Warendorf
Förster, Nowag und Lange geben den Ton an

Montag, 26.09.2011, 14:09 Uhr

Kreis Warendorf - Überragender Verein der Meisterschaften 2011 des Kreisreiterverbandes Warendorf war der RFV Ostbevern . Bei den vom RFV Vornholz auf der Reitanlage „Clemens von Nagel-Doornick“ in Ostenfelde ausgerichteten 18 Prüfungen ging er in den Mannschaftswettkämpfen um die Standarte des Kreises Warendorf und den U16-Cup als Sieger hervor. Darüber hinaus stellte er mit Carolin Nowag und Josef Cappenberg die Einzelsiegerin in der Dressur und den Vizemeister der Vielseitigkeitsreiter.

Im Wettkampf um die Kreisstandarte, auch Mannschaftsmeisterschaft genannt, folgten, Novum in der Geschichte dieses Wettbewerbs, gleich zwei Equipen an zweiter Stelle, der RFV Warendorf und der RFV Vornholz. Sie konnten jeweils 1.185 Punkte auf ihrem Konto verbuchen, während es die Ostbeverner Amazonen und Reiter mit ihrer Mannschaftsführerin Barbara Möllers auf 1265 Zähler gebracht hatten. Auf den Plätzen folgten die Reitervereine Oelde (1175), Milte-Sassenberg (1155), Sendenhorst (1145), Rinkerode (1140), Ahlen (1135) und Geisterholz (1055).

Innerhalb des Standartenwettbewerbs war die Mannschafts-Dressurkür der Klasse A die Teilprüfung, die im Kreis der Reitsportfreunde die größte Aufmerksamkeit erregte. Hier gaben mit Melina Berger auf Cascadeur, Christin Möllers auf Clandestino, Stefan Cappenberg auf Pharo H und Beate Krämer auf Topfidelia drei Amazonen und ein Reiter des RFV Ostbevern den Ton an. Für ihre Leistung erhielten sie die Wertnotensumme 52,60. Der RFV Ahlen folgte mit glatten 49 Punkten, die Ramona Füchtenhans mit Felix, Lisa-Marie Förster mit Foresters boy F, Frederieke Wenning mit Rhea Noire und Marina Papenkort mit Pik Sir gesammelt hatten. Der RFV Warendorf folgte mit Ann-Kathrin Frenkel auf Frida Kahlo, Claire Venherm auf Rolanda, Cassandra Götsch auf Da Vinci und Frederike Weitkamp auf Guillermo R an dritter Stelle (47.70).

Größte Freude über den Mannschaftssieg des RFV Ostbevern im Wettstreit um den U16-Cup dürfte bei Hugo Lackhove geherrscht haben. Denn es war seine Ponyequipe, die der Konkurrenz mit 126,11 Punkten vorauseilen konnte. Und damit ging nicht allein der Wanderehrenpreis, der 2010 erstmals ausgelobt worden war, an Kim Riegelmeier auf Nemo, Antonia Boensma auf Rosenstolz, Inga-Christin Baalmann auf Sugar-Low und Marina Leimkühler auf Marengo, sondern zugleich der Ponywimpel, den die erfolgreichste reine Pony-Mannschaft innerhalb des Cup-Wettbewerbs erhält. Diese doppelte Last trug Hugo Lackhove gern.

Der zweite Platz im Mannschaftswettstreit des Nachwuchses ging an den Vorjahressieger RFV Rinkerode (123,80). Dafür hatten Nicole Lechtermann mit Nawita, Luca-Marie Peveling mit Nesquik, Sophie Richter mit Ghandy und Hannah-Luisa Richter mit Nagano gesorgt. Das dritte Edelmetall sicherte sich der RFV Oelde mit 122,70 Punkten. Auf den Plätzen folgten Albersloh I (121,48) und II (121,31); Vornholz/Alverskirchen-Everswinkel (119,76), Westbevern (117,82), Sendenhorst (117,47), Geisterholz (116,48) und Milte-Sassenberg (116,70).

Gold in der Einzelwertung des U16-Cups blieb auf Schloss Vornholz. Es siegte Mona Westhus auf Lesley mit der Wertnotensumme 40,10. Dahinter traten zwei Amazonen des RFV Ostbevern Equipe gemeinsam zur Siegerehrung an. Inga-Christin Baalmann und Marina Leimkühler teilten sich Silber mit jeweils 39.40 Zählern.

Bei den Einzelmeisterschaften gab es im Fach „Springen“ über die beiden ersten von drei Prüfungen ein Kopf-an-Kopf-Rennen von Günther Lange (RFV Sendenhorst) und Rene Sontag (RFV Warendorf). Beim abschließenden Springen der Klasse M patzte der Warendorfer Reiter mit Landstreicher dann allerdings an einem Hindernis und konnte so in das alles entscheidende Stechen nicht einziehen. Günther Lange zog mit Cheeky on Cloud hiervon völlig unbeeindruckt seine dritte Runde und steuerte kurz darauf im Stechen einen überlegenen Sieg an, der sich bei seinem Strafpunktfreien Ritt nach 42,56 Sekunden einstellte. Marcel Patrick Schniederkötter (RZFV Ennigerloh-Neubeckum) hatte auf Palermo kurz zuvor noch gezeigt, dass man durchaus ein wenig schneller unterwegs sein kann (41,64), musste hierfür jedoch vier Strafpunkte hinnehmen. Er wurde Vizemeister, wobei es den Meister des vergangenen Jahres trösten mag, dass ein Sieg im Stechen vor Günther Lange für eine Titelverteidigung nicht ganz gereicht hätte. Der dritte Platz beim Stechen (0/44,06) und in der Meisterschaftswertung ging an Frank Ostholt (RFV Vornholz) auf Cara Mia.

Im Fach „Dressur“ steuerte Carolin Nowag mit Diamond Child RB einen überlegenen Sieg an, der sich über drei Prüfungen auf L- und M-Niveau mit insgesamt 880 Punkten in der Meisterschaftswertung einstellte. Michaela Figgener (RV Geisterholz) und Feed Back bestätigten die Vizemeisterschaft des vergangenen Jahres (855), während Alexander Suntrup (RFV Sendenhorst), mit ihrem neuen Pferd „Freispruch“ an dritter Stelle platziert (820), auf gutem Weg ist, an ihre Erfolge vergangener Jahre wieder anzuschließen.

Nach ihrem überragenden Auftreten bei den Cross-Country-Days in Ostbevern die Woche zuvor, bestanden eigentlich keine Zweifel, dass Lisa-Marie Förster (RFV Ahlen) Sonntag die Meisterschaft im Kreis der Vielseitigkeitsreiter erringen wird, zumal das Ergebnis aus dem Ostbeverner Geländeritt schon mit eingebracht werden konnte. In der Dressur legte sie Samstag auf Forester´s Boy F die Wertnote 7,8 vor, die ihr allerdings erst den entscheidenden Vorsprung gegenüber der Konkurrenz sicherte. Fünf Strafpunkte beim abschließenden Springen konnte sie danach Sonntag verkraften, zumal Stefan Cappenberg auf Pharo H hier „mitpunktete“. Der gab sich danach mit dem zweiten Platz in der Kombinierten Wertung und mit der Vizemeisterschaft zufrieden, während das dritte Edelmetall und zugleich der dritte Platz in der Meisterschaftswertung ebenfalls an eine Ahlener Amazone ging, an Frederieke Wenning auf Rhea Noire.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/208114?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57557%2F719239%2F719243%2F
Nachrichten-Ticker