Olympiasieger Steve Guerdat gewinnt Großen Preis
Schweizer Maßarbeit

Münster -

Am Olympiasieger führt kein Weg vorbei, auch wenn es am Ende nur Zehntelsekunden waren, mit der sich der Schweizer Steve Guerdat am Nachmittag im Großen Preis der Stadt Münster durchsetzte. Mit Nino de Buissonnets raste der 32-Jährige fehlerfrei und in 44,76 Sekunden durch den Parcours und verwies Holger Wulschner (Groß Viegeln) auf BSC Cavity (null Fehler, 45,15 Sekunden) auf Platz zwei.

Sonntag, 10.08.2014, 20:08 Uhr

Als Zweiter beim Großen Preis beim Turnier der Sieger mit Cavity weiterhin Erster in der Riders Tour: Holger Wulschner.
Als Zweiter beim Großen Preis beim Turnier der Sieger mit Cavity weiterhin Erster in der Riders Tour: Holger Wulschner. Foto: Jürgen Peperhowe

Wulschner verteidigte mit dieser Top-Platzierung seine Führung in der DKB-Riders Tour, deren vierte Station nach Hamburg, Hagen und Wiesbaden das „Turnier der Sieger“ ist. Und im nagelneuen BMW X3, dem Siegerpreis, kann der Schweizer aus dem Kanton Jura gleich weiterrasen: Zu den Weltreiterspielen ins französische Caen. Denn auf dem Weg dorthin machte er an diesem Wochenende Station vor dem münsterischen Schloss. Vielleicht nimmt er ja die Drittplatzierte des Großen Preises, Lucy Davis, gleich mit? Die US-Amerikanerin, Studentin im kalifornischen Stanford , wird von Markus und Meredith Michaels Beerbaum trainiert, und wurde gestern mit dem zehnjährigen Barron mit drei Hundertstel Rückstand auf Wulschner nur knapp geschlagen. Meredith Michaels Beerbaum (RV Aller-Weser) verteidigte übrigens ihre Position als erfolgreichste Reiterin in Münster mit Platz vier auf Atlanta. Neben 10 000 Euro Preisgeld erhielt sie dafür gestern auch eine Perlenkette als Ehrenpreis; Wert: 7 400 Euro.

Großer Preis der Stadt Münster - Das Stechen

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Steve Guerdat , der in London 2012 Gold geholt hatte, zeigte sich berührt von der münsterischen Atmosphäre: „In unserem Sport, der immer mehr vom großen Geld dominiert ist, tut solch ein Turnier richtig gut. Hier ist alles anders, viel familiärer, mit viel Herz organisiert.“

Hendrik Snoek, Präsident des ausrichtenden Westfälischen Reitervereins, vernahm es mit Freude. In Zeiten des schwieriger werdenden Sponsorings tun solche Komplimente, vom Olympiasieger zudem, gut. Auch der Zweitplatzierte stieß ins gleiche Horn: „Ich kann Steve bestätigen: Kein Reiter, der nicht gern hier ist.“

Großer Preis der Stadt Münster - Siegerehrung

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Schon zu Beginn des ersten Umlaufs zeigte sich, wie hochkarätig der Große Preis (Dotierung: 100 000 Euro) wieder besetzt war: Toni Haßmann (Münster) als dreifacher Derby-Sieger eröffnete den Reigen. Dann folgte Guerdat, der dreifache Europameister Marco Kutscher (Riesenbeck), der Deutsche, Welt- und Europameister sowie vierfache Weltcupsieger Marcus Ehning aus Borken: Sie alle hatten das Nachsehen, wie auch die Ikone des Springreitens, John Whitaker (Großbritannien), mit 18 EM- Weltcup- und WM-Medaillen dekoriert. Sie alle kommen an Guerdat nicht heran.

Der Schweizer legte im zweiten Umlauf, den die 13 zuvor fehlerfreien Reiter erreichte hatten, den schnellsten Ritt vor. Es war das Maß der Dinge, über die 370 m lange, mit neun Sprüngen „garnierte“ Strecke, unterbot keiner die vorgelegten 44,76 Sekunden. Auch wenn noch so enge Wendungen die rund 6500 Zuschauer aufschreien ließen, oder die Wege zwischen den anspruchsvollen Hindernissen so kurz wie möglich geritten wurden. Packend bis zum Schluss war der Große Preis, und ein Höhepunkt des viertägigen Spektakels allemal.

Zum Turnier der Sieger-Special

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