Reiten: Bundeschampionate in Warendorf
Bronze für Mareike Mimberg und ihren Goldprinz

Warendorf/Borgholzhausen -

Ihr monatelanges Training hat sich ausgezahlt. Mareike Mimberg hat bei den Bundeschampionaten in Warendorf Bronze gewonnen. Es war ein großer Triumph bei ihrer bereits zwölften Teilnahme. Etwas machte die 37-Jährige dann aber doch traurig.

Dienstag, 08.09.2020, 17:24 Uhr
Ein stattlicher Prinz: Mit dem vierjährigen Reitpony-Wallach Golden Prince WE gewann die Borgholzhausenerin Mareike Mimberg Bronze bei den Bundeschampionaten.
Ein stattlicher Prinz: Mit dem vierjährigen Reitpony-Wallach Golden Prince WE gewann die Borgholzhausenerin Mareike Mimberg Bronze bei den Bundeschampionaten. Foto: Thomas Hartwig

Rein in den Sattel, raus aus dem Sattel, zwölf bis 14 Stunden am Tag, oft sieben Tage die Woche. Wofür die Plackerei? Dafür: Bronze bei den Bundeschampionaten in Warendorf – ein Ritterschlag für jeden Reiter und jedes Pferd.

Dressurreiterin und -Ausbilderin Mareike Mimberg hat am Sonntag das erreicht, wovon viele andere Pferdeleute nur träumen können. Mit dem vierjährigen Reitponywallach Golden Prince WE belegte die Borgholzhausenerin, die für den RFV Ravensberg startet, im Finale den dritten Platz mit der Wertnote 8,4. „Es war die Rundes seines Lebens. Ich bin sehr, sehr glücklich“, freute sich Mimberg und fiel dem Golden West-Sohn (Besitzer Thomas Christoffer, Züchter Hermann Jaspers) um den Hals. Es war die dritte Medaille für die 37-Jährige nach zwei Vizemeisterschaften in Warendorf (2015 und 2017).

Sieben Pferde und Ponys qualifiziert

Nicht minder stolz war Mareike Mimberg, die sich vor elf Jahren als Bereiterin selbstständig gemacht hatte, über den Auftritt des dreijährigen Reitpferde-Hengstes Bestform. Der Benicio-Sohn aus der Zucht von Carsten Rohleder und im Besitz von Mathieu Beckmann erreichte ebenfalls das Finale und belegte in einem erlesenen Feld Rang sechs mit der hervorragenden Wertnote 8,5. Insgesamt hatte Mimberg sage und schreibe sieben Ponys und Pferde für Warendorf qualifiziert, vier stellte sie vom vergangenen Donnerstag bis Sonntag vor.

Ein enormes Arbeitspensum, das nur mit einem Team von fleißigen Helfern zu leisten war. Ihr Freund Philipp Hess, ebenfalls ein vorzüglicher Dressurreiter, Mutter Marlies, Gerd Schockenbrock sowie ihre Freundinnen Svenja Graeber und Jessica Waltermann hielten ihr unermüdlich den Rücken frei: „Ohne sie wäre das nicht zu schaffen gewesen.“

Erstmals ohne Publikum

Mareike Mimbergs zwölftes Bundeschampionat war ihr erstes ohne Zuschauer: „Es fehlte das Flair, der Applaus, das Raunen, die Stimmung. Das war deprimierend und traurig. Aber dafür konnte ja niemand etwas. Das DOKR hat wirklich alles Erdenkliche dafür getan, damit sich Reiter und Pferde wohl fühlen. Ich bin dankbar, dass die Qualifikationen und das Bundeschampionat überhaupt stattgefunden haben.“

Sprach’s und machte sich am Sonntagabend auf die Heimreise nach Borgholzhausen. In ihrem pinken Pferdetransporter. „Topform“ steht auf der Fahrertür. Der Name war Programm.

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