Basketball: 2. Regionalliga
SG Telgte-Wolbeck Baskets ziehen die Wildcard

Telgte/Wolbeck -

Da gab es offenbar nicht allzu viel zu überlegen: Die Basketballer der SG Telgte-Wolbeck Baskets nehmen das Wildcard-Angebot des Westdeutschen Basketball-Verbands (WBV) an und wollen damit weiterhin in der 2. Regionalliga an den Start gehen. Auch Marc Schwanemeier macht als Trainer mindestens für ein Jahr weiter.

Mittwoch, 08.04.2020, 14:20 Uhr aktualisiert: 09.04.2020, 17:10 Uhr
Für Max Trindeitmar (rechts) und die SG Telgte-Wolbeck Baskets geht es voraussichtlich auch in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga auf Körbejagd. Die Spielgemeinschaft will per Wildcard den Klassenerhalt sichern.
Für Max Trindeitmar (rechts) und die SG Telgte-Wolbeck Baskets geht es voraussichtlich auch in der kommenden Saison in der 2. Regionalliga auf Körbejagd. Die Spielgemeinschaft will per Wildcard den Klassenerhalt sichern. Foto: R. Penno

„Alle haben Bock auf Regionalliga und ich auch“, begründet der Coach kurz und knapp die Entscheidung, die das Team gemeinschaftlich getroffen hat. Die erste Voraussetzung dafür hat Schwanemeier selbst erfüllt, indem er dem Vorstand mündlich seine Zusage für ein weiteres Jahr gegeben hat. Dabei wird es bleiben. „Zu unterschreibende Verträge wie im Fußball gibt es bei uns ja nicht“, sagt er mit einem Schmunzeln.

Zehn Spieler haben bereits zugesagt

Voraussetzung Nummer zwei ist auf einem guten Weg: Von seinen derzeit 14 Spielern hat Schwanemeier bereits zehn Zusagen für die kommende Saison eingesammelt. „Das sind schon ganz gute Aussichten“, so der SG-Coach. Zumal bei den verbliebenen Akteuren die Zeichen nicht notwendigerweise auf Abschied stehen. „Am liebsten würde alle bleiben, aber beruflich ist noch nicht bei allen klar, wie es weitergeht. Da müssen wir mit dem einen oder anderen noch Gespräche führen.“

Das würde Schwanemeier gerne auch bezüglich etwaiger Neuzugänge. Zu einer potenziellen Verstärkung hat er bereits Kontakt, verrät er. „Aber zu Probetrainings einzuladen, ist momentan ja eher schwierig. . .“, witzelt der Basketball-Trainer. Einen großen Umbruch plant er allerdings ohnehin nicht. Vorwiegend soll die Mannschaft mit eigenen Akteuren besetzt bleiben.

Ligagröße und -stärke noch völlig unklar

Was das für die Konkurrenzfähigkeit in der nächsten Saison heißt, ist angesichts der vielen Unsicherheiten derzeit noch völlig unklar. Grundsätzlich traut Schwanemeier seinem Team den Klassenerhalt auch zu, obwohl dieses in der nun abgebrochenen Spielzeit den letzten Platz belegte. Doch das sei eben auch der Situation als Neuling, der zeitweisen Verletzungsmisere und etwas Pech in knappen Spielen geschuldet. Die entscheidenden Partien hatte die Truppe noch vor sich und nur noch zwei Punkte Rückstand auf das rettende Ufer. „Zum Schluss waren wir besser drauf, haben auch gegen starke Mannschaften lange mithalten können“, hat Schwanemeier festgestellt.

Bis Ende Mai ist noch viel Bewegung drin

Das macht ihm Mut für die kommende Saison, auch wenn die womöglich nicht deutlich einfacher werden wird. Denn noch ist völlig unklar, mit wie vielen Mannschaften künftig in der 2. Regionalliga gespielt wird und – daraus folgend – wie viele Absteiger es geben muss. Bis zum 6. Mai haben mögliche Auf- und Absteiger die Möglichkeit, es der SG Telgte-Wolbeck gleichzutun und die Wildcard zu ziehen. Bis zum 31. Mai ist es wiederum auch noch möglich, eine Mannschaft zurückzuziehen. Erst danach herrscht wohl Klarheit darüber, ob es demnächst zu deutlich mehr Spielen und weiten Fahrten kommt.

Das aber lassen sie bei den Baskets gerne auf sich zukommen. „Klar, Regionalliga ist deutlich mehr Anspruch, aber da haben wir alle Lust drauf“, sagt Schwanemeier.

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