Fußball: Kommentar
Feuerzeugwürfe sind leider keine Ausnahme

Dass Gegenstände aufs Spielfeld fliegen, ist im Profifußball leider ein häufiges Vorkommnis. Der VfL Osnabrück hatte am Montagabend auch etwas Pech, dass zwei Zufälle zusammenkamen im Pokalspiel gegen RB Leipzig. Trotzdem muss der Verein die Konsequenzen natürlich tragen, schreibt unser Redaktionsmitglied Thomas Rellmann in seinem Kommentar.

Dienstag, 11.08.2015, 18:08 Uhr

Martin Petersen (r.) wurde am Kopf getroffen.
Martin Petersen (r.) wurde am Kopf getroffen. Foto: dpa

Das Urteil des DFB scheint unausweichlich. Der VfL Osnabrück wird das Pokalspiel gegen RB Leipzig am Grünen Tisch wohl verlieren. Trotz 1:0-Führung nach 70 Minuten, trotz des gegnerischen Angebots auf eine Wiederholung.

Es ist ein zweischneidiges Schwert. Natürlich muss der Verband seine Schiedsrichter schützen – und das Regelwerk sieht diesen Umgang, Abbruch und Spielwertung gegen den Verein des verursachenden Anhängers, vor. Andererseits können Spieler, Verantwortliche und die meisten Zuschauer wenig dafür, wenn ein Fan aus der Reihe tanzt. So zumindest die Argumentation aus dem Osnabrücker Umfeld.

Aufgeheizte Atmosphäre

Allerdings war das rote Feuerzeug am Montagabend nicht das einzige, das auf dem Rasen landete. Gerade in aufgeheizter Atmosphäre sind fliegende Gegenstände leider keine Ausnahme. Dass diesmal der Fangzaun schon seit der ersten Minute teils niedergerissen war und der Werfer Schiedsrichter Martin Petersen anstatt den vermutlich anvisierten Davie Selke – was die Sache natürlich auch nicht besser gemacht hätte – traf, war aus Sicht der Drittligisten ein blöder Zufall. Ein paar Zentimeter nach links oder rechts, und niemand hätte Notiz genommen von dieser sehr dämlichen, aber eben nicht seltenen Aktion.

An der Konsequenz ändert der Umstand, so bitter es für den Underdog ist, allerdings nichts. Hoffentlich sensibilisiert der Vorfall zumindest andere Fanlager für die Zukunft.

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