Fußball: Frauen-HKM
Rot-Weiße aus Alverskirchen überraschen

Warendorf -

Damit hatten sie nicht gerechnet – doch am Ende freuten sich Alverskirchens Fußballerinnen über die beste Platzierung der HKM-Geschichte.

Montag, 14.01.2019, 15:42 Uhr aktualisiert: 16.01.2019, 16:32 Uhr
Geschlossen fiebern die Bezirksliga-Fußballerinnen aus Alverskirchen mit Trainer Marcel von Empel (l.) beim erfolgreichen Neunmeterschießen im Viertelfinale gegen Borussia Münster mit.
Geschlossen fiebern die Bezirksliga-Fußballerinnen aus Alverskirchen mit Trainer Marcel von Empel (l.) beim erfolgreichen Neunmeterschießen im Viertelfinale gegen Borussia Münster mit. Foto: René Penno

„Ich glaube, selten war ein Trainer direkt nach zwei Niederlagen so zufrieden, wie ich es bin.“ Trainer Marcel von Empel, seit vergangenem Sommer mit seinem Kollegen Thorsten Sültemeyer für den Bezirksligisten DJK RW Alverskirchen verantwortlich, hat wohl vor der 17. Hallenkreismeisterschaft der Frauen in der Bundeswehr-Sportschule nicht damit gerechnet, dass seine jungen Spielerinnen im Feld der 33 Teams bis ins Halbfinale des Turniers vordringen. Überhaupt waren die Rot-Weißen die positive Überraschung der Meisterschaft.

Im Halbfinale gegen den Westfalenligisten Wacker Mecklenbeck gab es zwar eine klare 0:4-Niederlage, aber von Empel hatte eine nachvollziehbare Erklärung: „Die spielen auf einem Niveau, bei dem jeder eigene Fehler direkt – in der Regel mit einem Gegentor – bestraft wird. Aber ein Team aus dieser Liga ist für uns kein Gradmesser.“

Tatsächlich traten seine Schützlinge engagiert auf und versuchten auch nach vorn zu spielen. Was wiederum die erfahrenen Münsteranerinnen geschickt für sich zu nutzen wussten.

Im kleinen Finale gegen den SC Gremmendorf, ebenfalls zwei Ligen höher als Alverskirchen im Spielbetrieb, hielten die Außenseiterinnen vier Minuten lang das 0:0. Dann hatten die Gegnerinnen ein klares Übergewicht an Chancen und gingen auch 2:0 in Front. Immerhin gelang Katharina Deipenwisch zehn Sekunden vor dem Abpfiff noch der Ehrentreffer zum 1:2-Endstand.

Großen Anteil am Erfolg der Bezirksliga-Truppe hatte Torfrau Katharina Fronholt. Völlig verdient wurde sie am Turnierende auch persönlich geehrt: 31 Stimmen erhielt Fronholt bei der Wahl zur Torhüterin des Turniers. Die beste Spielerin, Jessy Kelly von Borussia Münster musste mit „nur“ 29 Stimmen zufrieden sein. Die Ex-Warendorferin Daniela Karmann vom SC Gremmendorf war mit zwölf Toren die erfolgreichste Goalgetterin.

Von ihrer eindeutigen Wahl zeigte sich die 23-jährige Katharina Fronholt, die seit zehn Jahren das Tor hütet, überrascht: „Ich habe mich gut gefühlt, aber mehr auch nicht.“ Gut, dass ihre Trainerin sie in der Jugend zur Keeperin umfunktioniert hatte.

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