Warendorf
Platz sechs in Westfalen

Montag, 03.09.2007, 14:09 Uhr

Warendorf . Sie hatten mit nichts ausgerechnet, am Ende Platz sechs erreicht und zwischendurch sogar an Position fünf gekratzt. Im Konzert der wirklich Großen spielten die U18-Juniorinnen des TV Warendorf in der erstmals und aufgrund der Altersgrenze wohl letztmalig erreichten Westfalenliga, die als dreitägiges Turnier in Hüls gespielt wurde, gut mit.

Während sich das Quartett des TVW mit Julia Niemeyer und Anna-Carina Pukkis aus zwei Verbands- sowie mit Maren Jäger und Iris Plura aus zwei Bezirksklassenspielerinnen zusammensetzte, bestand die Konkurrenz neben dem Zweitligisten und späterem Sieger BW Halle ausnahmslos aus Spielerinnen der Damen-Westfalenliga. Mannschaften also, die zwei bis vier Ligen höher im Einsatz sind. Allein diese Tatsache wertete den sechsten Rang enorm auf.

Im Viertelfinale traf das TVW-Quartett zunächst auf die TG Hüls I. Während Julia Niemeyer an eins gegen die Deutsche Meisterin Leonie Athanasiadis erwartungsgemäß ebenso klar das Nachsehen hatte wie Iris Plura gegen Janina Körholz, brachten Maren Jäger (6:1, 1:6, 6:3) und Anna-Carina Pukkis (7:5, 7:5) die an zwei gesetzten Favoriten mächtig aus der Fassung. Noch während der Einzel beorderte die TG Marina Melnikova aus Enschede für die Doppel in den Ruhrpott. Nach den beiden Doppeln, die letztlich an die TG gingen, startete Melnikova direkt nach Moskau durch, um ein WTA-Turnier zu bestreiten.

Die TVW-Mädchen aber trafen in den Platzierungsspielen auf die zweite TG-Mannschaft. Dabei wurde ihr großer Kraftaufwand am Ende belohnt. Denn während Pukkis (6:2, 2:6, Aufgabe 0:6) aufgrund großer Schmerzen im Arm ihr Einzel nicht beenden konnte, schleppte sich auch Plura (6:3, 5:7, 1:6) mit Kniebeschwerden durch das Match. Nach dem sich aber Niemeyer (6:3, 0:6, 6:4) sowie Jäger (6:0, 6:3) durchsetzen konnten, zog das TVW-Team beim 3:3 dank der 9:7-Sätze in die Partie um Platz fünf ein. Dort hätte sich gegen den TC Neheim Hüsten fast gleiches wiederholt. Im entscheidenden Doppel mobilisierten Niemeyer/Pukkis zwei Klassen höhere Konkurrenz noch einmal letzte Kräfte, hatten aber mit 3:6, 4:6 das Nachsehen. Ein Sieg hätte sogar Platz fünf bedeutet, was aber die herausragenden Leistungen des Quartett in keinster Weise schmälern konnte. “Die Mädchen sind allesamt über sich hinausgewachsen. Es war die richtige Entscheidung, diese Herausforderung anzunehmen“, verteilte Jugendwartin Barbara Niemeyer, die ihre Schützlinge an zwei der drei Turniertage betreute, ein dickes Lob. Verdient war es allemal.

Westfalenmeister wurde BW Halle vor dem Ruderclub Hamm, TG Hüls I und Union Münster sowie TC Neheim Hüsten. Der TV Warendorf verwies TG Hüls und Frederika Bochum auf die Plätze fünf und sechs.

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