Warendorf
Warendorf auf Rang zehn

Mittwoch, 28.07.2010, 15:07 Uhr

Kreis Warendorf - Der Wettkampf um die Provinzial-Jugendstandarte zählt zu den reitsportlichen Höhepunkten der Westfalenwoche in Münster-Handorf. Hieran beteiligten sich in der vergangenen Woche 14 Equipen aus dem Landesverband. Unter ihnen der an sechster Stelle rangierende RV „Gustav Rau“ Westbevern mit 195,58 Punkten, der an neunter Stelle folgende RFV Ostbevern (193,53) und der RFV Warendorf (192,53), der sich diesem unmittelbar anschloss. Es siegte der RV „St. Georg“ Saerbeck (209,37) vor dem ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen (205,05) und dem RFV Albachten (201,20).

Seine Stärken hatte der RV „Gustav Rau“ Westbevern im Gelände (erster Platz) und beim Springen (Dritter). Der elfte Platz in der Dressur wird die Westbeverner Mannschaft nicht ganz zufrieden stellen, während bei der Dressur-Kür der achte Platz Lohn für viele Stunden Training im Quartett war, denen sich Nina Stegemann mit Pascavell, Nadine Albermann mit Polo, Nils Trebbe mit Luigi und Hendrik Wiegert mit Florentine unter Anleitung von Reitlehrerin Elke Stegemann unterzogen hatten. Im Handorfer Dressurviereck zeigten sich die Pferde sicher an den Hilfen, gaben sich durchlässig und rittig, so dass die anspruchsvollen Figuren auch sicher umgesetzt werden konnten. Dies insbesondere in der Galopparbeit, nach der sich die Westbeverner Equipe gleichmäßig und frisch mit der Trabtour von den Zuschauern verabschiedete.

Der RFV Warendorf hatte mit Ann-Kathrin Frenkel auf Frida Kahlo, Stefan Schoster auf Don-Albert, Jennifer Kukuk auf Berlin, Theresa Oertker auf Home Run und Reitlehrerin Anja Krüger die undankbare Aufgabe zu bewältigen, die Dressurkür zu eröffnen. Er löste das mit Bravour, wobei die Figuren in der Trabarbeit weitgehend sicher war, allerdings eine etwas höhere Risikobereitschaft durchaus vertragen hätten. Die Grundgangart „Schritt“ erwies sich als losgelassen und sicher im Takt bei genügendem Fleiß. Kleine Störungen im Galopp konnten das harmonische Bild der Equipe nicht stören. Insgesamt bestätigten die Richter dem Warendorfer Team gute Kürgrundlagen mit vielen interessanten aber auch ausbaufähigen Ideen. Gleichwohl kam Warendorf nicht über den 13. Platz in dieser Teilwertung hinaus. Ihre Stärken hatte die Equipe, wie die Westbeverner Reiter auch, im Gelände und beim Springen.

Der RFV Ostbevern schwächelte in der Dressur (Platz 13), was man von ihm eigentlich nicht gewohnt ist, blieb bei der Kür im Mittelmaß der Gesamtwertung (Neunter) und konnte wie seine Mitstreiter aus dem Kreisreiterverband mit Gold und Bronze im Gelände und auf dem Springplatz aufwarten. Etwas mehr Grundschwung hätten sich die Richter in der Trabarbeit gewünscht. Was aber an Figuren von Reitlehrer Hubertus Nowag ausgewählt worden ist, konnte von den Pferden sicher umgesetzt werden. Die Übergänge wurden richtig gezeigt, im Mittelzirkel durchaus mit schwierigen Lektionen aufgewartet. Insgesamt handelte es sich um eine Kür von rittigen Pferden, sauber in der Ausführung und versehen mit vielen guten Ideen.

