Fußball: Bezirksliga
TuS Freckenhorst verliert mit Ansage

Freckenhorst -

Nach vier Spielen hat der TuS Freckenhorst schon fünf Zähler eingebüßt.. Beim 2:4 gegen die SF Ostinghausen -- nicht zu verwechseln mit Tabellenführer TuS SG Oestinghausen -- gleich drei. Die Ursache aber lag auf der Hand.

Montag, 28.09.2020, 00:00 Uhr
Nicht immer auf Ballhöhe: Der TuS Freckenhorst mit Timo Achenbach (M.) und Stefan Kaldewey (r.) hat gestern eine schmerzhafte und unerwartete 2:4-Heimpleite gegen die SF Ostinghausen kassiert
Nicht immer auf Ballhöhe: Der TuS Freckenhorst mit Timo Achenbach (M.) und Stefan Kaldewey (r.) hat gestern eine schmerzhafte und unerwartete 2:4-Heimpleite gegen die SF Ostinghausen kassiert Foto: Penno

Schon während der Woche hatte sich angedeutet, dass es ein schwieriges Spiel für den TuS Freckenhorst werden könnte. Trainer Christian Franz-Pohlmann musste krankheitsbedingt das Training aussetzen. Grippeähnliche Symptome machten bei etlichen Spielern Corona-Tests nötig, die jedoch komplett negativ ausfielen. Dennoch lag ein Großteil der Mannschaft flach. Aufsteiger Sportfreunde Ostinghausen nutzte die Gunst der Stunde und machte aus dem 0:2-Rückstand in der Schlussphase noch einen 4:2-Sieg.

Dabei begannen die Hausherren schwungvoll. Bereits nach zwei Minuten hatte Pierre Jöcker Pech mit einem Pfostenschuss. Doch nur 15 Minuten später jubelten die 230 Zuschauer am Feidiek. Nach einem Pass in die Tiefe lief Stan Schubert allein auf das Tor zu und markierte die 1:0-Führung. Bis zur 40. Minute hatte der TuS alles im Griff.

Zwei Schubert-Treffer sorgen für Hoffnung

Doch dann musste Abwehrchef Timo Achenbach vom Platz, Franz-Pohlmann war zu einer Umstellung gezwungen. Er zog Richard Beil aus dem Mittelfeld zurück in die Abwehr. Das hatte jedoch Konsequenzen: Der TuS verlor die Hoheit im Mittelfeld. Und Ostinghausen fand immer besser ins Spiel. Nach der Pause machten die körperlichen Defizite den Stiftsstädtern immer mehr zu schaffen. Dennoch nährte Stan Schubert mit seinem zweiten Treffer die Hoffnung auf drei Punkte. In der 76. Minute sorgte er mit einem sehenswerten Tor für einen Zwei-Tore-Vorsprung. Für Zählbares reichte es jedoch nicht.

Der Anschlusstreffer fiel zu früh

TuS-Trainer Christian Franz-Pohlmann

Denn die Antwort ließ nicht lange auf sich warten. In der 79. Minute traf Francesco Galeano nach einem Torwart-Fehler zum Anschlusstreffer. Vier Minuten später legte Adam Nouhi nach. „Der Anschlusstreffer fiel zu früh. Mit Nachspielzeit waren da noch 15 Minuten zu gehen. Als wir den Ausgleich nur wenige Minuten später hinnehmen mussten, ahnte ich, dass es eng werden könnte für uns“, sagte Franz-Pohlmann.

Die Befürchtungen sollten sich bestätigen. Der Neuling nutzte in der 88. Minute einen katastrophalen Rückpass zur 3:2-Führung durch Francesco Galeano und hatte damit das Spiel komplett auf den Kopf gestellt. Ein weiterer individueller Fehler führte in der Nachspielzeit noch zum 2:4-Endstand. „Ich kann meiner Mannschaft keinen Vorwurf machen. Die Voraussetzungen waren denkbar ungünstig. Ich bin froh, dass etliche Spieler überhaupt aufgelaufen sind, das ist nicht selbstverständlich. Am Ende fehlte uns einfach die Kraft, wobei wir nach dem 2:0 sogar Chancen zum 3:0 hatten“, war Franz-Pohlmann verständnisvoll.

TuS: Hardt – Mattews (75. Gryczka), Tünte (90. Winkelnkemper), Achenbach (41. Blagojevic), Jaspert – Beil, Schange, Kaldewey – Schubert, Jöcker, Husakovic.

Tore: 1:0 Schubert (17.), 2:0 Schubert (76.), 2:1 Galeano (79.), 2:2 Nouhi (83.), 2:3 Galeano (88.), 2:4 Schröder (90.+4).

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