Handball: Bezirksliga
Warendorfer SU mit neuem System und neuem Ziel

Warendorf -

Dreimal in Folge wollten Warendorfs Handballer seit dem Abstieg aus der Landesliga die Rückkehr perfekt machen – dreimal scheiterten sie als Dritter hauchdünn. Jetzt formuliert der Club ein neues Ziel.

Samstag, 13.07.2019, 11:00 Uhr aktualisiert: 14.07.2019, 15:56 Uhr
Geht seit dieser Saison nicht mehr für die Warnedorfer SU, sondern die Ahlener Reserve auf Torejagd: Noel Schemann.
Geht seit dieser Saison nicht mehr für die Warnedorfer SU, sondern die Ahlener Reserve auf Torejagd: Noel Schemann. Foto: Dirk Böckmann

„Wir werden nicht mehr vom Aufstieg sprechen, diesmal reicht uns ein guter Mittelfeldplatz. Schließlich haben wir mit Torjäger Noel Schemann und Routinier Peter Ellebracht zwei wichtige Spieler verloren“, erklärt WSU-Coach Stefan Hamsen.

Ellebracht, der aus gesundheitlichen Gründen ohnehin oft aussetzen musste, beendet seine Karriere, Schemann wechselte aus beruflichen Gründen zum Verbandsligisten Ahlener SG II. Und schließlich fällt Fabian Gerhards bis zum Januar aus, der Soldat ist bis dahin in Afghanistan.

Schemanns Abgang tut weh

Weh tut vor allem der Weggang von Schemann. „Noel hat in der vergangenen Saison rund 130 Tore gemacht, den können wir nicht mal eben ersetzen“, betont Hamsen, der aus der Reserve Cajus Hippler und Christian Schwaer hochzieht. „Zudem werden wir im Laufe der Saison auch mit einigen A-Jugendlichen arbeiten, die auf Dauer in der Ersten spielen sollen. Und daher werden wir in der neuen Saison aller Voraussicht nach mal nicht in der Spitzengruppe mitmischen“, vermutet Hamsen.

Offensive Deckung

Die Vorbereitung begann der Übungsleiter zwei Wochen eher als üblich, weil er ein neues System einstudieren möchte: „Die Deckung soll offensiver werden. 6:0 und 5:1 kann meine Mannschaft, jetzt studieren wir die 3:2:1-Formation ein – und das dürfte dauern.“

Allerdings führte diese Neuerung gleich im ersten Testspiel zu einem überraschenden Erfolg: Mit 25:24 setzten sich die Warendorfer bei Ahlens Reserve durch, für die auch Noel Schemann im Einsatz war. „Das hat nach nur einer Woche Training gut geklappt. Aber wir dürfen diese Partie und das Ergebnis auf keinen Fall überbewerten.“

Ein knappes Dutzend Testspiele und ein Trainingslager in der Bundeswehr-Sportschule stehen bis zum Saisonstart in zwei Monaten auf dem Plan, unter der Woche bittet der Coach zweimal in die Halle und einmal zu Laufen. Im August gibt es eine knapp zweiwöchige Pause, weil die Halle gereinigt wird.

Auftakt in Sendenhorst

Am 14. September im September wird es ernst, denn dann steht das erste Punktspiel beim Kreisrivalen in Sendenhorst auf dem Programm. Das Derby mit dem SC DJK Everswinkel folgt erst im neuen Jahr.

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