Basketball: 1. Regionalliga West
TV Ibbenbüren besiegt Herten mit 74:67 und zieht mit dem Spitzenreiter gleich

Ibbenbüren -

Die TVI-Basketballer brachten nach einer gewissen Anlaufzeit ihre Tugenden aufs Parkett und die mehr als 1000 Zuschauer auf Betriebstemperatur. Zwei starke Defense-Teams trafen am Samstag aufeinander, das noch stärkere, also Ibbenbüren, setzte sich mit 74:67 gegen die Hertener Löwen durch.

Sonntag, 17.11.2019, 00:00 Uhr aktualisiert: 17.11.2019, 14:22 Uhr
Kurz vor Schluss versenkte Marco Porcher den Dreier, nach dem endgültig klar war: Der TVI gewinnt. Mehr als 1000 Zuschauer in der Halle Ost feierten das ordentlich.
Kurz vor Schluss versenkte Marco Porcher den Dreier, nach dem endgültig klar war: Der TVI gewinnt. Mehr als 1000 Zuschauer in der Halle Ost feierten das ordentlich. Foto: Jan Kappelhoff

Es war wieder einer dieser Abende ... Eine schon lange vor dem Hochball prall gefüllte Halle Ost, eine Spendenaktion, die sympathischer und sinnvoller nicht hätte sein können, eine wahnsinnig positive Stimmung und nicht zuletzt: ein geiles Basketballspiel. Mehr als 1000 Fans waren gekommen, um das zu sehen. Und es war wie sooft in den vergangenen Jahren: Wenn die TVI-Basketballer ihre Anhänger um Unterstützung bitten, dann liefern sie auch ordentlich ab. Sie gewannen das Regionalliga-Heimspiel gegen die Hertener Löwen mit 74:67.

Das war Kampf, das war Leidenschaft, das waren vor allem zwei mächtig starke Defense-Teams, die da aufeinandertrafen. Mit den Saisonpunkten 19 und 20 hat Ibbenbüren nun mit dem Spitzenreiter Rheinstars Köln in der Tabelle gleichgezogen. Denn Köln unterlag gleichzeitig den Dragons Rhöndorf mit 83:86. TVI-Coach Marc Pohlmann sagt dazu: „Ich weiß nicht mal, gegen wen wir in zwei Wochen spielen. Jetzt weiß ich: Wir spielen nächste Woche in Recklinghausen. Das ist das, was uns gerade stark macht: Wir gucken von Spiel zu Spiel, das tut uns gut.“ Denn auch wenn der TVI gefestigt oben in der Tabelle stehe, könne man sich davon nichts kaufen. Aber: „Wir wollen da bleiben!“

Ein Top-Spiel sei es gewesen, sagte Marc Pohlmann, gegen einen Top-Gegner aus Herten. Dass die Löwen was können, zeigten sie in der ersten Hälfte eindrücklich. Im ersten Viertel fand Ibbenbüren kaum statt, Herten machte, was es wollte. „Da habe ich mich gefühlt wie ein Boxer, der durch den Ring getrieben wird. Da saß jeder Schlag von Herten. Wir haben gar keinen Zugriff gekommen“, so Pohlmann. 20:11 lag der Gast nach zehn Minuten vorne. Im zweiten Viertel drehte sich das schon, das gewann der TVI mit 22:12. „Wir haben uns dann reingearbeitet“, meinte der Coach. Zwölf seiner am Ende 20 Punkte erzielte Marcello Schröder im zweiten Viertel, er war offensiv der Antreiber dafür, dass Ibbenbüren zur Pause mit einem Punkt vorne lag (33:32).

„Ich habe den Jungs in der Halbzeit gesagt, dass Herten sehr gut spielt, wir absoluten Bullshit, was nicht schlimm ist. Das kann passieren. Aber wir führen mit einem ...“, erklärte Pohlmann, was in der Pause los war. Nach selbiger besann sich der TVI wieder auf seine Stärken, war selbstbewusst mit sieben Siegen im Rücken und stellte Herten nun vermehrt vor Aufgaben, die diese nicht zu lösen wussten. Vor allem stellte der TVI aber auch eines ab: In Durchgang eins hatten sie zehn Ballverluste – viel zu viele eigentlich, um erfolgreich zu sein. Nach dem Seitenwechsel kamen nur noch drei dazu. Basketballspieler unter dem Coach Pohlmann, die müssen ja nichts Unmenschliches versuchen.

Zwischenzeitlich hatte sich der TVI schon eine Sieben-Punkte-Führung erarbeitet (50:43), getragen von der guten Stimmung schaffte der TVI aber zu wenig Kontrolle. Sie wollten zu schnell zu viel. Nach drei Vierteln also: 50:50. Dann kam die Crunchtime, zu diesem Zeitpunkt eine Prognose abzugeben, war reine Lotterie. Bis zum 62:61 für Ibbenbüren war es Gleichschritt, dann setzte der TVI die letzten Schläge an, die – um in Pohlmanns Bild zu bleiben – letztlich zum K.o. der Löwen führten.

TV Ibbenbüren: Schröder (20 Punkte), Porcher (17/3 Dreier), Leavitt (12/2), Fumey (8/1), Barga (6), Boahene (4), Avermann (3/1), Fischer (2), Foulds (2), Kosel.

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