Regionalliga West
SF Lotte: Youngster bestehen Nagelprobe

Paderborn -

Mit 1:4 verloren die Sportfreunde Lotte das erste Testspiel der Vorbereitung am Samstag beim SC Paderborn. Wichtiger als das Ergebnis war SF-Trainer Ismail Atalan, wie sich seine jungen Akteure beim Bundesligisten präsentieren. In dieser Hinsicht gab es durchaus positive Erkenntnisse.

Samstag, 04.01.2020, 21:16 Uhr aktualisiert: 05.01.2020, 21:10 Uhr
Lottes Nelson Mandela Mbouhom (re.), hier gegen den Paderborner Klaus Gjasula, lieferte im Mittelfeld eine solide Leistung ab.
Lottes Nelson Mandela Mbouhom (re.), hier gegen den Paderborner Klaus Gjasula, lieferte im Mittelfeld eine solide Leistung ab. Foto: Manfred Mrugalla

Die Niederlage hielt sich in Grenzen, aber nicht nur deshalb war Ismail Atalan durchaus zufrieden nach der 1:4 (1:2)-Niederlage der Sportfreunde Lotte beim SC Paderborn . „Ich habe einige gute Ansätze gesehen. Darauf lässt sich aufbauen“, sagte Lottes Trainer nach dem Auftritt seiner Mannschaft.

Da die Sportfreunde den einen oder anderen Spieler, darunter Timo Brauer und Verteidiger Alexander Langlitz, für das Hallenturnier beim SV Hellern abgestellt hatten, umfasste Lottes Kader in der Paderborner Beneteler-Arena am Samstagnachmittag nur 15 Feldspieler sowie Torhüter Jhonny Peitzmeier. Atalan bot mit Filip Lisnic und Tim Möller zwei 20-Jährige in der Innenverteidigung auf, und da auch Dennis Engel (24 Jahre) und Fabian Gmeiner (22) auf den Außenbahnen nur unwesentlich älter sind, wurde der Test beim Bundesliga-Schlusslicht für die Youngster in Lottes Vierer-Abwehrkette zu einer Nagelprobe.

Vor allem in der ersten Halbzeit ließ sie nur wenig anbrennen, was aber auch ein Verdienst von Gianluca Przondziono war, der auf der „Sechs“ agierte, sowie Nelson Mbouhom und Lion Demaj , die allesamt solide gegen den Ball arbeiteten. Es dauerte bis zur 32. Minute, ehe der drei Spielklassen höher angesiedelte Bundesligist in Führung ging. Nach einem Eckball von Rifet Kapic köpfte Paderborns Kapitän Christian Strohdiek den Ball zunächst an die obere Torstange, anschließend staubte der aufgerückte SCP-Innenverteidiger Uwe Hünemeier per Kopf zum 1:0 ab.

Doch Lotte war bemüht, Nadelstiche zu setzen und hatte sich zuvor schon mit Fernschüssen von Jules Reimerink (11.) und Jaroslaw Lindner (25.) dem gegnerischen Tor genähert. Der Ausgleich fiel in der 36. Minute. Nach schnellem Umschaltspiel flankte Lindner in den Strafraum, wo Jegor Jagupov die Kugel zum 1:1-Ausgleich im Netz versenkte. Doch ebenso sehenswert war auf der anderen Seite die Direktabnahme von Ben Zolinski, die zur Paderborner 2:1-Führung (43.) führte. Unmittelbar vor dem Seitenwechsel hatte Lottes „Zehner“ Demaj Pech, als er per Freistoß nur knapp den oberen Knick des Paderborner Gehäuses verfehlte.

Zur Halbzeit schöpften die Gastgeber ihr Wechselkontingent nahezu aus, während Atalan mit Kevin Freiberger, Marcell Sobotta und Erhan Yilmaz drei frische Kräfte für den Angriff und das Mittelfeld brachte.

Mit zunehmender Spielzeit kristallisierte sich der enorme Klassenunterschied immer deutlicher heraus. Der SCP verballerte einige hochkarätige Chancen, kam aber noch durch zwei weitere Treffer der eingewechselten Kai Pröger (60.) und Christopher Antwi-Adjei (78.) zum 4:1-Endstand.

SF Lotte: Peitzmeier – Engel, Lisnic, Möller, Gmeiner – Przondziono – Mbouhom, Demaj (67. Yilmaz), Jagupov (70. Reimerink) – Lindner (46. Sobotta), Reimerink (46. Freiberger).

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