Leichtathletik: DM in Leipzig
Torben Junker blitzschnell zum DM-Titel

Leipzig/Sassenberg -

Gute Leistungen hatte er schon lange gezeigt, jetzt folgte der große Coup: Der Sassenberger Torben Junker war bei der Hallen-DM der Schnellste über die Stadionrunde.

Montag, 18.02.2019, 23:00 Uhr aktualisiert: 19.02.2019, 12:57 Uhr
Der Augenblick des Triumphs: Im Finale über 400 Meter lässt Torben Junker (rechts) seinen Verfolger Marvin Schlegel hinter sich und holt sich den Titel des Deutschen Meisters.
Der Augenblick des Triumphs: Im Finale über 400 Meter lässt Torben Junker (rechts) seinen Verfolger Marvin Schlegel hinter sich und holt sich den Titel des Deutschen Meisters. Foto: dpa

Vor vor einem Jahr war es die silberne, diesmal brachte Torben Junker die Goldmedaille mit nach Hause. Bei der Deutschen Hallenmeisterschaft in Leipzig stürmte der ehemalige Sassenberger nach einem taktisch klugen Rennen über 400 Meter zum Titel. Mit 47,18 Sekunden verbesserte er bei seiner souveränen Vorstellung seine Hallenbestzeit um sechs Hundertstelsekunden.

„Ich kann es noch gar nicht richtig realisieren. Es hat endlich geklappt“, jubelte der 25-Jährige, der bereits im Vorlauf als Schnellster mit 47,44 Sekunden seine gute Form angedeutet hatte. „Vorne hat es sich relativ schnell angefühlt. Ab 150 Metern musste ich ordentlich Druck machen. Meine Taktik war es, als Erster einzubiegen. Das war im letzten Jahr mein großer Fehler, und ich hatte Angst, dass es schief gehen könnte. Ich habe viel für die Geschwindigkeit trainiert, die ich in der ersten Runde brauche. Im Rennen gab es kleinere Berührungen, die mich aber nicht behindert haben“, erklärte der im IT-Bereich arbeitende Läufer gegenüber leichtathletik.de.

Viel Freude herrschte am Sonntag auch in Sassenberg, wo Junker aufwuchs und sich immer mal wieder sehen lässt. Auch seine ehemalige Trainerin Birgit Lerchner hält nach wie vor Kontakt zu ihm. „Wir haben uns noch im Januar getroffen. Ich verfolge natürlich seinen Weg und bin stolz auf seine Leistung.“

Von sechs bis 19 trainierte Junker bei der LG Ems Warendorf, dann zog es ihn zu seinem jetzigen Verein, der LG Olympia Dortmund. Er steigerte sich von Jahr zu Jahr und holte sich 2018 bereits die Silbermedaille in der Halle. Am Sonntag folgte schließlich der ganz große Wurf.

Im vergangenen Sommer gehörte Junker zum Quartett der deutschen Leichtathletik-Teams, das in Berlin bei der Europameisterschaft startete und im Finale auf den achten Platz lief. Doch auch in der Heimat ließ sich Junker auf sportlichem Terrain sehen: Beim Warendorfer Emsseelauf im September startete er im Staffelwettbewerb. Da stand allerdings eindeutig der Spaß im Vordergrund.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6402094?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F3661143%2F94%2F57557%2F
„Pop kann großen Einfluss nehmen“
In manchen Liedern sind die politischen Botschaften eindeutig, beispielsweise im Punk. Im Schlager wie von Helene Fischer hingegen eher unterschwellig, sagt Dr. Kerstin Wilhelms vom Germanistischen Institut der WWU.
Nachrichten-Ticker