Triathlon in Hamburg
Nur die Elite ist schneller als Sascha Thiel

Warendorf -

Obschon man Triathleten nachsagt, sie seien Einzelgänger, sind Wettkämpfe oftmals wie ein kleines Familientreffen. Als Dreikämpfer leidet man ja gleich in mehreren Disziplinen Qualen – das verbindet offenbar.

Mittwoch, 10.07.2019, 14:14 Uhr aktualisiert: 10.07.2019, 14:56 Uhr
Normalerweise ist der Hamburger Jungfernstieg die Flaniermeile der Hansestadt. Am vergangenen Wochenende fand dort an der Binnenalster die größte Triathlonparty Deutschlands statt.
Normalerweise ist der Hamburger Jungfernstieg die Flaniermeile der Hansestadt. Am vergangenen Wochenende fand dort an der Binnenalster die größte Triathlonparty Deutschlands statt. Foto: Witters

Nun ist der Warendorfer Sascha Thiel durchaus ein geselliger Typ. Beim Hamburger Wasser World Triathlon hielt er sich trotzdem nicht sonderlich lange mit den Kollegen auf und zeigte der gesammelten Konkurrenz die Fersen. 3300 Athleten gingen über die Sprintdistanz (500m/20km/5km) an den Start – am Ende blieben 3296 von ihnen hinter dem Warendorfer. Ein sagenhaftes Resultat.

Für den Ausdauersportler Thiel, der ohnehin erst im vergangenen Jahr vollends auf die Sportart Triathlon wechselte, war es die Premiere in der Hansestadt. „Die Atmosphäre ist schon einmalig. Über 10 000 Athleten starten dort. Im Rahmen des Weltcups treten die weltbesten Triathleten gegeneinander an“, sagt der Warendorfer.

Sascha Thiel

Sascha Thiel Foto: Privat

In knapp 30 Wellen schickten die Organisatoren jeweils 150 Athleten in die Binnenalster. Während die erste Startgruppe bereits um 7 Uhr in die Fluten sprang, startete Thiel um 8.02 Uhr. Obwohl die Wassertemperatur mit 18 Grad frisch und dadurch der Neoprenanzug als Kälteschutz erlaubt war, entschied sich der gelernte Schwimmer gegen das Tragen des Anzugs. „Ich wollte Zeit sparen“, erklärte er seine Entscheidung – mit der er goldrichtig lag.

Blitzstart

Er erwischte einen super Start, schwamm allein vorneweg und holte sogar einige Athleten ein, die in der Startgruppe vor ihm gestartet waren. Die 500 Meter absolvierte er in 6:43 Minuten – bereits zu diesem Zeitpunkt lag er in der Gesamtwertung auf Rang sieben. In der „längsten Wechselzone der Welt“ galt es trotz vieler Überholmanövern keine Zeit zu verlieren. Sowohl zur Radstrecke als auch vom Rad zurück mussten die Räder fast 500 Meter über den Balindamm geschoben werden.

Steigerung

Die 20 Kilometer durch die Hamburger Innenstadt brachte er in 30:20 Minuten hinter sich. Erneut hatte er sich um einen Rang verbessert. Beim abschließenden Fünf-Kilometer-Lauf (18:43min) lief er direkt mit einem hohen Tempo an und schaffte es sogar, die Geschwindigkeit auf der zweiten Hälfte zu steigern. Nach 1:01,50 Stunden hatte er das Ziel erreicht.

Drei Südafrikaner schneller

„Dann musste ich noch warten, bis alle anderen im Ziel waren. Als ich auf meinem Handy den Zwischenstand checken wollte, sah ich aber schon, dass ich auf Rang vier war“, erklärt Thiel. Mittags dann die Gewissheit: Der Warendorfer ist Vierter – und das bei einer der größten Triathlonveranstaltungen Deutschlands. „Nur drei Athleten aus dem südafrikanischen Jugend-Nationalkader waren vor mir.“

► WSU-Athlet Christian Stratmann startete in Hamburg über die Olympische Distanz (1,5km/40km/10km) und erreichte nach 2:28,31 Stunden das Ziel.

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Am kommenden Wochenende steht für Thiel bereits der nächste Wettkampf an: In Verl geht er mit seinem Vereins- und Trainingskollegen Jann-Paul Jakisch über die Olympische Distanz an den Start.

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