Boxen: 1. Hiltruper Boxnacht
Elina Tissen rast im Eiltempo zum WM-Gürtel

Münster -

Die Warendorferin Elina Tissen ist neue Weltmeisterin des Verbandes WBF. Die 33-Jährige schlug Herausforderin Lara Ochmann (19) aus Leipzig deutlich. Ochmanns Team beendete das ungleiche Duell nach der vierten Runde.

Sonntag, 11.08.2019, 13:16 Uhr aktualisiert: 11.08.2019, 18:16 Uhr
Elina Tissen (links) war die dominierende Kämpferin im WM-Kampf gegen die Herausforderin Lara Ochmann.
Elina Tissen (links) war die dominierende Kämpferin im WM-Kampf gegen die Herausforderin Lara Ochmann. Foto: Ulrich Schaper

Dass der Name ein Vorzeichen ist – Nomen est omen – gilt als ausgemacht. Dass die erst 19-jährige Lara Ochmann dem Kampf gegen Elin the Machine alias Elina Tissen zugestimmt hatte, darf daher als äußerst mutig gewertet werden. Immerhin dürfte den meisten Gegnerinnen schon vorm ersten Gong klar sein, dass sie früher oder später von dieser 57 Kilogramm schweren Dampframme überfahren werden.

Wer Ochmann am Ende der vierten Runde sah, der wusste, dass es vorbei war. Die Zuschauer der 1. Hiltruper Boxnacht hatten einige unterhaltsame Kämpfe gesehen – keiner aber verlief so deutlich und einseitig wie dieser. Es gab Zuschauer in der ersten Reihe, die versuchten auf Trainer Christoph Zerbe und Betreuer René Hildebrand einzuwirken und forderten, dass Ochmanns Ecke bitte endlich das Handtuch werfen solle.

Boxen: Impressionen vom WM-Kampf Elina Tissens

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Zwar begann die Herausforderin ihren dritten Profi-Kampf mutig – Stück für Stück aber musste sie Tissen den Ring überlassen. Immer wieder deckte die 33-jährige Warendorferin ihre Kontrahentin mit harten Kombinationen ein. Nach zahlreichen Kopf- und Körpertreffern dann hatte Ochmanns Ecke tatsächlich ein Einsehen und bedeutete dem Ringrichter, die fünfte Runde nicht mehr beginnen zu wollen. Technischer K.o., so das offizielle Ende dieses WM-Kampfes um die Krone des Weltverbandes WBF.

Die Vorgeschichte des Kampfes war grotesk: 21 Absagen hatte sich Trainer und Manager Maiki Hundt im Verlauf des Jahres eingehandelt. Zweimal alleine ließ die Kenianerin Everline Odero die Verabredung mit dem Tissen-Boxstall platzen. Nun also Ochmann. Die 19-Jährige war kein Gradmesser. Für Tissen aber war es dennoch ein wichtiger Schritt zurück auf die große Boxbühne. „Mit dem WM-Gürtel im Gepäck wollen im kommenden Jahr zurück ins Fernsehen“, sagte Maiki Hundt über die Zukunftspläne. Tissen selbst war einfach nur glückselig. „Ich hätte mich natürlich etwas mehr präsentieren wollen, aber man macht halt nur so viel, wie von einer Gegnerin gefordert. Lara hat eine super Amateurlaufbahn – heute hat ihr die Power gefehlt, um mich ernsthaft zu fordern“, sagt Tissen. „Die letzten Monate mit dem vielen hin und her haben geschlaucht. Ich bin jetzt fast zehn Monate in der Vorbereitung. Jetzt gibt es eine Pause und dann greifen wir wieder an.“

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