Fußball: Kreisliga A1 Münster
SC DJK Everswinkel: Doppelt hält viel besser

Everswinkel -

„Ein gelungenes Experiment“, lautet die Zwischenbilanz von Obmann Dieter Rengers nach den ersten drei Monaten. Der SC DJK Everswinkel beschreitet in dieser Saison schließlich unbekannte Wege:

Samstag, 13.10.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Samstag, 13.10.2018, 07:00 Uhr
Seite an Seite auf der Bank des SC DJK Everswinkel: Frederik Isselhorst (links) und Enver Rama kümmern sich als gleichberechtigte Trainer um den A-Ligisten, der nach neun Spieltagen den achten Platz einnimmt.
Seite an Seite auf der Bank des SC DJK Everswinkel: Frederik Isselhorst (links) und Enver Rama kümmern sich als gleichberechtigte Trainer um den A-Ligisten, der nach neun Spieltagen den achten Platz einnimmt. Foto: Dirk Böckmann

„Ein gelungenes Experiment“, lautet die Zwischenbilanz von Obmann Dieter Rengers nach den ersten drei Monaten. Der SC DJK beschreitet in dieser Saison schließlich unbekannte Wege: Erstmals in der Vereinsgeschichte leitet ein gleichberechtigtes Trainerduo die erste Fußballmannschaft.

Die Idee, den Everswinkeler Frederik Isselhorst (33) und den Warendorfer Enver Rama (37) als Gespann zu installieren, kam von der Mannschaft und Isselhorst selbst, der Vorstand war einverstanden. „Die Trainingsbeteiligung ist klasse, die Stimmung und der Zusammenhalt der Truppe sind gut. Zudem halten die beiden Trainer regelmäßig Kontakt mit der 2. und 3. Mannschaft. Bis jetzt ist das Experiment vollauf geglückt. Und ich gehe schwer davon aus, dass das auch so bleibt“, ergänzt Rengers.

Drei Jahre gemeinsam gespielt

Das sehen auch die beiden Hauptdarsteller so. Isselhorst ist ein Urgestein des SC DJK, er hatte zuvor im Juniorenbereich trainiert und in der Ersten gespielt – darunter drei Jahre gemeinsam mit Enver Rama. „Wir hatten immer schon mal davon gesprochen, in Everswinkel zu trainieren. Wir haben beide die gleiche Einstellung zum Fußball, bevorzugen eine offensive Ausrichtung, kommunizieren fast täglich und verstehen uns blendend“, erzählt Isselhorst. Und wenn es mal unterschiedliche Meinungen bei der Mannschaftsaufstellung gibt? „Dann diskutieren wir so lange, bis einer den anderen überzeugt hat.“

„Das klappt zu zweit besser“

Bei den Ansprachen vor dem Spiel und in der Pause wechseln sich die beiden ab oder ergänzen sich, das Training leiten sie gemeinsam. „Das klappt zu zweit deutlich besser als allein. So kann beispielsweise einer Einzelgespräche führen, während der andere die Übungseinheit leitet. Für die Mannschaft war es anfangs sicher ungewohnt, zwei Trainer zu haben. Doch inzwischen haben sich die Jungs daran gewöhnt und dieses Modell akzeptiert“, freut sich Isselhorst.

Sein Kollege Enver Rama sieht das genauso so: „Die Zusammenarbeit funktioniert wirklich super, auch wenn es hin und wieder Meinungsverschiedenheiten wie beispielsweise bei der Größe des Kaders gibt. Ich habe da lieber einen etwas kleineren, Frederik einen größeren. Aber letzten Endes werden wir uns immer einig.“

Punktekonto behagt Rama nicht

Eine Sache gefällt ihm aber nicht so gut: „Sportlich läuft es nicht ganz nach Wunsch. Ich hätte schon gerne ein paar Punkte mehr auf dem Konto gehabt, weil ich in dieser Hinsicht sehr ehrgeizig bin. Spiele wie das 0:3 gegen Hoetmar ärgern mich doch mächtig, beim 0:0 gegen den FC Münster haben wir am Sonntag zwei Zähler liegen gelassen. Und das 1:6 bei Borussia Münster war natürlich auch nicht toll. Aber ich hoffe, dass die Mannschaft demnächst etwas konstanter spielt und sich im oberen Drittel festsetzen wird.“

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