Handball: Junioren-Nationalmannschaft
U20-Nationaltrainer sieht optimale Bedingungen in Warendorf

Warendorf -

Für Martin Heuberger, Bundestrainer der U20-Handball-Nationalmannschaft, ist die Sportschule der Bundeswehr in Warendorf eine der ersten Adressen, wenn es um mehrtägige Lehrgänge mit seinen Spielern geht. Das betont er im Gespräch. Von Montag bis Donnerstag sind Heuberger, sein Trainerstab und 17 Auswahlspieler aus ganz Deutschland an der Dr.-Rau-Allee zu Gast.

Mittwoch, 04.12.2019, 20:00 Uhr
Gibt die Richtung vor: Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger will jeden einzelnen Nachwuchsspieler weiter nach vorne bringen. Der Lehrgang in Warendorf ist ein Baustein auf dem Weg.
Gibt die Richtung vor: Junioren-Bundestrainer Martin Heuberger will jeden einzelnen Nachwuchsspieler weiter nach vorne bringen. Der Lehrgang in Warendorf ist ein Baustein auf dem Weg. Foto: Henning Wegener

Zweimal zwei Stunden täglich bittet Heuberger , der das Amt seit einem Jahr zum zweiten Mal inne hat, zum Training. Dann arbeitet er im individuellen Bereich und in Kleingruppen mit den Junioren. Denn dort hat der ausgewiesene Fachmann, der für den Deutschen Handball Bund auch in der Trainerausbildung tätig ist, Defizite ausgemacht. Laut Heuberger haben Nationen wie Frankreich, Dänemark und auch Ungarn in diesen Bereichen dem deutschen Team etwas voraus.

Aber der Bundestrainer und sein Team haben nicht nur das Spielerische im Blick. „Wir verschaffen uns einen Überblick über den Leistungsstand der Spieler. Deshalb ist auch unser Athletiktrainer dabei, der mit den Jungs eine Kraftdiagnostik gemacht hat“, erklärt der 55-Jährige. „Wir geben den Spielern dann spezielle Trainingspläne mit an die Hand, in denen steht, was sie tun müssen, um sich weiterzuentwickeln.“

Wichtig ist vor allem die Ausbildung in den Vereinen

Um das zu gewährleisten, ist der Bundestrainer auf die Mitarbeit der Vereine angewiesen. „Mit ihnen stehe ich in engem Kontakt“, erklärt er. „Das ist enorm wichtig.“ Dass eine viertägige Trainingseinheit nur ein Tropfen auf den heißen Stein ist, weiß Heuberger selbst. Aber für ihn sind diese Zusammenkünfte wichtig. Nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Deshalb kommt er gern mit seiner Mannschaft nach Warendorf. „Die Trainingsbedingungen sind hier optimal“, lobt der Schutterwalder, der selbst 26 Mal das Trikot der Nationalmannschaft getragen hat. Und auch die Unterkünfte in den Bundeswehr-Mehrbettzimmern begrüßt er als mannschaftsbildende Maßnahme.

Vorbereitung auf die Europameisterschaft

Der aktuelle Lehrgang ist zugleich die letzte Vorbereitung auf das anstehende Vierländer-Turnier Anfang des Jahres in Portugal. Dort trifft die deutsche Junioren-Auswahl auf die Mannschaften des Gastgebers, Frankreichs und Spaniens. Dieses Turnier wird die erste Standortbestimmung vor der Europameisterschaft im nächsten Jahr sein.

Kein leichter Weg in die Bundesliga

Als Juniorentrainer liegt Martin Heuberger das Schicksal seiner Spieler besonders am Herzen. „Es ist kein leichter Weg, um bis in die Bundesliga zu kommen“, sagt er. „Da braucht es viel Fleiß und Geduld.“ Und natürlich auch ein bisschen Glück.

Aber der Bundestrainer ist davon überzeugt, dass sich Beharrlichkeit auszahlt. Und die ist auch für die vielen Nachwuchs-Handballer in der Region entscheidend. Um Erfolg zu haben, ist es nach Heuberger nötig, schon in jungen Jahren intensiv zu trainieren. „Das ist das eine“, fügt er hinzu. „Es ist aber auch wichtig, dass die Kinder und Jugendlichen gute Trainer mit einem guten Auge haben, damit sie das Potenzial der Spieler überhaupt erkennen und weiterentwickeln können.“

Frühes Athletiktraining nicht zu vernachlässigen

Ein weiterer Baustein zum Erfolg ist für den 55-jährigen die Athletik. „Da muss man auch schon sehr früh anfangen“, rät er. „Nicht erst mit 18 oder 19 Jahren. Besonders wichtig ist dem Bundestrainer eine umfangreiche sportliche Entwicklung. Gerade im Kindesalter sollte die körperliche Ausbildung besonders breit angelegt sein.

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