Fußball: Kreisliga B2
WSU-II-Coach Axel Theres: „Jeder will der Erste sein, der uns schlägt“

Warendorf/Ostbevern -

Neun Spiele, neun Siege, 35:2 Tore und damit die derzeit unangefochtene Tabellenführung in der Fußball-Kreisliga B 2. Diese Bilanz der Reserve der Warendorfer Sportunion, Aufstiegskonkurrent des BSV Ostbevern, lässt aufhorchen.

Freitag, 18.10.2019, 06:00 Uhr
Axel Theres ist Coach beim B-Liga-Spitzenreiter WSU II.
Axel Theres ist Coach beim B-Liga-Spitzenreiter WSU II. Foto: Wegener

Grund genug, mit Trainer Axel Theres über diesen bisher perfekten Lauf zu sprechen.

Warum läuft es bisher so gut?

Theres: Weil im Moment einfach alles passt. Vom erstem Tag der Vorbereitung hat sich die Truppe gefunden.

Wirklich alles?

Theres: Die Jungs haben sich von Anfang an gut verstanden und das ist bei einem 28-Mann-Kader sicher nicht selbstverständlich. Schon beim ersten Training standen 26 Leute trotz Urlaubszeit auf dem Platz. Das ist schon überragend. Sonntags will jeder auf dem Platz stehen und jeder weiß, dass er dafür etwas tun muss. Man merkt, dass die Spieler alle richtig Bock haben.

Da gibt es doch bestimmt auch Härtefälle bei der Aufstellung?

Theres: Ja, aber auch das akzeptieren die Spieler. Es gibt Leute, die permanent trainieren, aber trotzdem auf die Bank müssen. Ich stelle oft nach Baugefühl auf, wer an dem Tag von zwei fast gleichwertigen Leuten vielleicht der Bessere ist.

Sie haben alle Spiele locker gewonnen, oder?

Theres: Sicher nicht. Telgte II war zum Beispiel gleichwertig, aber wir haben aus vier Chancen drei Tore gemacht. Oder in Freckenhorst: Da hatte unser Torwart Manuel Langenbach einen absoluten Sahnetag.

Neun Spiele und nur zwei Gegentore. Haben Sie eine überragende Defensive?

Theres: Es scheint so. Da spielen richtig gute Typen. Viele sind gleichwertig und da fällt es kaum auf, wenn jemand fehlt. Die Jungs können alle was. Der Vorteil des großen Kaders ist, wie zum Beispiel in Ostenfelde, dass, wenn zehn Mann nicht da sind, immer noch sechs auf der Bank sitzen.

Nach so einem Traumstart wollen Sie bestimmt Meister werden.

Theres: Wir wollen immer alle Spiele gewinnen. Ob das klappt, ist etwas anderes. Alle Spieler sind gut ausgebildet, viele haben schon in der Jugend für die WSU gespielt. Die Euphorie ist da und die Stimmung hervorragend. Für einen Trainer ist es da relativ einfach. Mal abwarten wie es ist, wenn wir zwei Spiele verlieren. Wir wollen aber natürlich, dass es möglichst lange so optimal weiterläuft.

Im Gegensatz dazu läuft es bei der Ersten Mannschaft ja gerade gar nicht gut. Weckt Ihr Abschneiden dort Begehrlichkeiten?

Theres: Die Erste hat eine ganz schwierige Phase. Wenn der Trainer sagt, dass er Leute braucht, dann bekommt er sie natürlich auch. Das ist ja auch schon einmal passiert. Ich erwarte auch von jedem meiner Spieler, dass er dann in der Ersten hilft. Das wissen die Jungs auch.

Einige Beobachter sagen, dass die Zweite die Erste zurzeit schlagen würde.

Theres: Das glaube ich ganz und gar nicht. Im Gegenteil. Die Erste spielt eine Klasse höher, das ist etwas ganz anderes als bei uns in der B-Kreisliga.

Sie haben gegen alle Verfolger schon gewonnen. Ist denn die Saison zugunsten der WSU II vorentschieden?

Theres: Natürlich nicht. Wir müssen jedes Spiel so angehen als wäre es der erste Spieltag. Wir müssen immer Vollgas geben, ohne geht es nicht. Und man sollte vor jeder Mannschaft Respekt haben. Die anderen können auch Fußballspielen. Mittlerweile ist jeder Gegner richtig gallig und will der erste sein, der uns einen Punkt abnimmt oder uns schlägt. Da müssen wir immer wach sein.

Müssen sie ihren Spielern das klarmachen?

Theres: Eigentlich wissen sie das. Wir kommunizieren aber ohnehin sehr viel zwischen dem Trainerteam und dem Mannschaftsrat mit sechs Spielern.

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