Voltigieren: Deutsche Meisterschaften
RFV Warendorf: In Topform auf Platz vier

Warendorf -

Das ist ein unerwarteter Erfolg: Marlen Lütke Hockenbeck und Caroline Reckordt landeten bei den Deutschen Meisterschaften auf dem vierten Platz.

Donnerstag, 15.08.2019, 16:34 Uhr
Marlen Lütke Hockenbeck (oben) und Caroline Reckordt landeten mit Stute Philai auf Rang vier der Deutschen Meisterschaft
Marlen Lütke Hockenbeck (oben) und Caroline Reckordt landeten mit Stute Philai auf Rang vier der Deutschen Meisterschaft Foto: fotoina

Äußerst zufrieden und überglücklich waren die beiden Voltigiererinnen Marlen Lütke Hockenbeck und Caroline Reckordt über ihre Teilnahme an der Deutschen Meisterschaft in Alsfeld/Hessen. Das Duo sorgte für eine riesige Überraschung: Bei ihrem ersten Start als Doppel auf einem solch hochkarätigen Turnier errangen sie zusammen mit ihrer Longenführerin Alexandra Reckordt und ihrer Stute Philai Platz vier – obwohl sie in dieser Konstellation erst seit einigen Monaten zusammen trainieren.

Marlen Lütke Hockenbeck und die beiden Schwestern Caroline und Alexandra kennen sich bereits seit ihrer Kindheit. Damals voltigierten alle drei beim heimischen RFV Warendorf bereits erfolgreich gemeinsam in der ersten Mannschaft. Auch heute noch gehört Marlen Lütke Hockenbeck zu den Leistungsträgern des Warendorfer Vereins. Caroline Reckordt agiert erfolgreich als Einzelvoltigiererin zusammen mit ihrer Schwester an der Longe beim RFV Amelsbüren und ist Mitglied des Westfalenkaders. Sie zeichnet auch für das reiterliche Training ihrer Stute verantwortlich. Die Leidenschaft zu ihrem Sport und der Kontakt haben so viele Jahre überdauert und aus einer spontanen Idee wurde ein Erfolgsrezept.

Über zwei Qualifikationsturniere schaffte das Doppel auf Anhieb den Sprung zu den Westfälischen Meisterschaften, bei denen es sich überraschend nicht nur den zweiten Platz, sondern auch eine Nominierung für die Deutschen Titelkämpfe ergatterten. „Wir haben schon etwas darauf geliebäugelt. Aber dass es dann auf Anhieb klappt, war so nicht zu erwarten“, freute sich Lütke Hockenbeck.

Wie auf allen großen Wettbewerben stand nun in Alsfeld als allererstes die Verfassungsprüfung durch den Veterinär für Stute Philai auf dem Programm. Denn nur uneingeschränkt gesunde Pferde werden zu den Prüfungen zugelassen, bevor dann der erste Durchgang für die Doppelvoltigierer vorgesehen ist. Hier zeigte das junge Duo bereits, was man von ihnen erwarten kann und belegte in einem Starterfeld von 16 Paaren einen sensationellen dritten Platz.

Angefeuert von Freunden und Verwandten legten sie dann am Sonntag noch einmal an Leistung zu. Philai bewies wieder einmal, dass sie ein absolutes Verlasspferd ist und ermöglichte es dem Doppel, seine ausdrucksstarke und mit vielen schwierigen Elemente gespickte Kür zu präsentieren, die mit einer Wertnote von 7,836 Punkten belohnt wurde. In der Gesamtwertung bedeutete dies Rang vier.

Der Sieg und der Meistertitel gingen in diesem Jahr an das Doppel vom Voltigierverein Köln-Dünnwald das vor dem Paar aus Berlin-Brandenburg und dem zweiten Duo des RFV Amelsbüren landete.

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