Basketball: 2. Bundesliga ProB
Hohe Auswärtshürde für die WWU Baskets in Bernau

Münster -

Große Sprünge sind für die langen Jungs der WWU Baskets grundsätzlich kein Problem, da spielt es auch keine Rolle, dass die Hürde hoch ist, die es beim Ligakonkurrenten in Bernau zu überspringen gilt. Sechs Spiele in Serie haben die Münsteraner gewonnen, für den siebten Erfolg müssen sie sich halt ein wenig strecken --

Freitag, 28.02.2020, 18:12 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 22:20 Uhr
Einen kühlen Kopf auch in Bedrängnis muss Marck Coffin mit den Baskets in der hitzigen Atmosphäre bewahren.
Einen kühlen Kopf auch in Bedrängnis muss Marck Coffin mit den Baskets in der hitzigen Atmosphäre bewahren. Foto: Jürgen Peperhowe

Rückblende: Es war der 29. September 2018, als die WWU Baskets Münster bei Lok Bernau ihr erstes Auswärtsspiel in der 2. Bundesliga Pro B bestritten – und als sie nach guten ersten 20 Minuten in der zweiten Halbzeit beim 76:92 noch gehörig unter die Räder kamen. Es ist bis heute nach dem 60:88 im zweiten Playoff-Finale bei Bayer Leverkusen Münsters höchste Niederlage. Seitdem aber ist viel passiert, der Vizemeister und aktuelle Tabellenzweite der Nordstaffel hat sich zu einem Spitzenteam entwickelt, das sich am Samstag (19 Uhr) mit einem Sieg in Bernau endgültig das Heimrecht für die Playoffs sichern will.

Schwerste Auswärtsaufgabe

Ein schwere Aufgabe. Nein, „auswärts sicher die schwerste. Ich erwarte ein intensives Spiel in einer lauten Halle mit hitziger Atmos­phäre“, sagt Münsters Trainer Philipp Kappenstein . Doch es sind mehr als nur die Begebenheiten in der Erich-Wünsch-Halle, die im Vorfeld bei den Münsteranern für Respekt sorgen. Die Truppe von René Schilling ist erstklassig und als Farmteam von Alba Berlin mit einigen Toptalenten besetzt. Lorenz Brenneke und Malte Delow gehören regelmäßig zum Bundesliga-Kader und kamen wie Kresimir Nikic (8 Punkte am Donnerstag in der EuroLeague bei Albas 86:99) gegen Anadolu Efes Istanbul zum Einsatz. Dazu stärken Routiniers wie Dan Oppland, Alexander Rosenthal oder Konstantin Kovalev den Youngstern den Rücken. „Bernau ist eine sehr vielseitige und für die Liga außerordentliche Mannschaft, die in den vergangenen Spielen oft den Weg über die großen Spieler wie Oppland, Isemann und Nikic gesucht hat. Aber wir sind gut aufgestellt und wollen unseren Lauf fortsetzen“, so Kappenstein.

Siegesserie macht Mut

Sechs Mal in Serie gewannen die Baskets, die ihre beiden Heimspiele gegen Bernau für sich entschieden, zuletzt – die Qualifikation für die Playoffs haben sie längst in der Tasche. Das sieht bei Lok anders aus, noch ist der Tabellenfünfte nicht durch und steht bei nur einem Sieg mehr als der SC Rist Wedel – die Hamburger sind derzeit das erste Team außerhalb der Playoff-Ränge – unter Druck. Vorteil Münster? Schwer zu beantworten. Sicher ist, dass die spiel- und trainingsfreien Tage über Karneval der Truppe gutgetan haben, die Angeschlagenen kurierten sich aus. Ausnahme: Nico Funk, der wegen einer Schleimbeutelentzündung im Knie ausfällt.

Am Freitag machte sich der Baskets-Tross auf den Weg in den Großraum Berlin, am Samstag steht ein Anschwitzen und Wurftraining an. Münster ist bereit für die Herausforderung und den Hauptrunden-Endspurt, in dem es den zweiten Platz verteidigen will.

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