Bei den Westfälischen Mannschaftsmeisterschaften in der Dressur siegte der RV Greven mit 3340,50 Punkten vor dem RV „St. Georg“ Saerbeck (3322,50) und dem Landw. RV Kalthof (3321,0). Der RFV Ostbevern folgte an achter Stelle (3081,50) unter beteiligten neun Mannschaften. An den Start gingen in den beiden auf Trense zu reitenden Dressuren der Klasse L Vanessa Rusche mit Hydalra, Henrike Horstmann mit Cyrano le beau und Theresa Vosskötter mit Hy Harley. Platzieren konnten sich die Beverstädter Amazonen hierbei nicht. In das Ergebnis mit einbezogen wurde die Dressur-Kür der Mannschaften im Wettkampf um die Jugendstandarte.

An dem Wettkampf um die Westfälische Vereinsmeisterschaft im Springen beteiligten sich zwei Vereine aus dem Kreisreiterverband Warendorf. Über die erste Prüfung, ein Springen der Klasse L, kamen drei von elf Vereinen nicht hinaus. Nach der zweiten Wertung (L-Springen mit Stechen) rangierte der RFV Warendorf mit Nicola von Spies auf Caprice S, Jan André Schulze Niehues auf Maerchenbraut, Ann-Kathrin Frenkel auf Attention und Christian Kukuk auf Chelsea an sechster Stelle (26,75 Strafpunkte). Der RFV Ostbevern folgte mit Sabrina Rusche auf Daylight, Vanessa Rusche auf Sydney Symphonie, Meike Schnee auf Bazanit und Kristina Hollmann auf Bon Jovy an siebter Stelle (28). Christian Kukuk siegte in der zweiten Teilprüfung. Kristina Hollmann, folgte hier an sechster Stelle. In der ersten Runde konnte sie einen zweiten Platz für das Mannschaftsergebnis einbringen. In der Vereinsmeisterschaft siegte der Landw. RV Kalthof mit vier Strafpunkten vor dem RV Greven (8) und dem ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen (12).

Wie bei der Provinzial-Jugendstandarte dominierte der RV „St. Georg“ Saerbeck auch bei den Westfälischen Pony-Mannschaftsmeisterschaften. Er erzielte über alle Teilprüfungen 80,45 Punkte. Auf den Edelmetallplätzen folgten der ZRFV „Lützow“ Selm-Bork-Olfen (73,31) und der RV Rhede-Krommert (72,06). Hugo Lackhoves Equipe durfte sich über den fünften Platz in der Kombinierten Prüfung der Klasse A freuen (71,72). Für den RFV Ostbevern gingen dabei Eike Riegelmeier mit Nemo, Sabrina Rusche mit Top Lord Valeur, Lara Schapmann mit Dalcassian, Franziska Koßmeier mit Nemo vom Purnitzgrund und Anna Wieler mit Rocko Goldstar an den Start. Am erfolgreichsten war Lara Schapmann mit ihrem dritten Platz beim Springen und dem siebten Platz im Gelände. Franziska Koßmeier folgte beim Springen an vierter Stelle, während Sabrina Rusche mit Rang 5 für für ihre Mannschaft in der Dressur punktete.

In der Westfälischen Meisterschaft der Pony-Vielseitigkeit siegte Amelie Lupp (RV „St. Georg“ Saerbeck) auf Defilee de mode mit 22,50 Strafpunkten vor Judith Helmer (ebenfalls Saerbeck) auf Top Nadine (25,50). Bronze ging an die Warendorfer Amazone Leslie Minklei und Take your time Fatima (34,50). Sie blieben im Gelände und beim Springen strafpunktfrei, so dass die Strafpunkte allein aus der Dressur kommen. Das Ergebnis dürfte die ehrgeizige junge Dame nicht ganz zufrieden stellen. Vielleicht hilft es auch, Fatima das eine oder andere Mal ein wenig Ruhe zu gönnen, damit sie zu den wichtigen Veranstaltungen in Bestform ist. Josephine Volmary (RFV Rinkerode) und Mac Roy wurden in der Kombinierten Wertung mit 45 Strafpunkten an siebter Stelle notiert. Auf Platz 11 folgte Nils Trebbe (RV „Gustav Rau“ Westbevern) auf Bingo mit 49,50 Strafpunkten.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/284426?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57557%2F719252%2F719258%2F
Nachrichten-Ticker