Basketball: 2. Bundesliga Pro B
93:72 gegen ETV Hamburg – Die WWU Baskets feiern Pflichtsieg und sorgen sich um Touray

Münster -

Ein Basketball-Leckerbissen war es ganz sicher nicht. Doch das interessierte nach den 40 Minuten am Berg Fidel keinen mehr, wichtig waren zwei weitere Zähler im Kampf um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs. Das 93:72 der WWU Baskets Münster gegen Schlusslicht ETV Hamburg war ein Pflichtsieg, der souverän gelang – und dennoch Sorgen bereitete: Adam Touray schied verletzt aus.

Samstag, 13.02.2021, 21:17 Uhr
Stefan Weß, am Samstag Münsters Topscorer (14 Zähler) brachte seine Mannschaft mit zwölf Punkten im ersten Viertel auf Kurs. Am Ende gab es einen ungefährdeten
Stefan Weß, am Samstag Münsters Topscorer (14 Zähler) brachte seine Mannschaft mit zwölf Punkten im ersten Viertel auf Kurs. Am Ende gab es einen ungefährdeten Foto: Jürgen Peperhowe

Auf die imponierende Bilanz von 9:0 Siegen in Berg Fidel schraubten die WWU Baskets Münster in der 2. Bundesliga Pro B ihre Heimbilanz mit dem 93:72 (54:42)-Pflichtsieg gegen Schlusslicht ETV Hamburg und wusste doch direkt nach der Partie, sich in den letzten fünf Normalrundenspielen wieder steigern zu müssen. „Wir haben uns dem Niveau des Gegners angepasst“, sagte Trainer Philipp Kappenstein nachsichtig. Das brisanzlose Spiel hatte Münster glanzlos jederzeit im Griff. Die Nordlichter legten keine klassenreife Leistung hin.

Leicht fiel den Baskets allein der Einstieg in diese Partie nicht. Liga-Topscorer Mubarak Salami (26,3 Zähler im Schnitt) und Abdulai Abaker sorgten mit zusammen 16 Punkten fast im Alleingang für das 18:17 des Schlusslichts, das in der Folge aber sukzessive den Anschluss verlor. Der Gastgeber, bei denen Stefan Weß ein hervorragendes erstes Viertel (zwölf Punkte) spielte, hielt seine Ballverluste auf einem niedrigen Niveau und spielte seine Dominanz unter den Körben aus. Sechs Rebounds mehr pflückten die Kappenstein-Jungs allein im ersten Abschnitt, am Ende der Begegnung waren es 18 mehr (52:34). Ein erster Lauf ließ Münster auf 27:18 enteilen, mit vier Dreiern in Serie von zweimal Thomas Reuter, Marck Coffin und Jan König sorgten für die bis dahin höchste Führung (39:24, 12. Minute).

Immer auf Distanz

Für Ruhe aber sorgte der Zwischenspurt nicht, die zweiten zehn Minuten gehörten eher in die mauere Kategorie. Münster leistete sich nun wieder mehr Turnover und gestattete dem ETV so, zumindest einigermaßen in Sichtweite zu bleiben. Näher als auf elf Zähler aber ließen die Baskets die Eimsbüttler bis zur Pause nicht heran, auch wenn Abakar die Teams mit einem Dreier in die Kabinen schickte.

Nein, zufrieden war Kappenstein, der allerdings im zweiten Viertel auch munter durchgewechselt und etwa Marck Coffin gar nicht spielen lassen hatte, ganz und gar nicht. „Den Sieg musst du mitnehmen heute“, sagte Kappenstein. „Wir wissen, dass wir in den nächsten Wochen abliefern müssen.“ Münster ließ nichts mehr anbrennen, glänzte dabei allerdings auch nicht. Die Luft war früh raus, und so trudelte die Begegnung seinem erwartbaren Ende entgegen.

Knieverletzung bei Adam Touray

So ungefährdet der Sieg letztlich war, so groß sind die Sorgen um Adam Touray. 2:44 Minuten vor Ende des dritten Viertels fiel dem Center mit Coffin der eigene Mann ins Knie – dabei war Münsteraner von Abaker gestoßen worden. Für Touray war Schluss, mit einem Eisbeutel um das lädierte rechte Knie verfolgte er die Schlussphase von außen. Eine Diagnose steht aus, ein Ausfall aber droht im Hauptrunden-Schlussspurt.

Punkte:Weß (14/1 Dreier), Reuter (13/3), J. König (11/3), Touray, Delpeche (je 9), A. König (8/1), Coffin (7/1), Hänig (7), Günther (6), Grühn (5/1), Pahnke (4)

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7818495?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F1560995%2F
Nachrichten-Ticker