Radsport
Sonja Hüls spurtet aufs Treppchen

Westerkappeln -

Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit, war Münster für viele Radsportler wieder der Nabel der Welt. Alljährlich zum Ende der Saison trifft sich im Münsterland die Elite des Radsports zum „Sparkassen-Münsterland-Giro“. Fast alle „WorldTour Teams“ waren am Start und auch viele „ProContinental- bzw. Continental Teams“.

Montag, 07.10.2019, 16:54 Uhr aktualisiert: 07.10.2019, 23:00 Uhr
Sonja Hüls (Zweite von rechts) hat ihr Ziel erreicht: Beim Münsterland-Giro belegte die für den THC Westerkappeln startende Radsportlerin Platz drei in ihrer Altersklasse.
Sonja Hüls (Zweite von rechts) hat ihr Ziel erreicht: Beim Münsterland-Giro belegte die für den THC Westerkappeln startende Radsportlerin Platz drei in ihrer Altersklasse. Foto: THC Westerkappeln

Die deutsche Spitze mit Pascal Ackermann , Nils Pollit, André Greipel, John Degenkolb und Max Walscheid (Vorjahressieger) war am Start und musste sich mit internationaler Konkurrenz (Fernando Gaviria, Àlvaro Hodeg, Mathieu van der Poel und viele andere.) messen.

Im Rahmen der Veranstaltung fanden aber auch Jedermannrennen statt. Dabei mussten die insgesamt rund 4400 Teilnehmer Distanzen von 60, 100 oder 130 Kilometer zurücklegen. Für die lange Schleife hatten auch die Sonja Hüls und Sascha Gies gemeldet vom THC Westerkappeln gemeldet.

Beide waren schon recht früh im Startblock B um möglichst weit vorne zu starten, bei dem nasskalten Wetter nicht gerade angenehm. Aber nach dem Start wurde ihnen schnell warm, denn auf den ersten flachen 55 Kilometern wurde ein schnelles Tempo angeschlagen.

Damit war es in Lienen aber vorbei, bis Ledde sollte es nur noch rauf und runter gehen. Den THClern bekannte Anstiege wie Malepartus, Urberg, Heidhornberg, Sudenfeld und der Leedener Berg waren zu bezwingen. Für Hüls und Gies kein Problem, auch weil sie am steilsten Anstieg, dem Heidhornweg mit seinen 14 Prozent, von ihren Radsportfreunden Friedel Meyer, Marc Plantholt und Jürgen Rottmann angefeuert wurden.

Nachdem das Bocketal durchfahren war, ging es die restlichen 40 Kilometer topfeben bis ins Ziel. Den Verlauf des Teilstücks kommentierte Hüls wie folgt: „Hier zeigte sich die Stärke von Sascha. Kaum einer aus der großen Gruppe wollte sich in den Wind stellen. Sascha hat fast ausschließlich allein die Führungsarbeit geleistet und die Gruppe ins Ziel gezogen. Wahnsinn!“

Das Ziel erreichten sie nach 3:33 Stunden mit einem Stundenmittel von 37,5 km/h. Dann folgten ein paar Minuten der Anspannung, die sich bei Hüls aber sofort löste, als die Auswertung feststand. Unter den 50 gestarteten Frauen belegte sie den elften und in ihrer Altersklasse sogar den dritten Platz. Damit hatte sie ihr Ziel erreicht, sie konnte das Podium besteigen. Nicht zuletzt auch ein Verdienst von Sascha Gies, der unter den 809 ins Ziel gekommenen Männern den 244. und in seiner Altersklasse einen hervorragenden 59. Platz im Endklassement erzielte.

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