Warendorf
Volksfeststimmung motiviert Triathleten

Sonntag, 05.08.2007, 15:08 Uhr

Von Katharina Fiegl

Sassenberg . So ganz scheint es der gebürtige Bayer selbst im dritten Anlauf nicht fassen zu können: Die Westfalen gehen dann und wann auch aus sich heraus. „Das ist ja fast Volksfeststimmung hier“, zeigte sich Oberst Reinhard Lerch auch bei Besuch Nummer drei des Feldmark-Triathlons wieder aufs Neue begeistert. Und war umso stolzer, als Sportschul-Kommandeur Militärangehörige zahlreicher Nationen zur Großveranstaltung in Sassenberg begrüßen zu dürfen. In diesem Jahr waren es gar noch mehr Sportsoldaten als in der Vergangenheit, fand doch zum ersten Mal der so genannte CISM-Euro-Cup statt.

Die Mitglieder der Streitkräfte hatten die Wahl: Sie durften an der zehnten Auflage des Militär Triathlon Cups (Mil-Tri-Cup) teilnehmen, welcher zur Sichtung für den Bundeswehr-Kader dient – und/oder am Euro-Cup, der unter Einbindung des Conseil International du Sport Militaire (CISM) ausgerichtet wurde.

Beide Wettbewerbe erforderten die Bewältigung der Olympischen Distanz. So kam es, dass sich die Gesamtsiegerin über 1,3 Kilometer Schwimmen, 45 Kilometer Radfahren und 10 Kilometer Laufen gleich eines dreifachen Titelgewinns erfreuen konnte – siegte sie doch sowohl bei den Zivilisten als auch im Mil-Tri-Cup und im CISM-Euro-Cup: Lisa Hütthaler (Österreich 1) brillierte mit einer Zeit von 2:11:09. Auf die Ränge zwei und drei verwies sie (bei beiden Militär-Veranstaltungen) Simone Kaltenecker ( Deutschland 1; 2:26:42) und Daniela Hafner (Deutschland 2; 2:28:04).

Bei den Männern setzte sich im Rahmen des Mil-Tri-Cups Norman Stüwe (Uni BW München; 1:59:55) vor Martin Jost (SFJg/StDstBw Sonthofen; 2:04:07) und Torsten Farnschläder (SKA Bonn; 2:06:51) durch. In der Mannschaftswertung des Mil-Tri-Cups landete erwartungsgemäß die Erstvertretung der Uni Bw München auf Platz eins (6:25:32), es folgten die SFJg/StDstBw Sonthofen (6:28:15) und die Infanterieschule Hammelburg (6:55:40). Das SportMedInstBw Warendorf, vertreten durch Michael Althoff, Dr. Andreas Lison und Oliver Eigen, belegte Rang acht (7:16:09).

Die erste Männer-Wertung beim CISM-Euro-Cup entschied ein Deutscher für sich: Hans Mühlbauer, beim Feldmark-Traithlon stets einer der Favoriten innerhalb der Streitkräfte-Riege, siegte mit einer Zeit von 1:58:30 vor dem Finnen Petteri Mustonen (1:59:01) und dem Österreicher Andreas Gilgmayr (1:59:45).

In den Teamwertungen aber behielten die Österreicher die Nase vorn. Bei den Männer-Trios setzten sie sich mit 6:02:54 vor Deutschland (6:04:49) und Finnland (6:12:51) durch, bei den Mixed-Mannschaften mit 6:12:19 vor der deutschen Erst- (6:28:03) und Zweitvertretung (6:35:02).

„Ich habe bislang ausschließlich positive Rückmeldungen von den Triathleten erhalten“, freute sich indes der Sportschul-Kommandeur. Ein Aspekt, der dafür spricht, dass Lerchs im Vorfeld geäußerter Wunsch durchaus in Erfüllung gehen könnte: Der CISM-Euro-Cup soll eine zweite Auflage erleben – und Sportler aus noch mehr Nationen die westfälische Volksfeststimmung kennen lernen lassen…

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