Basketball: 2. Bundesliga Pro B
Klare Worte zeigen bei den WWU Baskets umgehend Wirkung

Münster -

Erst die bedrückende Niederlage am Freitag, dann die schnelle Reaktion am Sonntag – der Doppelspieltag gegen die BSW Sixers brachte den WWU Baskets Münster zumindest zwei Punkte, vor allem aber wichtige Erkenntnisse. In der Abschlusstabelle läuft es wohl auf Rang drei hinaus.

Montag, 01.03.2021, 14:56 Uhr aktualisiert: 02.03.2021, 11:38 Uhr
Malcolm Delpeche und seine Kollegen steigerten sich beim Wiedersehen mit Djordje Pantelic (l.) und Marco Rahn und zeigten gerade in der Defensive eine Top-Leistung.
Malcolm Delpeche und seine Kollegen steigerten sich beim Wiedersehen mit Djordje Pantelic (l.) und Marco Rahn und zeigten gerade in der Defensive eine Top-Leistung. Foto: Jürgen Peperhowe

So unzufrieden und verärgert Philipp Kappenstein am Freitagabend kurz vor 21 Uhr noch war, umso glücklicher und aufgeräumter wirkte er 45 Stunden später. Auf das 80:81 gegen die BSW Sixers ließen die WWU Baskets Münster in Sandersdorf beim direkten Wiedersehen einen in dieser Form nicht erwarteten 75:60-Erfolg folgen, der den Coach des Pro-B-Ligisten vollauf überzeugte. „Die Art und Weise war das Allerwichtigste daran. Es war das allererste Mal, dass wir eine Top-Defensivleistung gebracht haben“, sagte Kappenstein.

Es war eine Reaktion auf das verkorkste Spiel vom Freitag, in dessen Anschluss der 41-Jährige und sein Co-Trainer Chad Prewitt die Auswärtstour nutzten, um viele intensive Einzelgespräche zu führen. „Wir haben nach der Ankunft in Sandersdorf von 20 Uhr an bis kurz vor dem Spiel am Sonntag viel mit den Jungs geredet, haben ehrliche und klare Worte gewechselt. Das war nötig.“ Tenor: Sich nur auf die offensiven Qualitäten zu verlassen, wird in der Playoff-Runde unter Umständen – und getreu der alten Weisheit aus dem US-Sport: „Offense wins games, defense wins championships“ – nicht reichen. „Wir dürfen uns nicht immer abhängig von unserer Wurfquote machen, müssen viel besser verteidigen. Bislang sind wir bis zu diesem Zeitpunkt kein gutes Defensivteam, wir waren oft zu löchrig und ohne Verbindlichkeiten unter dem eigenen Korb“, sagte Kappenstein, der in den Gesprächen den Eindruck gewann, dass alle „Jungs willens sind und alle sich dieser Dinge angenommen haben. Das war sehr konstruktiv“.

Größere Ernsthaftigkeit

Und so glückte den Baskets, die zudem mit einer viel größeren Ernsthaftigkeit an die Sache herangingen, umgehend die Revanche – in souveräner Manier. „Wir haben gezeigt, dass wir in kurzer Zeit auf gewisse Dinge reagieren können und auch auswärts gegen ein sehr gutes Team bestehen können. Daher bewerte ich dieses Wochenende als positiv“, meinte der Coach. „Aber darauf ausruhen und zurücklehnen dürfen wir uns natürlich nicht, wir müssen diesen Prozess bis zur Playoff-Runde fortführen. Wir haben uns einiges erarbeitet und können viel aus dem Wochenende mitnehmen.“

Der vorletzte Hauptrunden-Spieltag am Samstag (19 Uhr) hält den nächsten Prüfstein parat, wenn beim Drittplatzierten – auf Rang zwei kann Münster nur noch mit zwei Siegen und einem Patzer der Itzehoe Eagles rutschen – der Spitzenreiter aus Bochum gastiert. Dann können die Baskets zeigen, ob ihre Defensive auch gegen die beste Offensive der Nordstaffel sattelfest steht.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7844069?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F1560995%2F
Nachrichten-Ticker