Fußball: Bezirksliga
Cheruskia Laggenbeck trennt sich von Nico Fehlhauer

Laggenbeck -

Um kurz vor halb 10 am späten Montagabend kam die Meldung über das soziale Netzwerk Facebook und sie schlug in Fußballerkreisen ein wie eine Bombe: Bezirksligist Cheruskia Laggenbeck trennt sich zum Jahresende von seinem Trainer Nico Fehlhauer.

Dienstag, 17.12.2019, 18:05 Uhr aktualisiert: 17.12.2019, 18:20 Uhr
Nico Fehlhauer ist nicht mehr Trainer des Bezirksligisten Cheruskia Laggenbeck.
Nico Fehlhauer ist nicht mehr Trainer des Bezirksligisten Cheruskia Laggenbeck. Foto: Tobias Mönninghoff

Noch Anfang Oktober hatte Fehlhauer Perspektivgespräche mit dem Kader geführt. Seinen eigentlich schon feststehenden Verbleib bis Ende der kommenden Saison machte er – ligaunabhängig – von der Zusage auch des Kaders für die kommende Saison abhängig. Die Spieler sagten zu.

In der Mitteilung des SV Cheruskia Laggenbeck , die der SVC-Vorsitzende Michael Jankowski am Dienstagmorgen per Mail auch an unser Pressehaus schickte, heißt es wörtlich: „Die aktuelle Tabellensituation in der Bezirksliga lässt den Vereinsverantwortlichen leider keine andere Wahl, als jetzt noch zu handeln und zu versuchen, den Abstieg in den letzten Spielen der Rückrunde zu verhindern. Das sind wir dem Laggenbecker Umfeld, das sind wir dem Verein, unseren Mitgliedern, Besuchern und Fans, und nicht zuletzt unseren Unterstützern schuldig.“ Der SVC ist aktuell Schlusslicht der Bezirksliga mit fünf Punkten Rückstand auf den ersten Nicht-Abstiegsplatz.

Die Entscheidung sei keine gegen Nico Fehlhauer, heißt es. Man habe Fehlhauer viel zu verdanken: „Mit Nico Fehlhauer bekamen wir in der Saison 2017/2018 unseren absoluten Wunschtrainer und Motivator, dem sogleich im ersten Amtsjahr der Aufstieg in die Bezirksliga unter großem Jubel und Anerkennung in Laggenbeck gelang. Im ersten Bezirksligajahr pushte Nico Fehlhauer die Mannschaft bis auf den 8. Tabellenplatz vor.“

Im zweiten Jahr in der Bezirksliga konnten die Erfolge nicht wiederholt werden. Geplagt von riesigen Verletzungssorgen - teilweise fiel mehr als eine komplette Elf aus - holte die Mannschaft in 16 Spielen nur sieben Punkte. „Neben den vielen Verletzten, die wir leider immer wieder beklagen müssen, haben uns auch das Glück und die Leidenschaft verlassen. Die Spieler haben im Vergleich zum Trainer fast immer einen ‚sicheren‘ Arbeitsplatz. Was bleibt einem Verein dann noch für eine letzte Reaktion?“, fragt der Verein in seiner Mitteilung rhetorisch.

Den neuen Trainer will der Verein in Kürze bekannt geben, man verspreche sich eine „reinigende Wirkung“. Außerdem schreibt der SVC: „In aller Freundschaft und in Harmonie trennen sich nun unsere Wege. Wir wünschen Nico auf diesem Wege alles erdenklich Gute für seinen weiteren sportlichen Werdegang und viel Erfolg.“

Ganz so harmonisch verlief die Trennung in den Augen von Nico Fehlhauer wohl nicht. Er sei von der Trennung überrascht worden, sagt er. Ansonsten will er sie nicht kommentieren. „Das sollen die tun, die für die Entscheidung verantwortlich sind.“ Auch auf die Frage, ob er bei der Hallenkreismeisterschaft am Wochenende vor Silvester noch als SVC-Coach an der Bande stehe, wollte er nicht direkt antworten. „Jeder kann seine eigenen Schlüsse ziehen“, so Fehlhauer.

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