Handball: 3. Liga Nord-West
Das sind die Pläne des DHB für die 3. Liga

Ahlen -

Wie geht es ab März in der 3. Liga weiter? Darüber hat sich der DHB jetzt mit den Vereinen ausgetauscht und ihnen zwei mögliche Szenarien vorgestellt. Eine davon ist die deutlich wahrscheinlichere. Eine wichtige Frage jedoch ist nach wie vor nicht geklärt.

Mittwoch, 13.01.2021, 12:25 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 12:42 Uhr
Zwei Szenarien stehen im Raum: ASG-Trainer Sascha Bertow.
Zwei Szenarien stehen im Raum: ASG-Trainer Sascha Bertow. Foto: rp

Der DHB hat sich am Dienstagabend mit den Vertretern der 3. Ligen in einer Videokonferenz über das weitere Vorgehen in der Corona-Pandemie ausgetauscht.

Bis 28. Februar ruht der Spielbetrieb weiterhin. Da es aus der 2. Bundesliga Absteiger geben wird, ist es das Ziel des DHB, dass bis Ende Mai auch Aufsteiger feststehen. Demnach existieren zwei Szenarien, wie es weitergehen könnte.

Alles hängt an den Kontaktbeschränkungen

Variante 1: Falls ein Spielbetrieb ab 1. März wieder möglich ist, soll die bereits angefangene Saison zumindest als Einfachrunde beendet werden. Bis Ende Mai müssten die Vereine ihre Partien absolvieren – diese sollen dann notfalls auch unter der Woche und an Feiertagen stattfinden. Zwei Aspekte sprechen gegen diese Variante. Erstens: Um im März schon wieder spielen zu können, müssten die Teams spätestens Anfang Februar wieder ins Training einsteigen. Aktuell dürfen viele Vereine ihre Sporthallen jedoch nicht nutzen, da die Kommunen es verbieten. Zweitens: Sollte die Politik am 25. Januar die bestehenden Kontaktbeschränkungen verlängern, wäre Variante 1 nicht durchführbar.

Variante 2:Sie geht davon aus, dass ab März kein Spielbetrieb möglich ist. In diesem Fall können sich alle Drittligisten bis 15. März entscheiden, ob sie an einer freiwilligen Aufstiegsrunde teilnehmen wollen. Darüber hinaus geht es um die Qualifikation für den DHB-Pokal 2021/2022. Die dafür notwendigen Spielsysteme werden noch entwickelt. Denkbar sind eine Runde mit Hin- und Rückspielen, aber auch ein Play-off-Modus.

„Da womöglich nur wenige Mannschaften daran teilnehmen, könnte das sehr lukrativ sein“, sagt ASG-Trainer Sascha Bertow. Er findet „beide Varianten in der jetzigen Situation vollkommen okay“.

Wer finanziert die Schnelltests?

Ob er mit seiner Mannschaft das Training vor dem 25. Januar wieder aufnimmt, möchte er zunächst noch mit dem Vorstand abstimmen. Klar ist: Greift Variante 2, wird es keine Absteiger geben. Sollte ein Verein also bis Sommer nicht weiter antreten wollen, hätte das für ihn keine negativen Folgen.

Die Fortsetzung eines wie auch immer gearteten Spielbetriebs setzt allerdings ein funktionierendes Testkonzept voraus. „Der DHB möchte Schnelltests vor jedem Spiel und am besten auch noch vor jedem Training. Die Frage ist, inwieweit das finanziell realisierbar ist“, sagt Sascha Bertow.

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