Fußball: Frauen-Regionalliga
Warendorfer SU gibt noch lange nicht auf

Warendorf -

Zwei Spiele noch, dann ist Winterpause. Endlich, wird sich wohl manch eine Fußballerin der Warendorfer SU sagen. Schließlich lief es bisher alles andere als rund, die Sportunion befindet sich in akuter Abstiegsgefahr – und muss sich zudem nach einem neuen Trainer für die neue Saison umsehen.

Samstag, 08.12.2018, 08:00 Uhr
Möchten in der Rückrunde deutlich öfter jubeln als im ersten Saisonabschnitt: Neele Kesse (unten) und Zara Ellamaa.
Möchten in der Rückrunde deutlich öfter jubeln als im ersten Saisonabschnitt: Neele Kesse (unten) und Zara Ellamaa. Foto: René Penno

André Kuhlmann hat dem Verein jetzt mitgeteilt, dass er am Saisonende aufhört. Nach vier Jahren sei es an der Zeit, mal etwas anderes zu machen – ganz unabhängig von der derzeitigen sportlichen Lage, die nicht rosig ist. „Wir können alle die Tabelle lesen. Der Klassenerhalt ist momentan in weiter Ferne“, ist Kuhlmann angesichts von zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer realistisch, aber längst nicht hoffnungslos: „Wir haben uns lange noch nicht aufgegeben.“

Zwei Spiele noch, dann ist Winterpause. Endlich, wird sich wohl manch eine Fußballerin der Warendorfer SU sagen. Schließlich lief es bisher alles andere als rund, die Sportunion befindet sich in akuter Abstiegsgefahr.

„Wir können alle die Tabelle lesen. Der Klassenerhalt ist momentan in weiter Ferne“, ist Trainer André Kuhlmann angesichts zehn Punkten Rückstand auf das rettende Ufer realistisch, aber längst nicht hoffnungslos: „Wir haben uns lange noch nicht aufgegeben.“

Guter Beginn

Dabei hatte alles so gut angefangen aus Warendorfer Sicht. Am ersten Spieltag gelang mit dem Sieg über den VfL Bochum ein echter Coup. Doch es sollte der letzte Dreier in der Regionalliga bleiben, nur noch zwei weitere Pünktchen sammelten die Emsstädterinnen. So wuchs der Abstand auf einen Nichtabstiegsplatz immer weiter an. Zuletzt setzte es zwei 1:9-Niederlagen.

Positive Ansätze

Gegen Westfalenligist Siegen bedeutete das das Aus im Pokal, letzte Woche gelang Bochum – mit neuem Trainer nach enttäuschender Hinrunde erstarkt – die Revanche. Gegen den VfL sah Kuhlmann aber durchaus positive Ansätze: „Wir hätten auch fünf oder sechs Tore schießen können. Das würde uns mal guttun. So sieht das Ergebnis natürlich bescheiden aus.“

Viele Gründe

Die Gründe für die bislang schwächste Hinrunde in mittlerweile viereinhalb Jahren Regionalliga sind vielfältig. So haben manche Teams wie Bielefeld oder Bochum ganz andere finanzielle Möglichkeiten. „Und die Aufsteiger schwimmen noch auf einer Welle der Euphorie, das kennen wir ja auch“, erinnert sich Kuhlmann. „Außerdem waren wir ja nicht in jedem Spiel chancenlos.“

Wichtige Abgänge

Oft belohnte sich die WSU nicht für ihre guten Leistungen. Zudem hatte sie im Sommer einige schwerwiegende Abgänge zu verzeichnen. Mit Wiebke Tepe, Dana Homann, Maeva Joksch oder Laura Dahlkemper, um nur einige zu nennen, verließen wichtige Stützen die Kreisstadt. „Das kann man nicht so eben ersetzen“, betont Kuhlmann.

Verstärkungen gesucht

Daher halten die Warendorfer in der Winterpause nach Verstärkungen Ausschau. Dass das nicht ganz einfach ist, weiß auch Kuhlmann, der sagt: „Wir müssen im Winter halt gute Arbeit leisten.“ Damit meint er aber nicht nur die Suche nach neuen Spielerinnen: „Wir wollen uns bei den Hallenturnieren neues Selbstbewusstsein erarbeiten.“ Die Hoffnung hat bei der Sportunion auf jeden Fall noch niemand verloren: „Wir hatten neulich einen Mannschaftsabend und haben vieles angesprochen. Das Team funktioniert“, sagt Kuhlmann nicht ohne Stolz.

Bocholt kommt

Am Sonntag wartet allerdings eine hohe Hürde. Mit Bocholt kommt schließlich der Rangzweite. Auch wenn derzeit nicht viel für die Sportunion spricht, will sie natürlich punkten. Der hohe Favorit, der das Hinspiel mit 5:0 gewann, stellt die beste Abwehr und ist der einzige ernsthafte Verfolger von Spitzenreiter Arminia Bielefeld. Der Anpfiff erfolgt um 13.30 Uhr.

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