Warendorf
Sendenhorst behält die Nerven

Sonntag, 06.01.2008, 21:01 Uhr

Kreis Warendorf . Die SG Sendenhorst holte sich am Sonntagabend zum vierten Mal den Titel des Hallenkreismeisters. Der Bezirksligist gewann das Finale vor der tollen Kulisse von 900 Zuschauern in der Halle A der Warendorfer Bundeswehr-Sportschule erst nach einem Neunmeter-Schießen mit 5:3 gegen den SC Füchtorf. Andre Klaas setzte den vierten Strafstoß der Füchtorfer an den Pfosten, Sebastian Roskosch sorgte mit seinem Tor für die Entscheidung.

Für SG-Trainer Ralf Koßmann war es der dritte Titelgewinn nach 1995 und 1996 (mit dem SC Hoetmar). Der Ahlener, ansonsten nicht als Freund des Hallenfußballs bekannt, zeigte seltene Emotionen und freute sich mächtig: „Wir wollten diesmal unbedingt den Titel gewinnen, hatten uns viel vorgenommen. Und ich glaube, dass wir die beste Mannschaft waren und verdient gewonnen haben – auch wenn es im Finale äußerst eng war.“

Die beiden Endspielteams boten den Zuschauern einen Kampf auf Biegen und Brechen, bei dem es lange Zeit nach einem torlosen Remis aussah. Schließlich waren dicke Chancen Mangelware. Matthias Langohr brachte die Sendenhorster mit einem feinen Linksschuss drei Minuten vor dem Ende in Führung, doch Henrik Oertker gelang fast im Gegenzug per Kopf der Ausgleich. Im fälligen Neunmeter-Schießen hatten die Sendenhorster dann die besseren Nerven, so dass der SC Füchtorf weiter auf den ersten Titelgewinn warten muss.

„Wir sind natürlich etwas traurig darüber, dass wir so knapp am Sieg vorbeigeschrammt sind. Allerdings hat uns das Turnier viel Spaß gemacht. Ich denke, dass wir eine ordentliche Leistung gebracht haben“, resümierte Füchtorfs Spielertrainer Helge Bittner, der erst tags zuvor aus seinem USA-Urlaub zurückgekehrt war. Was ihn fuchste, war die Tatsache, dass sein Team nun schon zum dritten Mal in dieser Saison (zweimal 0:1 in der Meisterschaft) unglücklich gegen Sendenhorst verlor.

Im Halbfinale hatte Bittner in der siebten Minute das Goldene Tor gegen den SC Hoetmar markiert. „Wir sind mit unserem Abschneiden vollauf zufrieden, mit Sendenhorst hat die beste Mannschaft verdient gewonnen“, lautete das Fazit von Hoetmars Coach Andre Schmidt.

Auch Telgtes Hallentrainer Jan Lauhoff, dessen Team im Halbfinale nach 2:1-Führung mit 2:4 gegen Sendenhorst verlor, war alles andere als böse: „Nach dem schwachen Start in die Zwischenrunde sind wir gegen Füchtorf noch rechtzeitig aufgewacht, mit dem Erreichen des Halbfinales sind wir auf jeden Fall zufrieden.“

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