Rollstuhlbasketball
BBC: „Wir wollen nicht spielen“

Warendorf -

Die Erstliga-Rollstuhlbasketball-Mannschaft des BBC Münsterland wird nicht zum Saisonauftakt nach Hannover fahren. Das haben Spieler, Trainer und Verantwortliche nach reiflicher Überlegung beschlossen.

Freitag, 30.10.2020, 17:55 Uhr aktualisiert: 30.10.2020, 17:58 Uhr
Besser vorsichtig: Die Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland, hier Jens Wibbelt (Mitte), lassen ihr Spiel ausfallen.
Besser vorsichtig: Die Rollstuhlbasketballer des BBC Münsterland, hier Jens Wibbelt (Mitte), lassen ihr Spiel ausfallen. Foto: Brandt

Am Donnerstagabend hatte der verantwortliche Verband erklärt, dass die Saison am Wochenende starten soll. Dazu habe er die Erstliga-Vereine, die Spieler aus den Spitzenkadern in ihren Reihen haben, als Profi-Teams deklariert, erklärte der Erste Vorsitzende Dietmar Fedde auf Nachfrage der „Glocke“. Damit würde einem Spiel- und Trainingsbetrieb trotz der Corona-Beschränkungen nichts im Wege stehen.

„Mit Julian Lammering (U21) und Phillip Schorp (A-Kader) haben wir zwei Nationalspieler, denen es ermöglicht werden muss, im Training zu bleiben, um sich auf weitere Aufgaben vorzubereiten“, sagt Fedde.

„Die Strukturen in unserem Sport sind aber mit denen von Fußball und Handball nicht zu vergleichen. Es gibt keine wöchentlichen Testreihen.“

Die letzte Entscheidung liegt jedoch bei den Vereinen. Und da hat sich der Warendorfer-Erstliga-Aufsteiger klar positioniert. „Wir werden nicht spielen. Unsere Spieler gehen alle einem Beruf nach und haben damit soziale Kontakte. Teilweise bis in Altenzentren hinein“, erklärt der Vereinsvorsitzende. „Deshalb hat die Mannschaft große Bedenken anzutreten. Keiner möchte für die Verbreitung des Corona-Virus verantwortlich gemacht werden, weil er seinem Sport nachgeht.“

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