3. Liga
Heiße Luft um „Pele“ Wollitz

Tecklenburger Land -

Claus-Dieter „Pele“ Wollitz hat auch beim FC Energie Cottbus bewiesen, dass er Mannschaften formen kann. Jetzt scheint sich seine Trennung vom Ex-Bundesligisten abzuzeichnen. An der Gerüchtebörse wurde sein Name als möglicher Trainer des Drittligisten Preußen Münster schon gehandelt. Ob das was wird?

Mittwoch, 18.12.2019, 18:34 Uhr aktualisiert: 18.12.2019, 19:30 Uhr
Chapeau – das war´s: „Pele“ Wollitz steht bei Energie Cottbus dem Ausstieg. Dass er als Trainer von Preußen Münster in die Region zurückkehrt, ist unwahrscheinlich – zumindest jedenfalls.
Chapeau – das war´s: „Pele“ Wollitz steht bei Energie Cottbus vor dem Ausstieg. Dass er als Trainer von Preußen Münster in die hiesige Region zurückkehrt, ist unwahrscheinlich – zumindest derzeit. Foto: pp

Viel heiße Luft um Claus-Dieter „Pele“ Wollitz . Die „Bild“ meldete gestern um 15.01 Uhr in ihrer Online-Ausgabe: „Trennung – Wollitz nicht mehr Cottbus-Trainer“, und der Unterzeile des Fotos war zu entnehmen, Verein und Trainer hätten sich einvernehmlich getrennt. Doch eine offizielle Bestätigung gibt es bisher nicht.

Regional ist das Thema von Interesse, weil Wollitz von 2004 bis 2009 und 2012/13 den VfL Osnabrück trainiert hatte und er zuletzt auch als möglicher Trainer-Kandidat beim SC Preußen Münster an der Gerüchtebörse gehandelt wurde. Doch der Name Wollitz kann offensichtlich von der Liste gestrichen werden. Allein schon deshalb, weil in Cottbus erst im neuen Jahr geklärt wird, ob es nach der Winterpause mit dem 54-Jährigen weitergeht. Drittligist Preußen aber will seinen neuen Coach noch vor Weihnachten präsentieren.

Dass das „Kapitel Wollitz“ beim ehemaligen Lausitzer Bundesligisten dennoch schon in der Winterpause zu Ende gehen könnte, ist sogar wahrscheinlich. Nach dem 3:1-Sieg der Cottbuser zuletzt gegen die U 23 von Hertha BSC zog Wollitz seine Mütze vom Kopf und verneigte sich tief vor den Fans – so, als wollte er demons­trieren: „Chapeau, das war´s.“ Es war ein Zeichen des Abschieds, eine auch nach außen hin wahrnehmbare Geste, dass er fertig ist mit dem Club.

Dabei ist Wollitz mit seinem Team Spitzenreiter der Regionalliga Nordost und somit auf gutem Weg in die 3. Liga. Doch eine Vertragsverlängerung über den Sommer hinaus erscheint fraglich, weil das Vertrauensverhältnis zu Teilen des Vorstands zerstört ist. „Ich kann nur gut arbeiten, wenn man mir vertraut. Dieses Gefühl hatte ich zuletzt nicht mehr“, erklärte der gebürtige Brakeler gegenüber der Tageszeitung „Lausitzer Nachrichten“ und sprach zugleich von „Wunden, tiefen Wunden“, die entstanden seien. Es waren Statements, mit denen er quasi seinen Ausstieg angekündigt hatte – nicht zum Saisonende hin, sondern schon in der Winterpause.

Seine Worte waren zwar nicht so drastisch, gleichwohl erinnern sie an seinen zweiten Abschied aus Osnabrück, als er am 11. Mai 2013 nach der Niederlage bei Arminia Bielefeld auf der anschließenden Pressekonferenz zunächst seinen Rücktritt als Trainer und Manager bekanntgegeben hatte und nach der Heimkehr aus Bielefeld in seiner emotionalen Wutrede mächtig Dampf abließ. Deshalb wird es einen Trainer Wollitz beim VfL nie mehr geben. Und in Münster? Ausgeschlossen ist nichts, aber in dieser Saison wird er es wohl kaum.

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