Folge 133: Abseits
Haie oder Handballer – wer darf in die Lanxess-Arena?

Handball oder Eishockey? Bei dieser Frage geht es nicht um Deutschlands Mannschaftssportart Nummer zwei, sondern um die simple Frage, wer am 1. April die Lanxess-Arena nutzen darf. Die Kölner Haie oder die Handball-Nationalmannschaft.

Dienstag, 29.03.2016, 14:03 Uhr

Die Kölner Haie 
Die Kölner Haie  Foto: dpa

Dieser Bodycheck sitzt: „Das ursprünglich für den 1. April angesetzte Handball-Länderspiel findet nicht in der Lanxess-Arena statt.“ Punkt! Die Verlautbarung der Kölner Haie auf deren Website ist eines: unmissverständlich deutlich. Und ein Stück weit provokativ. Leidtragender und Gelackmeierter: Der Deutsche Handball-Bund – und obendrein Tausende Fans des amtierenden Europameisters. April, April? Von wegen! In Kölle herrscht Hallen-Zoff.

Doch der Reihe nach. Die posenhafte Geschichte hat einen nicht unbedeutenden sportlichen Hintergrund. Und aus Sicht der Kölschen Jungs sogar einen äußerst erquicklichen. Nachdem vor Monaten kaum einer einen Heller auf die Haie in Sachen Playoffs gesetzt hatte, haben diese die Eisbären Berlin in Stockstarre versetzt und sich unerwartet ins Halbfinale getastet. Wahnsinn! Das erste Heimspiel gegen die Roten Bullen aus München geht nun am Freitag in der pompösen multifunktionalen Mehrzweckarena über die Bühne. So schön, so gut.

André Fischer freut sich für die Haie, aber fühlt mit den ausgebooteten Handballern.

André Fischer freut sich für die Haie, aber fühlt mit den ausgebooteten Handballern. Foto: -lisa-

Die Krux: Das Arena-Management hat den Handballern vor Wochen eine vertragliche Zusage für ihr Kräftemessen mit Dänemark gegeben – für denselben Tag, und auch für denselben Ort. Und steckt auf mal inmitten einer Termin-Falle.

Die Lösung? Ist logisch, aber darum längst nicht ideal: Da die Haie Hauptmieter und Partner der Lanxess-Arena sind, erhalten sie den Vorzug. Die Handballer müssen weichen – und mit ihnen 13 000 Fans. Professionell ist das alles nicht. Eine mögliche Terminkollision ist lange bekannt gewesen, selbst wenn die Betreiber der Arena nach der desolaten Vorrunde in der DEL keine Aktien mehr in den Haien hatten. Peinlich!

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