Basketball: 2. Bundesliga ProB
WWU Baskets haben es selbst in der Hand

Münster -

Die WWU Baskets Münster haben einen Platz in den Playoffs um die Meisterschaft in der zweiten Bundesliga ProB sicher – nicht mehr und nicht weniger. Alles andere ist ein Fall für die höhere Mathematik und die Kunst des Kaffeesatzlesens. In beiden Staffels geht es zwei Spieltage vor Ende der Punkterunde hauchdünn zu.

Donnerstag, 27.02.2020, 15:04 Uhr aktualisiert: 28.02.2020, 15:58 Uhr
Wieder Meister der Nordstaffel? Oder wird es Platz zwei, drei, vier oder fünf? Die Antworten auf diese Fragen kann Trainer Philipp Kappenstein mit seinen Baskets entscheidend beeinflussen – mit zwei Siegen in den beiden ausstehenden Spielen der Hauptrunde.
Wieder Meister der Nordstaffel? Oder wird es Platz zwei, drei, vier oder fünf? Die Antworten auf diese Fragen kann Trainer Philipp Kappenstein mit seinen Baskets entscheidend beeinflussen – mit zwei Siegen in den beiden ausstehenden Spielen der Hauptrunde. Foto: Jürgen Peperhowe

Vier Tage gab Trainer Philipp Kappenstein über Karneval seinen Mannen frei – ein kleiner Luxus nach anstrengenden Wochen und die Chance, vor dem Endspurt in der Hauptrunde der 2. Bundesliga Pro B Nord noch einmal durchzuatmen. „Den Akku aufladen und Kräfte sammeln“, so lautete die Vorgabe des Coaches, der am Dienstag mit den WWU Baskets Münster das Training wieder und damit auch die Vorbereitung auf das anstehende Auswärtsspiel am Samstag bei Lok Bernau aufnahm. Schon am Freitag wird das Team aufbrechen und versuchen, sich mit dem Farmteam von Alba Berlin einen Konkurrenten endgültig vom Leibe zu schaffen.

Und den wollen wir unbedingt verteidigen. Er bringt uns in den Playoffs den Vorteil, kein Entscheidungsspiel auswärts bestreiten zu müssen.

Baskets-Akteur Jasper Günther

Mit dem Erfolg gegen die EN Baskets Schwelm vor knapp zwei Wochen haben sich die Baskets in eine gute Ausgangslage manövriert. Mit einer Bilanz von 13:7 Siegen liegen sie derzeit auf Platz zwei. „Und den wollen wir unbedingt verteidigen. Er bringt uns in den Playoffs den Vorteil, kein Entscheidungsspiel auswärts bestreiten zu müssen“, meint Münsters Spielmacher Jasper Günther. Ein Plus, zumal die möglichen dritten Spiele in diesem Jahr nicht wie in der Vorsaison eine Woche nach Spiel zwei, sondern bereits direkt am folgenden Dienstag stattfinden. Angesichts von möglichen Reisestrapazen und einiger berufstätiger Akteure ein nicht unbedeutender Faktor auf dem Weg durch die Playoffs.

Von eins bis fünf alles möglich

Von welcher Position die Baskets in die Entscheidungsspiele gehen, ist noch offen – von Platz eins bis Rang fünf ist alles möglich. Feststeht, dass Münster mit zwei Siegen dank des besseren direkten Vergleichs mit den punktgleichen Baskets aus Schwelm Zweiter ist und die Chance auf den Meistertitel der Nord-Hauptrunde hat. Dafür aber müsste Spitzenreiter Itzehoe Eagles, der zweimal gegen Münster gewann (80:72, 79:77), gegen die Sparkassen-Stars Bochum sowie in Schwelm verlieren. Gewinnt die Kappenstein-Truppe nur eine der beiden ausstehenden Partien in Bernau und gegen die Dresden Titans (7. März um 19.30 Uhr am Berg Fidel), ist der dritte Rang und damit das Heimrecht im Achtel- wie Viertelfinale sicher. Bei einer Niederlage von Schwelm würde Münster sogar Zweiter bleiben.

Richtig kompliziert wird es, sollte der Vorjahresvize beide Spiele erfolglos beenden. Dann droht der Absturz auf den fünften Rang – allerdings nur in bestimmten Konstellationen. So müsste Münster den direkten Vergleich mit Bernau (Hinspiel 78:76) verlieren und Lok zudem den Abschluss in Bochum gewinnen. Und auch die BSW Sixers, die mit einer 3:7-Bilanz aus den letzten zehn Partien derzeit die drittschlechteste Ausbeute der Liga haben, müssten die knifflige Aufgabe beim SC Rist Wedel sowie dann bei den gegen den Abstieg kämpfenden ART Giants Düsseldorf meistern. Schwelm dagegen würde ein Sieg (gegen die Juniors Oldenburg oder gegen Itzehoe) genügen, um am Westkonkurrenten vorbeizuziehen.

Playoff-Start am 15. März

Viel „Wenn“ und viel „Aber“, eine Menge Theorie. Sicher ist nur, dass die Baskets ihr Glück in den eigenen Händen haben, um voraussichtlich dann am 15. März in eigener Halle in die Playoffs zu starten. Wer dann am Berg Fidel gastiert, hängt nicht nur von Münsters Abschneiden ab. Auch in der Südstaffel ist das Hauen und Stechen um die besten Plätze längst im vollen Gange, von den bereits sicher qualifizierten wie punktgleichen Gießen 46ers Rackelos, EWW Hanau und Baunach Young Pikes bis zum Tabellenzehnten FC Bayern rangeln noch acht Teams um die Plätze hinter dem feststehenden Süd-Meister Baskets Elchingen und dem Kronprinzen TG s.Oliver Würzburg.

Spätestens am 7. März um kurz nach 21 Uhr steht final fest, wer sich mit wem im Playoff-Achtelfinale trifft. Für Spannung ist in den verbleibenden 80 Hauptrunden-Minuten also gesorgt. Und zwar nicht zu knapp.

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