Besser besetzt als je zuvor
Tennis: Rekord-Champion Federer führt das Feld bei den Gerry-Weber-Open an

Halle -

2016 als Übergangsjahr für die Gerry-Weber-Open zu bezeichnen, wäre alles andere als richtig und würde dem Wert des Rasenturniers im westfälischen Halle nicht gerecht. Im Sandwich zwischen der Premiere innerhalb der 500er-Serie auf der ATP-Tour vor zwölf Monaten und dem Jubiläum im kommenden Jahr wartet die 24. Auflage mit einer Starbesetzung auf. Sieben der aktuell 15 besten Tennisspieler der Welt haben ihr Kommen zugesagt, darunter ist natürlich auch Stammgast und Titelverteidiger Roger Federer. „Das ist ein außergewöhnlich gutes Feld. Das haben wir so noch nicht gehabt“, sagt Turnierdirektor Ralf Weber.

Dienstag, 10.05.2016, 19:05 Uhr

Zu den jungen Wilden gehört auch Alexander Zverev, der erneut bei den Gerry-Weber-Open aufschlagen wird.
Zu den jungen Wilden gehört auch Alexander Zverev, der erneut bei den Gerry-Weber-Open aufschlagen wird. Foto: dpa

Längst haben die Gerry-Weber-Open ihren festen Platz im internationalen Tennis-Zirkus, nicht erst seit dem Aufstieg in die zweithöchste Kategorie. Klar sind die rund 1,8 Millionen Euro Preisgeld sowie die wertvollen Weltranglisten-Punkte ein Anreiz für die Branchengrößen. Doch in Spielerkreisen hat es sich längst herumgesprochen, dass die Verantwortlichen in Halle alles für das Wohl der Spieler tun – und die infrastrukturellen Voraussetzungen den höchsten Ansprüchen genügen. „Das gesamte Paket macht den Clou und den Erfolg des Turniers aus. 2015 aber war der internationale Durchbruch, wir haben das Produkt Gerry-Weber-Open immer weiterentwickelt“, erklärt Weber , der sich auf sportlich interessante Tage am Teutoburger Wald freut.

Dabei soll auch Federer wieder eine tragende Rolle einnehmen. 2000 trat der Schweizer erstmals in Halle an, gewann seitdem acht Mal den Titel auf dem westfälischen Rasen – und ist damit Rekord-Champion des Turniers. Kein Wunder, dass Federer sich der Rasen-Veranstaltung sehr verbunden fühlt, zumal er seit 2010 mit einem lebenslangen Vertrag ausgestattet ist. „Roger ist das Gesicht der Gerry-Weber-Open. Er hat Superlative gesetzt. Aber im Feld sind darüber hinaus viele junge und hungrige Spieler. Die Mischung macht es einfach“, sagt Weber.

In der Tat rüttelt die nachrückende Generation immer mehr an der Tür zur absoluten Weltspitze, Dominic Thiem ist als aktuell bestplatzierter Youngster und Turniersieger von Acapulco und Buenos Aires 2016 schon die Nummer 15 im Ranking. Wie mit Federer, der eine hohe Meinung von dem Österreicher hat, haben die Gerry-Weber-Open auch mit dem 22-Jährigen einen Vertrag geschlossen. „Wir versuchen wie im Fall Federer früh auf die richtige Karte für die Zukunft zu setzen“, sagt Weber.

Zu den Trümpfen in seinem Kartenspiel gehört sicher auch Alexander Zverev, Deutschlands größte Tennishoffnung. Auf Rang 44 kletterte der 19 Jahre alte Hamburger in den letzten Wochen durch beständige Leistungen. Zverev gehört zu einem deutschen Quartett, das wie die Top-Stars Kei Nishikori (Nr. 6 der Welt), Tomas Berdych (7), David Ferrer (9), David Goffin (13) oder Gael Monfils (15) im Hauptfeld stehen. Philipp Kohlschreiber, der im Vorjahr in Runde eins an Federer im Tiebreak des dritten Satzes scheiterte, ist ebenfalls dabei wie der lange verletzte Comebacker Florian Mayer und Publikumsliebling Dustin Brown. Nach einem Übergangsjahr hört es sich für die Gerry-Weber-Open 2016 bei dieser Besetzung ganz sicher nicht an.

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