Fußball: Ewige Tabelle der Warendorfer Kreisliga A
Reserve des VfL Sassenberg jubelt vor 40 Jahren

Kreis Warendorf -

Der VfL Sassenberg II steigt in die Bezirksliga auf! Nein, das ist kein Rechtschreibfehler. Das passierte wirklich, wenn auch genau vor 40 Jahren.

Donnerstag, 08.08.2019, 13:30 Uhr
2. Mai 2004: Der TuS Freckenhorst bejubelt im Dauerregen unter Spielertrainer Richard Walz (unten links mit Kappe) den Sprung in die Bezirksliga.
2. Mai 2004: Der TuS Freckenhorst bejubelt im Dauerregen unter Spielertrainer Richard Walz (unten links mit Kappe) den Sprung in die Bezirksliga. Foto: Böckmann

Damals setzten sich die Hesselstädter mit einem komfortablen Vorsprung von sieben Zählern (im Zwei-Punkte-Modus) vor dem FC Greffen durch. Die Erste des VfL spielte damals in der Landesliga, war ein Jahr zuvor aus der Bielefelder Bezirksliga aufgestiegen. Die VfL-Reserve verbrachte dort allerdings nur ein Jahr und verschwand 1991 endgültig aus der Kreisliga A Warendorf.

Tolle Tordifferenz

Der Tabellenführer der heimischen A-Liga seit Einführung der Drei-Punkte-Regel 1995 ist die erste Mannschaft des VfL Sassenberg, die 19 von 24 Spielzeiten in dieser Klasse verbrachte. Allein die Tordifferenz von +781 ist imposant. Dagegen wirft die Torbilanz des Zweiten, BW Beelen, eher Fragen auf. 20 Jahre war Blau-Weiß dabei, holte 1,34 Punkte pro Spiel und leistete sich ein negatives Torverhältnis. Das zweitbeste Angriffs- und Abwehrverhalten hatten die Akteure der SG Sendenhorst. In nur 358 Spielen schossen sie 504 mehr als sie kassierten. Die Belohnung ist ein fünfter Rang.

Der SC Füchtorf, der gerade zum zweiten Mal nach 1995 den Abstieg in die B-Liga direkt korrigierte, hat in der neuen Saison die Chance, sich Platz zwei zu holen. Der BSV Ostbevern ist als Dritter nur einen Zähler entfernt und spielt weiterhin in der Kreisliga B. BW Beelen ist nur drei Punkte voraus.

76 Mannschaften in 40 Jahren

In den letzten 40 Jahren spielten in der Warendorfer A-Liga 76 Mannschaften, seit Einführung der Drei-Punkte-Regel waren es 61. Auch der SC Müssingen und DJK Alverskirchen tauchen in den Tabellen auf. Müssingens beste Platzierung war 1978/79 ein neunter Rang. 1982 ging es runter in die Kreisliga B, in der Saison 1999/00 tauchte der Klub einmal wieder auf, wurde allerdings Letzter und rutschte im Sommer nun ab in die Kreisliga C. Es ist nicht der einzige ehemalige A-Ligist, der in der kommenden Saison in der untersten Spielklasse antritt. Das Schicksal teilen sich die Müssinger mit vier weiteren Teams.

Alverskirchen verbrachte neun der letzten 40 Jahre in der Kreisliga A, seit 1995 nur noch zwei. Nachbar Everswinkel hat die Hälfte der 40 Jahre in der heimischen A-Liga zugebracht, in den vergangenen 23 Jahren waren es aber nur sieben Spielzeiten. A-Liga-Neuling Warendorfer SU stieg auf Platz 47 ein. Dafür verabschiedete sich die WSU-Reserve, die im Vorjahr in der Staffel Münster spielte. Ihre stärkste Phase hatte die Sportunion-Reserve bis 1988 mit drei vierten und einem dritten Platz. Seit 2005 kam sie über Platz zehn nicht hinaus.

Freckenhorst fünfmal Meister

Am häufigsten Meister wurde der TuS Freckenhorst, der in 40 Jahren fünfmal den ersten Rang belegte. Vor allem die frühen 80er-Jahre sind dafür verantwortlich, als der TuS ständig zwischen Bezirks- und Kreisliga A pendelte. Viermal wurde der VfL Wolbeck Meister. Unvergessen ist auch die Saison 1993/94. Der SC Hoetmar wollte seinen Bezirksliga-Abstieg ein Jahr zuvor direkt korrigieren. Am Saisonende waren Ostbevern und der SCH aber punktgleich. Ein Entscheidungsspiel entschied über den Aufstieg. Am 1. Juni 1994 setzte sich der BSV gegen Hoetmar vor 1800 Fans im Warendorfer Stadtstadion nach Verlängerung mit 4:1 durch. Hoetmar holte einfach ein Jahr später den Titel und kehrte für 16 Jahre in die Bezirksliga zurück.

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