Pferdesport: Voltigieren
Silber auf dem trabenden Barren: Warendorf belohnt sich mit Rang zwei

Warendorf -

Wie im vergangenen Jahr holte die Voltigier-Mannschaft des RuFV Warendorf den zweiten Platz beim Westfalenpokal. Das Team von Longenführerin Renate Fockenbrock zeigte eine starke Leistung, mit einem kleinen Wackler in der Kür. Was soll auch schon passieren, wenn man einen Doktor im Team hat?

Dienstag, 02.07.2019, 17:20 Uhr aktualisiert: 02.07.2019, 17:31 Uhr
Das Gruppenbild (links) zeigt das gestartete Team: Renate Fockenbrock, Leonie Upmann, Hanna Kortenbreer, Maja Hemkemeier, Hannah Stapel und Marlen Lütke-Hockenbeck.
Das Gruppenbild (links) zeigt das gestartete Team: Renate Fockenbrock, Leonie Upmann, Hanna Kortenbreer, Maja Hemkemeier, Hannah Stapel und Marlen Lütke-Hockenbeck. Foto: RuFV Warendorf

Die Welt des Frauen-Turnens dreht sich im Wesentlichen um vier Geräte: Den Balken, den Stufenbarren, den Sprung und den Boden. Jedes einzelne von ihnen verlangt den Athleten Beweglichkeit und Koordination sowie Kraft und Durchhaltevermögen ab. Eines aber ist allen gemein: sie sind unbeweglich.

Wenn Dr. Pepper hingegen antrabt, dann sind Voltigiererinnen auf seinem Rücken froh, wenn er einen ruhigen Tag erwischt. Beim Westfalenpokal in Amelsbüren hatte das Vereinspferd einen eben solchen: Er selbst wurde als bestes Pferd der Veranstaltung ausgezeichnet und trug die Mannschaft des RuFV Warendorf zur Silbermedaille. Das Team von Longenführerin Renate Fockenbrock wiederholte damit den Erfolg vom Vorjahr, wo die Emsstädter ebenfalls auf Rang zwei landeten.

„Eine fantastische Leistung“, lobte Fockenbrock ihre Mannschaft – und natürlich auch Dr. Pepper. „Auch für ihn war es eine Ausnahmesituation. Zum einen hat ihm die Hitze zugesetzt, zum anderen ist ein Auftritt in solch einer Halle auch nicht alltäglich für ihn.“ An drei Seiten war die Bahn mit Tribünen eingerahmt, auf der sich zahlreiche Zuschauer – darunter auch viele Warendorfer – drängten. Eine „Spitzenleistung“ bescheinigte Fockenbrock ihrem Doktor.

Strenge Noten des Kampfgerichts

Der RuFV schickte in der Leistungsklasse 4 (M*) Finnja Koch, Hannah Stapel, Leonie Upmann, Hanna Kortenbreer, Maja Hemkemeier und Marlen Lütke-Hockenbeck ins Rennen. „Das Pflichtprogramm ist sehr gut gelaufen. Bei der Kür gab es zu Beginn einen kleinen Wackler“, fasste Fockenbrock zusammen. Davon habe sich ihre Mannschaft zwar nicht verunsichern lassen, am Ende mag aber dieser kleine Fauxpax den Ausschlag im Rennen um den Pokalsieg gegeben haben. Mit der Wertnote 5,977 lagen die Warendorferinnen nur 0,039 Punkte hinter dem Siegerteam vom RFV Elveter Heide.

Zwar habe man bereits bessere Noten bekommen – die prominent besetzte Jury, unter anderem mit der ehemaligen Bundestrainerin, legte aber andere Maßstäbe für die Vergabe der Noten an. Sei es drum: Das Leistungsniveau der Mannschaft sorgte allenthalben für große Freude – nicht nur bei Longenführerin Fockenbrock sondern auch bei den Co-Trainerinnen Evelin Christin Müller und Christin Lütke-Hockenbeck.

Lütke-Hockenbeck für DM nominiert

Am Ende des Wettkampftages sprang für eine der Warendorferinnen sogar eine DM-Nominierung heraus: Marlen Lütke-Hockenbeck startete mit ihrer Teampartnerin Carolin Reckordt (ehem. RuFV Warendorf, derzeit RuFV Amelsbüren) in der Doppel-Konkurrenz und belegte Rang zwei (WN 7,274). Damit qualifizierte sie sich für die Deutsche Meisterschaft, die vom 9. bis 11. August im hessischen Alsfeld ausgetragen wird.

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