Basketball: 2. Bundesliga Pro B
96:85 in Düsseldorf – die WWU Baskets zeigen ihr bestes Auswärtsspiel und sind nun Zweiter

Münster -

Auswärts, das steht außer Frage, haben die WWU Baskets Münster in dieser Saison bislang nur selten geglänzt. Das war am Samstagabend in Düsseldorf aber ganz anders: Mit 96:85 (44:36) gewann der Pro-B-Ligist bei den ART Giants und verteidigte damit den zweiten Platz, den das Kappenstein-Team am Freitag als Zuschauer übernommen hatte.

Samstag, 06.02.2021, 22:16 Uhr aktualisiert: 07.02.2021, 15:14 Uhr
Zeigte eine überragende Leistung: Jasper Günther, der mit 26 Punkten Topscorer war.
Zeigte eine überragende Leistung: Jasper Günther, der mit 26 Punkten Topscorer war. Foto: Jürgen Peperhowe

Die Vorlage kam schon am Freitag aus dem benachbarten Bochum, wo der Spitzenreiter der 2. Bundesliga Pro B seine Führungsrolle eindrucksvoll bestätigte und das Top-Duell gegen die Itzehoe Eagles mit 95:64 für sich entschieden hatte. Nutznießer waren die WWU Baskets Münster , die über Nacht vorbei an den Nordlichtern auf Rang zwei gerutscht waren. Und diesen für die Playoffs so wichtigen Platz verteidigte die Mannschaft von Trainer Philipp Kappenstein , die bei den ART Giants Düsseldorf mit 96:85 (44:36) gewannen. „Das war unser bestes Auswärtsspiel und ein ganz wichtiger Sieg“, meinte der Trainer nach dem dritten Erfolg in der Fremde.

Gleich die ersten 50 Sekunden hatten es in sich, temporeich startete das NRW-Duell. Stefan Weß und Marck Coffin trafen für Münster, Andrius Mikutis per Dreier für den Gastgeber. Ein munterer Auftakt, aus dem die Baskets mehr Schwung und Selbstvertrauen zogen. Als Coffin aus der Distanz auf 13:7 stellte, war der Kappenstein-Express auf Touren. Zwischenzeitlich führten die Münsteraner mit zehn Punkten (21:11 nach Korbleger von Kai Hänig, 9.), in die Viertelpause ging es dann mit einem Acht-Zähler-Polster (23:15). Besonders erwähnenswert waren erneut der Auftritt von Jasper Günther, der zehn Punkte im Eröffnungsabschnitt erzielte, sowie das starke Defensivverhalten der Baskets, die den Giants bis dahin nur einen Offensivrebound gestatteten – dabei sind die Düsseldorfer das führende Team der Liga in dieser Statistik.

Reuter legt per Dreier nach

Direkt nach dem Wiederbeginn erhöhte Thomas Reuter per Dreier auf 26:15, ehe eine schwächere Phase folgte. Die Quote samt Wurfauswahl passte nun nicht mehr, zudem leistete sich Münster Unachtsamkeiten wie etwa exemplarisch bei den beiden Turnover von Helge Baues. Klar, dass eine starke Mannschaft wie die Giants das ausnutzen. Nach dem Drei-Punkt-Spiel von Dennis Mavin waren es plötzlich nur noch drei läppische Zähler, die Münster vorne war (28:25, 15.).

Kappensteins Schützlinge aber zeigten eine Reaktion, beruhigten ihr Spiel wieder und kehrten damit zurück in die erfolgreiche Spur. Adam Touray mit zwei Korblegern zum 32:25 sowie die postwendende Antwort von Jan König auf den Dreier von Finn Pook zum 39:34 trugen letztlich zum ausgeglichenen zweiten Viertel bei. „Wir sind aus der schwierigen Phase wieder zurückgekommen und haben den offensiven Rhythmus nicht verloren. Auch wenn zwölf Turnover in der ersten Halbzeit zu viel sind“, sagte Kappenstein.

Günther überrragt

Die Zahl der Ballverluste reduzierte Münster nach dem Seitenwechsel, und da unter dem gegnerischen Korb Günther (insgesamt 26 Punkte), Coffin (16) und Co. meist eine Lösung parat hatten, folgte nur noch eine Zitterphase. Mikutis brachte die Giants beim 50:52 nah heran – mehr aber auch nicht. Denn erneut zauberten die Baskets die nötige Antwort heraus: Coffin und Oliver Pahnke (per Dreier) sorgten wieder für den nötigen Abstand, den Düsseldorf unfreiwillig wahrte. Der abschließende Dreier kurz vor dem Ende des dritten Viertels von Jan König zum 72:60 tat sein Übriges, war eine Vorentscheidung. „Da war für Düsseldorf der Weg zurück natürlich lang. Zumal wir unsere Tiefe ausgespielt und offensiv auf einem hohen Level agiert haben“, erklärte der Coach.

Pahnke setzt den Schlusspunkt

In den verbleibenden zehn Minuten versuchten die Giants alles, spielten „ein wenig wild“ (Kappenstein) – und kamen doch nicht mehr heran an souveräne Baskets. Zum krönenden Abschluss brachte sich der defensiv enorm ackernde Malcolm Delpeche mit fünf Zählern auf das Scoreboard, den Schlusspunkt setzt Pahnke von der Freiwurflinie. Es war ein gelungener Abend und eine Ansage an die Konkurrenz. „Wir wollen Platz zwei nicht wieder hergeben“, so Kappenstein. Den ersten Schritt dafür haben sie in Düsseldorf getan.

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