Basketball: 2. Bundesliga Pro B
79:75 in Bernau: Die WWU Baskets siegen weiter

Münster -

Das war der siebte Streich in Serie. Die WWU Baskets Münster behaupteten sich in einer äußerst intensiven und spannenden Partie bei Lok Bernau, der 79:75 (38:40)-Erfolg stand bis wenige Sekunden vor dem Schluss auf der Kippe. Doch dann behielten zwei Baskets-Akteure beim Freiwurf die Nerven.

Samstag, 29.02.2020, 22:22 Uhr aktualisiert: 29.02.2020, 22:41 Uhr
Seine Punkte 12 und 13 waren die entscheidenden: José Medina beendete mit seinen Freiwürfen fünf Sekunden vor dem Ende die Zitterpartie der Baskets in Bernau.
Seine Punkte 12 und 13 waren die entscheidenden: José Medina beendete mit seinen Freiwürfen fünf Sekunden vor dem Ende die Zitterpartie der Baskets in Bernau. Foto: Jürgen Peperhowe

Als José Medina fünf Sekunden vor dem Ende seinen ersten Freiwurf versenkt hatte, rutschte seinem Coach Philipp Kappenstein schon ein „Yes“ heraus – und als der Spanier auch den zweiten Versuch zum 79:75 im Korb untergebracht hatte, riss der Trainer die Arme nach oben. Es war geschafft, die WWU Baskets Münster standen nach 40 hochklassigen, umkämpften Minuten als Sieger fest und sind durch den 79:75 (38:40)-Erfolg bei Lok Bernau vor dem letzten Hauptrunden-Spieltag der 2. Bundesliga Pro B sicher Dritter. „Das war ein krass intensives Spiel, für uns das intensivste der Saison, Aber wir haben die Drucksituationen überstanden und es einfach richtig gut gemacht“, sagte Kappenstein.

Bernau, als Tabellenfünfter mit voller Kapelle um die Bundesliga- wie Europapokal-erfahrenen Malte Delow, Kresimir Nikic und Lorenz Brenneke angetreten, konterte Münsters guten Start (11:4, 5. Minute) mit einem 11:0-Lauf und hatte in der Folge Vorteile. Bis auf neun Zähler enteilte Lok nach dem Korb von Dan Opp­land (34:25, 16.). Doch Münster blieb hartnäckig, bissig und vor allem ruhig. Mit einer starken, wechselnden Defensive (mal Zone, mal Pressing) kämpfte sich der Gast zurück. Stefan Weß, wieder einmal Münsters Topscorer, hatte in Halbzeit eins das letzte Wort (38:40).

Bärenstarkes drittes Viertel

Die Baskets waren wieder dran – und drehten nach Wiederbeginn auf und damit den Spieß. Marck Coffin, Weß und Medina aus der Distanz brachten dem Gast die Führung, die immer komfortabler wurde. Auch weil mit Leo Padberg (Dreier zum 56:49) und mit Alex Goolsby (sechs Punkte in Serie zum 62:51 plus ein Steal) wichtige Impulse von der Bank kamen. „Das dritte Viertel war wahnsinnig gut von uns“, so Kappenstein.

Es lief für Münster, erst recht als die Zitterpartie zu Beginn des vierten Abschnitts (64:61, 34.) überstanden war und Malcolm Delpeche 2:39 Minuten vor dem Ende zum 74:63 traf. Ein beruhigendes Polster – sollte man meinen. Acht Zähler in 54 Sekunden brachten Bernau in Schlagdistanz, nach einem verwandelten Freiwurf von Jasper Günther und dem folgenden Dreier von Delow spürte Münster beim 75:74 den heißen Atem. Doch erst behielt Weß 23 Sekunden vor der Schlusssirene die Nerven von der Linie, dann auch Medina. Die Baskets bejubelten den Auswärtssieg und den siebten Erfolg in Serie. Einfach stark.

Punkte:Weß (14), Coffin, Medina (je 13), Delpeche (9), J. König, Baues (je 8), Goolsby (6), Günther, Padberg (je 3), Hänig (2)

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