Fußball: Kreisliga A1
Sassenberg siegt 2:0 beim Erzrivalen

Füchtorf -

Das Derby hatte sicherlich Zuschauer verdient, auch wenn es nur die erlaubten 100 gewesen wären. So sahen lediglich ein paar Offizielle und ein Dutzend Schaulustige hinter den Zäunen den 2:0 (1:0)-Sieg des VfL Sassenberg in der Kreisliga A1 beim Erzrivalen SC Füchtorf.

Sonntag, 18.10.2020, 21:10 Uhr aktualisiert: 21.10.2020, 17:42 Uhr
Auch wenn es ohne Zuschauer ein etwas gespenstisches Derby war, Füchtorfs Emir Peci (unten), hier gegen Sassenbergs Björn Unland, hat bei genauem Hinsehen seinen Kopf noch.
Auch wenn es ohne Zuschauer ein etwas gespenstisches Derby war, Füchtorfs Emir Peci (unten), hier gegen Sassenbergs Björn Unland, hat bei genauem Hinsehen seinen Kopf noch. Foto: Havelt

Die Stadt Sassenberg und die Gastgeber hatten sich aufgrund ansteigender Infektionszahlen im Kreis bereits am Freitag entschieden, das Derby zur Sicherheit ohne Zuschauer spielen zu lassen. Beide Teams brauchten sichtlich ein paar Minuten, um sich an die ungewohnten Bedingungen zu gewöhnen. Irgendwie herrschte eine gespenstische Atmosphäre. Durchaus zu vergleichen mit einem Testspiel unter der Woche gegen einen unterklassigen Gegner. Die Fans und damit die Emotionen von den Rängen fehlten dem Derby doch sehr.

So richtige Stimmung, wie sie sich für ein Nachbarschaftsduell gehört, kam erst nach der Pause auf dem Platz auf. Da zeigten sich die Füchtorfer kämpferischer, hielten voll dagegen und es war zumindest auf dem Rasen auch durchaus emotional. In der ersten Hälfte hatte der VfL das Geschehen beherrscht und war nach einer Viertelstunde durch Tobias Brand in Führung gegangen. Füchtorf fand offensiv dagegen nur durch einen Distanzschuss an den Pfosten von Nazmi Muja (29.) statt.

Nach dem Wechsel war deutlich mehr Feuer drin, die Zweikämpfe wurden intensiver geführt und Füchtorf war für den Titelfavoriten nun ein unangenehm zu bespielender Kontrahent. Der SC suchte seine Chance und wurde mutiger. Gefährlich war aber eher der VfL. Brand scheiterte gleich zweimal an Torwart Niklas Versmold, ehe Daniel Langliz per Strafstoß nach Foul an Emre Tuncbilek das entscheidende 0:2 markierte (66.).

„Leider fehlte die Atmosphäre. Wir mussten früher für ruhige Verhältnisse sorgen“, bemängelte VfL-Trainer Patrick van der Sanden die Chancenverwertung. „Wir haben uns in der zweiten Halbzeit voll reingehängt, da stimmte die Einstellung“, sagte Füchtorfs Thorsten Butz versöhnlich.

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