Handball-Derby in der Münsterlandliga
Mett und Punkte für den Sieger im Derby zwischen der Warendorfer SU und dem SC DJK Everswinkel

Warendorf/Everswinkel -

Der Kassierer der Warendorfer SU darf sich am Sonntag die Hände reiben: Schließlich steht um 18 Uhr der Besuch des Nachbarn aus Everswinkel an, der ein volles Haus garantiert. Wichtiger als eine gute Einnahme ist den Gastgebern aber der Gewinn der beiden Punkte.

Freitag, 15.02.2019, 07:00 Uhr aktualisiert: 20.02.2019, 15:12 Uhr
Hofft darauf, dass er am Sonntag einen Heimsieg bejubeln kann: Warendorfs Coach Stefan Hamsen
Hofft darauf, dass er am Sonntag einen Heimsieg bejubeln kann: Warendorfs Coach Stefan Hamsen Foto: Dirk Böckmann

Schließlich benötigen sie einen Sieg, um ihr Saisonziel nicht aus den Augen zu verlieren. Die Warendorfer machen schließlich kein Hehl daraus, dass sie nach zwei verpassten Chancen im dritten Anlauf unbedingt den Sprung in die Landesliga schaffen wollen.

Das Team aus Everswinkel, aus der Landesliga abgesteigen und erheblich verjüngt, hat ganz andere Ziele. Zunächst einmal sollte der Klassenerhalt gesichert werden, was kein Problem ist. Die Mannschaft zeigte im Saisonverlauf zwar erhebliche Leistungsschwankungen, hat aber eindrucksvoll unter Beweis gestellt, dass sie in dieser Liga mit jedem Gegner mithalten kann. Das bekam auch die favorisierte WSU im Hinspiel zu spüren, das bis zum Abpfiff völlig offen verlief. 22 Sekunden vor dem Ende markierte Tim-Niklas Tönnies den Siegtreffer für die Warendorfer.

Während die Everswinkeler als Rangsiebter also völlig befreit aufspielen können, dürfen sich die Hausherren am Sonntag keinen Ausrutscher erlauben. WN-Redakteur Wolfgang Schulz hat den beiden Trainern Stefan Hamsen (WSU) und Thomas Steinhoff vor dem Derby einige Fragen gestellt.

Ist solch ein Derby wichtiger als alle anderen Spiele?

Hamsen: Wichtiger nicht, denn es gibt ja auch hier nur zwei Punkte für den Sieger. Aber es ist schon ein spezielles Match, weil sich Trainer und Spieler gut kennen und die Halle deutliche voller ist als bei anderen Spielen.

Steinhoff: Das Derby ist ein echtes Highlight, an dem sich die Spieler hochziehen. Daher ist der Stellenwert höher als bei jeder anderen Begegnung.

Läuft die Vorbereitung wie bei jedem anderen Spiel ab?

Hamsen: Ja, da gibt es keinen Unterschied. Wir trainieren zweimal, am Donnerstag erzähl ich meiner Mannschaft etwas über den Gegner. Videos schau ich mir vorher allein an. Und am Spieltag treffen wir uns eine Stunde vorher.

Steinhoff: Diesmal nicht. Wegen des Nachholspiels der Damen können wir am Donnerstag leider nicht trainieren. Aber dafür schauen wir uns gemeinsam ein Video der WSU an.

Ist die WSU auf Grund der Tabelle und des Heimvorteils favorisiert?

Hamsen: Auf jeden Fall, das wollen wir gar nicht abstreiten. Wir nehmen diese Rolle gerne an.

Steinhoff: Ja natürlich. Dazu kommt noch, dass wir ohne Harz spielen. Aber wir werden natürlich trotzdem versuchen, wie im Hinspiel bis zum Ende mitzuhalten.

Was gibt den Ausschlag über Sieg und Niederlage?

Hamsen: Ich hoffe, das unsere Erfahrung ein Pluspunkt ist, dass wir geduldiger und cleverer spielen und die jungen Everswinkeler zu Fehlern im Aufbau und Abschluss zwingen.

Steinhoff: Die Erfahrung spricht sicherlich für die WSU, Im Hinspiel hat Mittelmann Kevin Wedeler in der entscheidenden Schlussphase das Spiel entschieden. Ich hoffe natürlich, dass wir mit Tempo und Talent dagegenhalten können.

Gibt es eine Siegprämie?

Hamsen: Ja, ich bringe am Dienstag Mettbrötchen zum Training mit. Das habe ich als Spieler eingeführt und als Trainer beibehalten – aber nur nach Derbysiegen.

Steinhoff: Eigentlich nicht. Aber die Idee meines Kollegen finde ich klasse. Wenn wir gewinnen, bringe ich beim nächsten Training ein Kilo Mett mit – und eine Kiste Bier.

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Hamsen: Ich bin optimistisch: Wir gewinnen mit zwei bis vier Toren Unterschied.

Steinhoff: Ich tippe auf ein 28:28-Unentschieden.

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