Basketball: 2. Bundesliga Pro B
WWU Baskets planen gegen Rist Wedel nach Vollbremsung wieder Vollgas

Münster -

Zu Hause ist den WWU Baskets Münster in dieser Saison bisher nicht beizukommen. Auch gegen den SC Rist Wedel sind sie klarer Favorit. Doch die Berg- und Talfahrt dieser Saison macht auch Trainer Philipp Kappenstein eher vorsichtig.

Freitag, 22.01.2021, 17:31 Uhr aktualisiert: 24.01.2021, 14:54 Uhr
Kai Hänig (r.) möchte am Sonntag gegen Rist Wedel an die Galavorstellung beim letzten Heimspiel gegen Itzehoe anknüpfen.
Kai Hänig (r.) möchte am Sonntag gegen Rist Wedel an die Galavorstellung beim letzten Heimspiel gegen Itzehoe anknüpfen. Foto: Jürgen Peperhowe

Philipp Kappenstein hat immer noch ein leichtes Schleudertrauma nach der jüngsten Berg- und Talfahrt seiner Truppe durch die Liga. Der Galavorstellung beim 85:81-Heimsieg gegen die Itzehoe Eagles ließen die WWU Baskets Münster eine desaströse Vorstellung bei den Rheinstars Köln folgen (86:97) – gegen diese Formkurve ist eine Fahrt in der „Wilden Maus“ eine lahme Einschlafhilfe.

Grund genug für den Trainer, vor dem vermeintlich einfachen Heimspiel am Sonntag (16 Uhr, Berg Fidel) gegen den Tabellenvorletzten SC Rist Wedel die Sinne zu schärfen – und mit aller gebotenen Konsequenz gegen den blendenden Statistikwust anzukämpfen. Angefangen bei der Tabellensituation, die Münster (Dritter) gegen das Nordlicht (Elfter) zum klaren Favoriten macht, über das Hinspielresultat (99:67) bis hin zur makellosen Heimbilanz in der Festung Berg Fidel – sechs Spiele, sechs Siege. Was kann da schon schiefgehen? So ziemlich alles, mahnt Kappenstein, wenn man Spiel und Gegner nicht ernst nimmt. „Wedel hat sich deutlich gefunden. Das Hinspiel hat mit dem Rückspiel nichts zu tun“, macht Kappenstein unmissverständlich klar.

Zwei Siege im neuen Jahr

Die einstigen Schlusslichter aus Hamburg waren sieglos aus dem vergangenen Jahr geschieden, haben aber zwei der drei Partien 2021 gewonnen und eine nur nach großer Gegenwehr verloren. „Sie mobilisieren alles, um vielleicht auch noch ein Wort um die Playoff-Vergabe mitreden zu können oder zumindest sicher den Klassenerhalt zu schaffen.“ Daher erwartet Kappenstein einen brandgefährlichen Gegner, dessen Leistungsträger nicht nur schwer auszusprechen, sondern auch schwer auszurechnen sind. Vor allem die Top-Scorer Tucker Haymond und Osaro Jürgen Rich Igbineweka mit jeweils rund 20 Punkten pro Spiel erfordern höchste Aufmerksamkeit der Baskets-Defense. Zudem hat Rist Wedel unter dem Korb eine alte Instanz neu installiert und damit an Qualität spürbar zugelegt. „Alex Angerer war nach langer Verletzung die letzten beiden Spiele wieder dabei, hat Wedel deutlich am Brett stabilisiert.“ Dazu passt die forsche Ansage von Gäste-Trainer Benka Barloschky: „Wir werden nach Münster fahren, um zu gewinnen.“

All das müsste erst mal reichen, um die Baskets-Kirmes um eine erneute Attraktion zu bereichern. Also anschnallen und die Bügel nach unten klappen: Nach einer Runde rückwärts gilt wieder volle Fahrt voraus.

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