38. Emsseelauf der Warendorfer SU
Steffen Auerswald will im Rollstuhl starten

Warendorf -

Am 2. September veranstaltet die Leichtathletik-Abteilung der Warendorfer Sportunion den Emsseelauf. Dieser findet dann zum 38. Mal statt – in ununterbrochener Reihenfolge.

Freitag, 18.08.2017, 11:08 Uhr

Gruppenbild mit Steffen Auerswald: Der an ALS erkrankte Ausdauersportler, hier mit Organisatoren, Sponsoren und einem WSU-Team, will beim 38. Emsseelauf im Rollstuhl an den Start gehen.
Gruppenbild mit Steffen Auerswald: Der an ALS erkrankte Ausdauersportler, hier mit Organisatoren, Sponsoren und einem WSU-Team, will beim 38. Emsseelauf im Rollstuhl an den Start gehen. Foto: René Penno

Am Angebot wird sich nichts ändern: Von den kleinsten Sportlern bis hin zu den Spezialisten auf der Langstrecke ist wieder alles dabei. Nur am Zeitplan haben die Veranstalter um Cheforganisator Hermann-Josef Becker ein wenig gearbeitet: Die ersten Starts erfolgen rund eine Stunde später als sonst, die Bambini werden um 12.30 Uhr auf die 900 Meter lange Runde geschickt; die Schülerläufe über 2,5 Kilometer beginnen um 13 (Jungen) und 13.30 Uhr (Mädchen). „Wir haben das Programm ein bisschen komprimiert, um die Veranstaltung nicht unnötig in die Länge zu ziehen“, erklärt Hermann-Josef Becker.

Seit vor fünf Jahren die Staffeln ins Programm aufgenommen worden, hat sich auch dieser Wettbewerb stetig entwickelt. „Der wird sehr gut angenommen“, so Becker, seine WSU durfte jedes Jahr mehr Läufer im Freibad begrüßen. Auch diesmal gibt es die Kategorien Frauen-, Männer-, Mix- und Familien-Staffeln, neu sind die der einzelnen WSU-Abteilungen. Der Bernhard-Mersmann-Wanderpokal wird dann zum sechsten Mal vergeben.

Daran schließen sich um 15 Uhr die Läufe über fünf Kilometer an, ab 15.45 Uhr werden die Teilnehmer des Halbmarathons, der zehn Kilometer und die Walker über fünf und zehn Kilometer auf die Reise geschickt.

Start und Ziel befinden sich wie in den letzten Jahren auf dem Gelände des Freibades. Wegen des günstig liegenden Termin stellen die Strecken des Emsseelauf auch eine gute Vorbereitung für den eine Woche später stattfindenden Münster-Marathon dar.

Dort will auch Steffen Auerswald mitmachen. Es wird die elfte Teilnahme für den an ALS erkrankten Sportler aus Freckenhorst sein. Diesmal aber ist alles anders: Auerswald benötigt für den Marathon einen speziellen Rollstuhl, in dem er über die gesamte Distanz von 24 WSU-Läufern unterstützt und ins Ziel geschoben wird. Das Geld für diesen Rollstuhl spendet die WSU-Leichtathletikabteilung.

Wenn alles klappt, der neue Rollstuhl soll am 1. September geliefert werden, wird der Emsseelauf auch zum Test für Steffen Auerswald und das gesamte Team. Mit der Aktion „Stoppt ALS – alle laufen für Steffen!“ will Auerswald auf die Krankheit aufmerksam machen.

 

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