Warendorf
Semlits übernimmt das TuS-Ruder

Freitag, 14.03.2008, 13:03 Uhr

Freckenhorst . Mit Oswald Semlits sitzt am Sonntag ein ehemaliger Bundesliga-Profi auf der Bank der TuS Freckenhorst. Sein Vorgänger, Spielertrainer Daniel Horstschäfer, hat nach dem schwachen Abschneiden in der ersten Serie sowie der 2:5-Packung in Werl die Reißleine gezogen und – mit Zustimmung des Vorstands – selbst seinen Nachfolger gesucht. Für das Bezirksliga-Heimspiel gegen die Sportfreunde Bockum (Anstoß 15 Uhr) hat Horstschäfer noch die Aufstellung gemacht.

„Mir liegt der Verein sehr am Herzen. Mir war klar, dass wir frischen Wind in die Truppe bringen müssen. Schließlich beträgt der Abstand zur Abstiegszone nur noch vier Punkte“, erklärte Horstschäfer, der knapp fünf Spielzeiten unter Semlits (drei Jahre in Wiedenbrück , anderthalb in Lünen) spielte. Als Spieler steht Horstschäfer dem Bezirksligisten nach wie vor zur Verfügung.

Oswald Semlits musste sich die Sache nicht lange überlegen: Als Schwager des ehemaligen TuS-Spielertrainers Richard Walz weiß er genau, was auf ihn zukommt. „Auch wenn ich die Mannschaft in dieser Saison noch nicht gesehen habe, weiß ich, was mich erwartet. Der TuS ist ein gut geführter Verein, dem ich in dieser Situation gerne helfe. Horstschäfer, Ergun und Bremehr habe ich in Wiedenbrück lange trainiert und schätzen gelernt, die meisten der übrigen Akteure habe ich auch schon spielen sehen. Das vorrangige Ziel kann nur der Klassenerhalt sein. Danach sehen wir weiter“, erklärte der 49-Jährige.

Der studierte Betriebswirt begann seine Fußballlaufbahn in seinem Heimatort Brambauer und bestritt für Borussia Dortmund, Preußen Münster, TuS Schloß-Neuhaus, den MSV Duisburg und den VfL Osnabrück insgesamt 175 Begegnungen in der 1. und 2. Bundesliga.

Nach der aktiven Laufbahn, die er 1992 aus gesundheitliche Gründen beim VfL Osnabrück beendete, trainierte er den SC Wiedenbrück, den Lüner SV und bis vor zwei Jahren die Hammer Spielvereinigung. Danach legte der zweifache Familienvater, der in Gremmendorf wohnt und als Gebietsvertreter in Sachen Anzeigen für den Axel-Springer-Verlag arbeitet, eine Pause ein. „In den letzten Jahren konnte ich endlich ein paar Sachen machen, die als Trainer nicht möglich waren. Ich habe auch jetzt keinen neuen Verein gesucht. Doch die neue Aufgabe beim TuS reizt mich schon. Auch wenn der Klassenerhalt zunächst Priorität hat, möchte ich dort längerfristig etwas aufbauen“, erklärte Semlits.

„Natürlich wollen wir mit Semlits längerfristig arbeiten“, unterstrich TuS-Obmann Dieter Nienberg und ergänzte: „Für den Daniel tut es mir leid, da seine hervorragende Arbeit nicht belohnt wurde. Ich ziehe den Hut vor ihm, weil er von sich aus diese schwere Entscheidung getroffen hat. Dass er weiter für uns spielt, auch in der nächsten Saison, zeigt, dass unser Verhältnis bestens ist.“

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