gegner aus dem Ennepe-Ruhr-Kreis die auswärtsstärkste Auswahl und der vorherige Zweite, der auch den Direktvergleich verlor.

Das war schon der beste Gegner bisher, aber wir haben ihn regelrecht runter gearbeitet.

Philipp Kappenstein

„Das war schon der beste Gegner bisher, aber wir haben ihn regelrecht runter gearbeitet“, sagte WWU-Coach Philipp Kappenstein , der zehn von zwölf Akteuren Spielzeiten im zweistelligen Minutenbereich gab und das Kräfteplus als entscheidende Karte ausspielte. Schwelm kam dezimiert daher und brachte nur sieben Mann an den Ball – die hielten den extrem hohen Anforderungen nicht stand. „Wir mussten Schwelm volle 40 Minuten Druck geben, das war klar“, sagte Kappenstein und blieb beim 10:20-Zwischenstand im ersten Viertel (22:25) relativ cool. EN-Aufbau-Ass Montrael Scott brillierte auch beim Wurf. Das Zusammenspiel wirkte klug und zwingend.

„Big Man“ Hänig in Galaform

Bis hierher und nicht weiter: Mit Kai Hänig kam Münsters „Big Man“ und lief zur Großform auf. Der 31-jährige Center personifizierte die bedingungslose Wehrhaftigkeit, traf hochprozentig (13 Punkte) und krallte sich neun Rebounds. Seine Duelle mit dem mehr und mehr genervten 2,18-m-Center Daniel Mayr waren permanente Höhepunkte. „Wenn richtig gearbeitet werden muss, bin ich halt gefordert“, sagte das 2,03-m-Kraftpaket grinsend. Die Spielleiter, ohnehin nicht ausgewogen in ihren Urteilen, kreideten Hänig zu schnell fünf Fouls an.

Hänig traf per Freiwurf zur ersten Führung (34:33). Im dritten Viertel sorgten Dreier von Jose Medina und Stefan Weß für den fulminanten Auftakt. Elf von 22 münsterischen Versuchen aus der Distanz saßen. Schwelm kam nicht mehr mit. Es gab Szenenapplaus nach glänzenden wie effektiven Spielzügen. Münster hielt Intensität und Niveau hoch, es gab keine Pausen mehr. Sondern nur noch Applaus.

Baskets:J. König (20/4), Weß (19/3), Hänig (13), Baues (11/1), Delpeche (10), Günther (4), Padberg (3/1), Goolsby (3/1), Medina (3/1), Coffin, Funk (2)

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