Fußball: Kreisliga A1 Münster
Verlieren verboten – für SC Füchtorf und Warendorfer SU

Füchtorf/Warendorf -

Das Derby ist gleichzeitig ein Art Krisengipfel: Schlusslicht SC Füchtorf empfängt heute um 19.30 Uhr in einem vorgezogenen Match die seit drei Spieltagen sieglose Warendorfer SU.

Freitag, 27.09.2019, 06:19 Uhr aktualisiert: 30.09.2019, 17:06 Uhr
Am 11. Dezember 2011 fand das bislang letzte Punktspiel zwischen der Warendorfer SU und dem Füchtorf statt, der am Saisonende aus der Bezirksliga abstieg. Füchtorfs Patrick Grud (am Ball) bekommt es hier mit Pascal Witlandt (links) und Tobias Vieten zu tun,
Am 11. Dezember 2011 fand das bislang letzte Punktspiel zwischen der Warendorfer SU und dem Füchtorf statt, der am Saisonende aus der Bezirksliga abstieg. Füchtorfs Patrick Grud (am Ball) bekommt es hier mit Pascal Witlandt (links) und Tobias Vieten zu tun, Foto: René Penno

Seit acht Jahren gab es kein Punktspiel mehr zwischen Füchtorf und der Sportunion, jetzt steigt sofort ein äußerst brisantes. Schließlich brauchen beide Mannschaften dringend ein Erfolgserlebnis.

„Ich möchte nach dem Spiel nicht in der Haut der Verlierers stecken“, verriet Warendorfs Coach Lukas Krumpietz , der sein Team wieder in die richtige Spur bringen muss. Gegen Sendenhorst (2:4) und die Übermannschaft von Münster 08 (1:5) darf man sicher verlieren. Aber was sich die Sportunion am Sonntag beim 3:5 gegen Greffen in der zweiten Halbzeit abspielte, war schon sehr bedenklich.

„Absoluter Tiefpunkt“

„Das war der absolute Tiefpunkt, schlechter geht es nicht mehr. Viele Worte musste ich in dieser Woche nicht verlieren, denn die Jungs wissen selbst, was sie angerichtet haben. Die Mannschaft muss jetzt die Kurve kriegen und ganz anders als in den letzten Wochen auftreten. Ansonsten würden wir die Saison schon frühzeitig in den Sand setzten“, erklärte der WSU-Trainer.

Besonders geschockt haben ihn die 14 Gegentore, die seine Elf bei den drei Niederlagen kassierte. „In der vergangenen Saison war die Defensive unsere Stärke, davon ist derzeit überhaupt nichts zu sehen.“

Keine Spieler, wenig Tore

Vom Papier her steht die Abwehr der WSU am Freitag allerdings vor einer leichten Aufgabe, denn die Füchtorfer haben erst zwei Treffer erzielt. „Und mit Nazmi Muja fällt auch noch einer unserer beiden Schützen aus“, klagte SCF-Trainer Friddy Hofene , der die ganze Saison über (und in der Vorbereitung) mit Personalmangel zu kämpfen hatte. Vor einer Woche sagte der Club sogar das Match gegen Spitzenreiter Münster 08 deswegen ab, der Nachholtermin steht noch nicht fest.

Glückliches 1:0 reicht

„Klar, wir müssen nach den fünf Niederlagen langsam aber sicher mal anfangen zu punkten. Aber wir sind auch gegen die WSU nur krasser Außenseiter. Die Gäste dürften nach dem Spiel gegen Greffen mit Wut im Bauch auflaufen und alles tun, um sich zu rehabilitieren. Wir müssen dagegenhalten und sehen, dass wir ein Tor mehr schießen als die WSU. Mit einem glücklichen 1:0 wäre ich schon hoch zufrieden“, ergänzte Hofene, der unter anderem auch auf Keeper Niklas Versmold verzichten muss. Dafür stehen erstmals in dieser Saison Okay Parlar und Jan Böckenholt im Kader.

Bei der Sportunion ändert sich wenig gegenüber dem Greffen-Spiel: Niklas Fromme ist verletzt, dafür kommt Philipp Hövener wider dazu. „Die Aufstellung ist das eine, aber viel wichtiger ist die Einstellung. Ich hoffe, dass das alle Spieler inzwischen genau verstanden haben. Im Vorbeigehen kann man in dieser Liga keinen Gegner bezwingen“, betont Lukas Krumpietz.

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