Saison-Unterbrechung
Zukunft bereitet Tischtennis-Chefs schlaflose Nächte

Kreis Warendorf -

Was denken die Abteilungsleiter der beiden größten heimischen Vereine, Erwin Wekeiser von der Warendorfer SU und Josef Reinke von GW Westkirchen, über die derzeitige Situation?

Dienstag, 27.10.2020, 19:14 Uhr
Josef Reinke, Tischtennis-Abteilungschef und selbst Spieler der ersten Mannschaft von GW Westkirchen, glaubt nicht, dass von seinem Sport eine starke Infektionsgefahr ausgeht.
Josef Reinke, Tischtennis-Abteilungschef und selbst Spieler der ersten Mannschaft von GW Westkirchen, glaubt nicht, dass von seinem Sport eine starke Infektionsgefahr ausgeht. Foto: Wegener

Die Fakten sind klar: Die Tischtennis-Ligen sind bis mindestens 31. Dezember unterbrochen, dann sollen die noch ausstehenden Partien der Hinrunde gespielt und die Saison nach einer halben Spielzeit gewertet werden. Auf- und Abstiege inklusive.

Grund genug, mit den Abteilungsleitern der beiden größten heimischen Vereine, Erwin Wekeiser von der Warendorfer SU und Josef Reinke von GW Westkirchen, über die Situation zu sprechen. „Es schlagen da zwei Herzen in meiner Brust“, gibt Wekeiser unumwunden zu. „Vom Grundsatz habe ich Verständnis für die Entscheidung des Westdeutschen Tischtennis Verbandes. Es ist schon schwierig, die Hygieneregeln komplett einzuhalten“. Der WSU-Abteilungschef verweist da unter anderem auf Fahrten zu Auswärtsspielen, wo man ja mit drei, vier oder fünf Leuten im Auto sitze. Am Tisch selbst glaube er nicht, das etwas passieren könnte. Da sei ja auch der Abstand gewahrt. Probleme sieht Wekeiser allerdings auch: „Die Mannschaften können in einer halben Saison nicht mehr viel reparieren, wenn es bisher nicht lief.“ So zum Beispiel die WSU-Reserve, die derzeit auf dem letzten Tabellenplatz rangiert.

Wekeiser hat aber vor allem auch die Nachwuchsarbeit im Auge. „Ich hoffe, dass wir wenigstens weiter trainieren können“, sagt er. „Für die Vereine ist die Situation schon extrem bedrohend, denn irgendwann läuft einem der Nachwuchs weg.“ Das sieht auch Josef Reinke so. „Lasst uns unter allen Umständen weiter trainieren“, sagt der Vorsitzende der Grün-Weißen. „Ansonsten gehen die Vereine kaputt, weil die Leute weglaufen.“

Als Beispiel führt er da die Stadt Bochum an, die alle Hallen komplett geschlossen hat. „Das darf hier nicht passieren. Ich habe schon mit der Stadt Ennigerloh gesprochen. Wir dürfen trainieren.“ So ist zumindest der aktuelle Stand der Dinge.

Zur Saisonunterbrechung äußerte sich Reinke ebenfalls: „Wir können es nicht ändern und wahrscheinlich ist es aufgrund der Infektionslage auch richtig. Allerdings ich glaube nicht, dass es Probleme geben würde, da ja Doppel schon verboten sind und der Tisch zwischen den Spielern schon zwangsläufig für den nötigen Abstand sorgt.“

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