Warendorf
Nur Hoetmar ist zur Halbzeit nicht zufrieden

Montag, 01.12.2008, 14:46 Uhr

Kreis Warendorf . Dünner als am Sonntag war die Bank des TuS Freckenhorst wohl noch nie besetzt: Kein Trainer, nur ein Auswechselspieler. Und dennoch legte die Rumpftruppe die beste Saisonleistung hin und ließ dem Tabellenvierten aus Herringen beim 0:2 keine Chance.

Trainer Oswald Semlits war beruflich unabkömmlich, seinen Job teilten sich zwei Akteure: Vor dem Spiel und in der Pause gab sein Schwager und Libero Richard Walz die Richtung an, während der 90 Minuten ordnete der verletzte Thorsten Butz von der Seitenlinie aus lautstark seine Mannen, die kämpferisch und überraschenderweise auch spielerisch deutlich stärker waren. Herringens Trainer Ralph Oberdiek war entsetzt angesichts der Chancenlosigkeit seiner Truppe: „Bis vor drei Wochen waren wir ungeschlagen, jetzt läuft überhaupt nichts mehr.“ Für den TuS ist Rang sieben ein hervorragendes Halbzeit-Ergebnis, wenn man bedenkt, dass er die ganze Hinrunde mit nur einem Stürmer auskommen musste.

Auch die mit einem schmalen Kader in die Saison gestartete WSU hat seit Wochen riesige Personalprobleme und muss Sonntag für Sonntag auf A-Junioren zurückgreifen. Mehr als Platz acht war daher nach der Hinrunde auch nicht zu erwarten. Beim 2:3 in Hilbeck traf sogar ein Akteur ins Schwarze, der noch nie dabei war: Güraj Kilic hatte bis zum Sommer 2007 bei den A2-Junioren der WSU gespielt, sich dann abgemeldet und war den vergangenen Wochen beim Training erschienen. „Da er einen guten Eindruck machte, hab’ ich ihn nach Hilbeck mitgenommen“, erklärte WSU-Coach Klaus Ruhoff den Einsatz des 20-jährigen Stürmers. Der verbliebene Rest der Sportunion bewies nach einem 0:3-Rückstand eine tolle Moral und stand sogar kurz vor dem Ausgleich.

Der SC Füchtorf gehört zu den torhungrigsten Teams in der Bezirksliga. Nach dem 5:0 gegen Liesborn ließ er jetzt ein 6:0 gegen Westönnen folgen. Als Tabellensechster kann die Truppe mit der Halbzeitbilanz mehr als zufrieden sein. Wenn sie weiterhin so genau trifft, wird sie noch den einen oder anderen Platz gutmachen können.

Als einzige Elf des heimischen Quartetts hat der SC Hoetmar ihr Soll zur Halbzeit nicht erfüllt. Das liegt vor allem daran, dass die Truppe von André Schmidt kein einziges Heimspiel gewinnen konnte. Nur der Auswärtsstärke ist es zu verdanken, dass die Mannschaft als Tabellenelfter sechs Punkte von den Abstiegsplätzen entfernt ist. Doch die können schnell aufgebraucht sein. Beim 1:2 in Beckum konnte die Truppe nicht an ihre Bestform heranreichen, die Folge war die zweite Auswärtsniederlage.

Hoch her ging es beim Kellerderby zwischen Wickede und Türk Werl, was vor allem am Schiedsrichter lag. Der schickte in der 40. Minute Werls Vakifli wegen Gegenspieler-Beleidigung vom Feld. Die Werler diskutierten mit ihm, dann brach er das Spiel urplötzlich ab und ging in die Kabine. Spieler beider Teams konnten ihn jedoch zum Weitermachen überreden. Wollte er zunächst die zweite Halbzeit 50 Minuten laufen lassen, so ließ er sich von einem ehemaligen Lehrwart davon überzeugen, zunächst die übrigen fünf Minuten der ersten Halbzeit hinter sich zu bringen und dann zum Seitenwechseln abzupfeifen. Die Türken, die in der 36. Minute in Führung gegangen waren, kassierte im zweiten Abschnitt den Ausgleich und markierten in Unterzahl durch Basoglus zweiten Treffer (68.) das Siegtor.

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