Bundeswehr-Sportschule Warendorf
Rehabilitation ist das Ziel

Warendorf -

In dieser Woche wurden die Sportstätten der Bundeswehr-Sportschule als Vorbereitung für zwei internationale Sport-Events genutzt: Deutsche Soldaten absolvierten unter der Anleitung ihrer Trainer und Therapeuten ein Trainingslager.

Freitag, 23.02.2018, 21:02 Uhr

Gut gelaunt bereiten sich diese Herren auf die Marine Corps Trials in den USA vor: von links Oberstleutnant Carsten Gideon (Gruppenleiter Sporttherapie), Hauptbootsmann Marcel Günther, Stabsfeldwebel Andreas Eggert, Hauptbootsmann Thorsten Kardel, Oberstabsgefreiter Felix Richter und Hauptmann Alexander Schneider (Trainer).
Gut gelaunt bereiten sich diese Herren auf die Marine Corps Trials in den USA vor: von links Oberstleutnant Carsten Gideon (Gruppenleiter Sporttherapie), Hauptbootsmann Marcel Günther, Stabsfeldwebel Andreas Eggert, Hauptbootsmann Thorsten Kardel, Oberstabsgefreiter Felix Richter und Hauptmann Alexander Schneider (Trainer). Foto: Max Babeliowsky

Oberstleutnant Carsten Gideon , der Leiter der Sporttherapie für Einsatzgeschädigte in Warendorf, kümmert sich derzeit um 22 versehrte Soldaten: „Es geht uns nicht um Höchstleistungen. Aber jeder kann hier erfahren, dass er noch leistungsfähig ist.“

Vom 15. bis 24. März steigen in North Carolina die United States Marine Corps Trials, bei denen sich rund 250 Soldaten aus zahlreichen Ländern wettkampfmäßig im Bogenschießen, Radfahren, Rudern, Rollstuhlrugby, Schießen, Sitzvolleyball, Schwimmen und Rollstuhlbasketball messen.

Das zweite internationale Großereignis sind die Invictus Games, die im Oktober in in Sidney/Australien über die Bühne. Dort werden mehr als 500 Soldaten aus 18 Nationen in elf Sportarten an den Start gehen.

Trainingstage dienen der Wiederherstellung

Das Außergewöhnliche und Besondere der beiden Wettbewerbe ist die Tatsache, dass alle Teilnehmer in ihren beruflichen Einsätzen Beeinträchtigungen ihrer Gesundheit verschiedener Art hinnehmen mussten und zur Wiedererlangung beruflicher Perspektiven an teils langjährigen therapeutischen Maßnahmen teilnehmen mussten. Zu den Beeinträchtigungen gehören körperliche Verletzungen, Traumata und psychologische Erkrankungen aus kriegerischen Einsätzen. Teile dieser Wiederherstellungsmaßnahmen sind auch die Trainingstage in der Sportschule unter der Gesamtleitung von Gideon.

„Man kann gestärkt aus den traumatischen Erlebnissen herausgehen, wenn man die richtige Unterstützung erhält“, erklärt beispielsweise Felix Richter, der in Afghanistan in mehrere Gefechte verwickelt war.

Sportschul-Kommandeur Oberst Michael Maul hob hervor, dass die Ermöglichung der Teilnahme an den Spielen für die beeinträchtigten Soldaten mit hohen Anforderungen verbunden ist: „Andererseits ist darin eine Wertschätzung ihres beruflichen Einsatzes, keineswegs eine Heroisierung zu sehen. Die Rehabilitation ist das erste Ziel. Einen Medaillenspiegel wird es nicht geben, denn jeder, der teilnimmt, hat gewonnen.“

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