Fußball: Bezirksliga 7
Straßen-Kicker des TuS Freckenhorst fressen Kilometer auf dem Asphalt

Kreis Warendorf -

Die Einteilung der Bezirksligen beschert ein paar Überraschungen. Der TuS Freckenhorst ist zwar weiter in der Staffel 7 beheimatet. Doch neue, weit entfernte Ziele sorgen dafür, dass sich die heimischen Fußballer abseits des Platzes zu Straßen-Kickern entwickeln, die auf dem Asphalt jede Menge Kilometer fressen werden.

Montag, 08.07.2019, 05:00 Uhr aktualisiert: 12.07.2019, 15:32 Uhr
Ein Wiedersehen zwischen den Kickern des TuS Freckenhorst und des SV Drensteinfurt gibt es auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga 7.
Ein Wiedersehen zwischen den Kickern des TuS Freckenhorst und des SV Drensteinfurt gibt es auch in der kommenden Saison in der Bezirksliga 7. Foto: René Penno

Der Verband hatte bei der Staffeleinteilung der Bezirksligen wieder ein paar kleine Überraschungen parat. Zwar blieben die beiden heimischen Teams aus Freckenhorst und Drensteinfurt der Staffel 7 erhalten, doch die Zusammensetzung hat sich deutlich verändert.

Drei Landesliga-Absteiger in der Staffel

Als einzige der zwölf Bezirksligen nimmt die Staffel 7 gleich drei Landesliga-Absteiger auf. Mit der SG Bockum-Hövel ( Landesliga 4 – Münsterland) und Hammer SpVg 2 (Rückzug aus der Landesliga 3 – Ruhrgebiet) war bereits gerechnet worden. Dass nun aber mit Viktoria Rietberg auch ein Absteiger aus der Landesliga 1 (Ost) hinzukommt, war einigermaßen überraschend. Noch größer war dann aber die Überraschung, dass die ebenfalls aus dem Kreis Gütersloh stammenden Vertreter des FSC Rheda und SC Wiedenbrück 2 nach zwei Jahren wieder in die Staffel 2 (Gütersloh/Bielefeld) umgruppiert wurden.

GW Allagen erstmals dabei

Auch bei den Aufsteigern hatte der Verband eine Überraschung parat. Der Meister der Kreisliga A Lippstadt, TuS GW Allagen, wurde erstmals der Staffel 7 zugeschlagen. Allagen stieg 2018 aus der Staffel 4 (Hochsauerland) als Drittletzter ab, kehrte nun nach nur einem Jahr direkt wieder zurück, aber in die Gruppe Hellweg Nord. Mit lediglich einem Punkt Vorsprung auf den TuS Ehringhausen setzten sich die Grün-Weißen durch, die in der Nähe des Möhnesees beheimatet sind. Die weiteren Zugänge Westfalen Liesborn (Beckum), das 2016 nach vier Jahren aus der Staffel 7 abgestiegen war, und SW Hultrop, Rückkehrer nach nur einem Jahr Abstinenz, waren erwartet worden.

TuS fährt 632 Kilometer

Für die heimischen Teams erhöhen sich damit die Fahrtwege. Insbesondere die exponierte Stellung des TuS Freckenhorst, der durch den Abstieg von Ennigerloh und die Umgruppierungen von Wiedenbrück 2 und Rheda drei kurze Anreisen verlor, wird in der kommenden Saison mehr Zeit auf der Straße verbringen müssen. 632 Kilometer muss der TuS zurücklegen, um die 15 Spielorte zu erreichen. Die weiteste Fahrt führt zum TuS Allagen, der 64 Kilometer entfernt beheimatet ist. Am nächsten liegt dagegen Nachbar SV Drensteinfurt mit einer Entfernung von 25 Kilometern. Im Schnitt dauert die Anreise für die Freckenhorster Straßen-Kicker zu einem Auswärtsspiel 44 Minuten – etwa so lange wie eine Halbzeit auf dem Rasen.

SV Drensteinfurt etwas weniger auf der Straße

Der SV Drensteinfurt hat dagegen „nur“ 552 Kilometer herunterzuspulen und freut sich zumindest fahrttechnisch über die beiden Absteiger aus Hamm, denn Bockum-Hövel ist mit 16 Kilometern der nächstgelegene Spielort, gefolgt vom 17 Kilometern entfernten Hamm mit der Zweitvertretung der Spielvereinigung. Auch für Drensteinfurt ist der TuS Al­lagen am weitesten entfernt (61 Kilometer).

Kreis Soest stellt fünf Vereine

Der Kreis Münster/Warendorf konnte mit Freckenhorst und Drensteinfurt seine beiden Plätze in der Staffel 7 verteidigen. Der Kreis Soest gewann mit Hultrop ein Team hinzu, stellt nun also fünf Vertreter und ist somit die zahlenmäßig stärkste Kraft der Liga.

Erneut mit drei Teams geht der Kreis Unna/Hamm in die Saison, obwohl mit der Reserve aus Rhynern und RW Unna zwei Vertreter in die A-Liga abgestiegen sind. Aber aus der Landesliga stießen die SG Bockum-Hövel und die Hammer SpVg 2 hinzu.

Westfalen Liesborn ist zurück

Der Kreis Beckum konnte mit Westfalen Liesborn die Zahl seiner Vertreter auf zwei aufstocken, während der Kreis Lippstadt seinen A-Liga-Meister SV Geseke erneut nach nur einem Jahr verlor und durch den TuS Allagen ausgetauscht hat. Der Kreis Gütersloh verliert einen Verein und schickt künftig zwei Teams ins Meisterschaftsrennen.

Ein Blick in die Nachbarstaffeln zeigt ein durchaus unausgewogenes Bild hinsichtlich der Liga-Stärke. So gehen die Staffel 3 (Paderborn) und 11 (Emsland) mit jeweils 18 Teams in Rennen, während die Staffeln 4 (Hochsauerland) und 9 (Gelsenkirchen/Recklinghausen) nur eine Stärke von 15 Vertretern aufweisen.

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