Fußball: Bezirksliga 7 - Halbzeitbilanz
Zur Saisonhälfte auf Rekordjagd – TuS Freckenhorst und SV Drensteinfurt stark gestartet

Kreis Warendorf -

Nach Ende der Hinrunde pausiert die Bezirksliga-Staffel 7 an diesem Wochenende für einen Sonntag. Zeit für eine Bilanz. Und die fällt für die heimischen Teams TuS Freckenhorst und SV Drensteinfurt ausgesprochen schmeichelhaft aus.

Freitag, 22.11.2019, 17:00 Uhr
Yannick Niehues (vorn) und der SV Drensteinfurt sind Tabellenführer Bockum-Hövel dicht auf den Fersen. Aber auch Maximilian Kretzer und der TuS Freckenhorst liegen auf Rang vier gut im Rennen.
Yannick Niehues (vorn) und der SV Drensteinfurt sind Tabellenführer Bockum-Hövel dicht auf den Fersen. Aber auch Maximilian Kretzer und der TuS Freckenhorst liegen auf Rang vier gut im Rennen. Foto: R. Penno

Von den beiden heimischen Teams aus Drensteinfurt und Freckenhorst legen am Wochenende nur die TuSler eine wirkliche schöpferische Pause ein, weil ihr Pokalspiel gegen Sassenberg ins nächste Jahr verlegt wurde. Drensteinfurt muss dagegen am Samstag (16 Uhr) beim SC Greven 09 ran.

Ansonsten schreiten beide Teams jedoch fast im Gleichschritt durch die Saison. Während der SVD Spitzenreiter SG Bockum-Hövel dicht auf den Fersen ist, lauert der TuS Freckenhorst auf Platz vier dahinter. „Wir wussten schon zu Beginn der Saison, dass wir über einen sehr guten Kader verfügen. Da wir bisher mit wenig Verletzungen durch die Saison gekommen sind, stehen wir nun auf Platz zwei und hoffen, dass wir in der Rückrunde auch weiterhin konstant gut spielen“, erläutert Drensteinfurts Trainer Oliver Logermann .

Ehemaliger Abstiegskandidat nun unter den Top-Teams

Auch beim TuS Freckenhorst herrscht Freude. „Mit Rang vier sind wir vollauf zufrieden. Man darf nicht vergessen, wo wir herkommen. Im Vorjahr wären wir fast abgestiegen, nun findet man uns oben in der Tabelle wieder“, erklärt Christian Franz-Pohlmann .

Dabei hätte der TuS dem Trio aus Bockum-Hövel, Drensteinfurt und Westönnen sogar noch enger auf den Leib rücken können, wenn er sich nicht am vergangenen Sonntag die erste Heimniederlage gegen Oestinghausen eingefangen hätte. „Personell sind wir auf dem Zahnfleisch gegangen. Zudem haben die beiden Top-Torjäger Pierre Jöcker und Stan Schubert gefehlt. Das war irgendwann nicht mehr zu kompensieren“, so Franz-Pohlmann. Dennoch ist er insbesondere mit den Heimvorstellungen seines Teams überaus zufrieden.

TuS holte zuletzt 2005/2006 so viele Punkte

Ein Blick in die Historie verrät, dass seine Mannschaft auf den Rekordspuren der Saison 2005/06 wandelt. 31 Zähler in 15 Spielen holte die Franz-Pohlmann-Truppe und stellte damit den Rekord der Walz-Elf aus dem Jahre 2005/06 ein. Damals wurde der TuS bekanntlich Vizemeister. Doch Franz-Pohlmann tritt auf die Euphoriebremse: „Vom Aufstieg sind wir weit entfernt. Wir haben eine junge Truppe, die sich erst entwickeln muss.“

SVD will um den Titel mitspielen

In Drensteinfurt hofft Coach Logermann indes, diesen doch realisieren zu können. „Wir haben ein sehr gutes Kollektiv, der Kader ist perfekt durchgemischt. Wenn wir weiterhin die Konstanz haben, können wir bis zum Ende um den Titel mitspielen.“ Auch die Drensteinfurter befinden sich auf Rekordkurs. Kein anderes Team kassierte so wenig Gegentreffer (0,8 pro Spiel). Die Torquote von 3,07 hat letztmals 2005 ein Drensteinfurter Team überbieten können (3,23), aber da spielte es noch in der Kreisliga B. Zudem haben die Stewwerter mit Diogo Costa einen überragenden Angreifer an Bord. „Diogo ist ein absoluter Führungsspieler. Er reißt das ganze Team mit“, lobt Logermann. Mit 16 Treffern führt er zusammen mit dem Oestinghauser Werthschulte die Torjägerliste an.

Drensteinfurt zu Beginn hellwach, Freckenhorst hat Comeback-Qualitäten

Die Drensteinfurter sind zu Beginn einer Partie immer schon hellwach. Die Torbilanz der Anfangsviertelstunde von 10:1 ist die beste der Liga. Zudem gingen sie am häufigsten mit 1:0 in Führung (zwölfmal) und gewannen elf dieser Spiele. Die Freckenhorster liefen hingegen schon sechsmal einem 0:1 hinterher. Doch deren Comeback-Qualitäten können sich sehen lassen. Die Hälfte dieser Partien gewannen sie. Obendrein genügt die Torbilanz der Schlussviertelstunde von 11:3 höchsten Ansprüchen. Nur Spitzenreiter Bockum-Hövel (12:1) und Westönnen (14:5) waren erfolgreicher.

Zu kritisieren hatten wohl auch deshalb beide Trainer kaum etwas. Schmerzhaft für den TuS war allenfalls der 2:3-Auftritt beim Abstiegskandidaten Liesborn. Oliver Logermann hadert dagegen immer noch mit dem Sönnern-Spiel: „Da liegen wir bis zur 90. Minute mit 1:0 in Führung und lassen noch zwei Gegentore zu und kassieren eine Rote Karte. Solche Punktverluste tun richtig weh.“

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